Suva-Unfallprävention: Bremsweg auf der Piste im Fokus

Mehr als 20 Prozent aller Sportunfälle in der Schweiz sind Wintersportunfälle. Um die Schneesportler für die Gefahren auf der Piste zu sensibilisieren, organisiert die Suva in verschiedenen Skigebieten Schneesportevents. Der Start erfolgt am 25. und 26. Dezember 2011 in Arosa. Dabei steht der Bremsweg im Zentrum.

Jeder Autofahrschüler lernt den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionsweg und Bremsweg kennen. Dies sollte auch auf der Skipiste gelten, findet die Suva. Um Schneesportler auf die Gefahren auf der Piste zu sensibilisieren, organisiert sie in diesem Jahr in 14 verschiedenen Schweizer Skigebieten Schneesportevents. Der Start erfolgt am 25. und 26. Dezember in Arosa.

Richtig reagieren und bremsen

Ein Schneesportler benötigt ungefähr 0,9 Sekunden, um auf ein plötzlich auftretendes Hindernis zu reagieren. «Kaum ein Sportler ist sich bewusst, dass bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein Reaktionsweg von beinahe 12 Metern resultiert», erklärt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva. Für Pisten lassen sich keine Tempolimiten festlegen wie im Strassenverkehr. Aber viele Unfälle passieren, weil Schneesportlerinnen und -sportler ihre Geschwindigkeit unterschätzen und ihre Fähigkeiten überschätzen.

Einflüsse auf den Bremsweg

An den Schneesportevents sensibilisiert die Suva im persönlichen Gespräch direkt auf der Piste die Schneesportler auf ihr Risikoverhalten. Diese Saison bringt sie ihnen zudem spielerisch das Verständnis des Bremsvorgangs auf der Skipiste näher. «Es gibt viele Faktoren, die den Bremsweg beeinflussen», sagt Samuli Aegerter. «Dazu zählen beispielsweise eigenes Fahrkönnen, gut geschliffene Kanten, Sichtverhältnisse, die Konzentration und das Tempo».

Durch Prävention Kosten senken

Gemäss der Studie «Sport Schweiz» des Observatoriums Sport und Bewegung Schweiz das im Auftrag des Bundesamtes für Sport erstellt wurde, fahren über zwei Millionen Menschen Ski oder Snowboard. Jährlich verunfallen davon durchschnittlich 67 000 Personen; davon sind 33 000 erwerbstätig und somit obligatorisch UVG-versichert. Diese 33 000 Unfälle verursachen pro Jahr Kosten von rund 240 Millionen Franken. Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten Schneesportunfälle vermeiden und damit die Unfallkosten senken. Dies wiederum kommt den Versicherten in Form von tieferen Prämien zu gute.

Schneesport-App neu für Android

Die neue Version der «Slope Track» App der Suva ist neben der iPhone-Version neu auch für Android-Smartphones erhältlich. Diese zeigt Schneesportlern nebst der zurückgelegten Route und Höhendifferenz die gefahrene Geschwindigkeit auf und macht mit Tipps auf mögliche Gefahren aufmerksam. Schneesportler können sich so mit ihrem Risikoverhalten auseinandersetzen. Dank der Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus können unter dem Menüpunkt «Check» alle Webcams, Wettervorhersagen, laufende Bahnen und Schneeverhältnisse in den Skigebieten abgerufen werden. Enthalten sind auch Anleitungen zu Erster Hilfe, Tipps zur Schutzausrüstung und zahlreiche spielerische Warm-up-Filme.

Die Schneesportevents 2011/2012 der Suva
  • 25. und 26. Dezember 2011 Arosa GR
  • 27. und 28. Dezember 2011 Brigels GR
  • 29. und 30. Dezember 2011 Les Diablerets VD
  • 07. und 08. Januar 2012 Stoos SZ
  • 14. und 15. Januar 2012 Grindelwald BE
  • 21. und 22. Januar 2102 Engelberg OW
  • 28. und 29. Januar 2012 Adelboden BE
  • 04. und 05. Februar 2012 Braunwald GL
  • 07. und 08. Februar 2012 Flumserberg SG
  • 11. und 12. Februar 2012 Crans Montana VS
  • 18. und 19. Februar 2012 Bosco Gurin TI
  • 22. und 23. Februar 2012 Thyon VS
  • 25. und 26. Februar 2012 Les Crosets VS
  • 03. und 04. März 2012 Fiesch VS

Weitere Informationen zur Schneesport-Präventionskampagne der Suva: www.suva.ch/schneesport  

Bilder von den Schneesporttagen finden sich unter: www.facebook.com/suvaschweiz  

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3000 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 115 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,3 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.