Suva: Performance 2011 von 0,2 Prozent

Die Suva konnte für das Geschäftsjahr 2011 trotz erheblicher Turbulenzen an den Finanzmärkten Anlageverluste vermeiden und weist eine Performance von 0,2 Prozent aus. Der finanzielle Deckungsgrad betrug per Ende 2011 rund 118 Prozent. Damit sind alle langfristigen Verpflichtungen vollumfänglich gedeckt. Die Suva ist weiterhin sehr solide finanziert und wird das Geschäftsjahr 2011 mit einem positiven Ergebnis abschliessen.

Die Anlagestrategie der Suva ist auf Langfristigkeit angelegt, zielt auf eine breite Diversifikation und beinhaltet somit neben festverzinslichen Papieren einen Anteil von 24 Prozent kotierter Aktien, 12 Prozent Immobilien sowie 14 Prozent Alternativanlagen.

Die kotierten Aktien erlitten insgesamt aufgrund der Schuldenkrise signifikante Kursverluste. Diese konnten durch die festverzinslichen Anlagen bester Bonität, welche dank der Interventionen der Notenbanken und der Flucht der Anleger in sichere Papiere 2011 nochmals zulegten, kompensiert werden. Mit den Immobilienanlagen wurde auch in diesem Jahr eine attraktive Rendite erwirtschaftet.

Die resultierende Performance von 0,2 Prozent (Vorjahr 5,6 Prozent) auf den Kapitalanlagen mit einem Marktwert von rund 38,4 Milliarden Franken (Vorjahr 38,5 Milliarden Franken) liegt - nach zwei sehr guten Jahren - etwas unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Jahresrechnung 2011 wird mit einem positiven Ergebnis abschliessen.

Sämtliche Rentenansprüche vollumfänglich gedeckt

Die Suva bezahlt an rund 100 000 Personen Invaliden- und Hinterlassenenrenten und wendet dafür monatlich rund 140 Millionen Franken auf. Das Anlagevermögen dient der Sicherung dieser Renten. Deren lange Laufzeit ermöglicht der Suva, ihr Vermögen langfristig anzulegen und erhebliche Wertschwankungen in Kauf zu nehmen, da in guten Anlagejahren jeweils konsequent Wertschwankungsreserven geäufnet werden. Der finanzielle Deckungsgrad, das heisst das Verhältnis von Vermögen gegenüber Verpflichtungen, betrug per Ende 2011 rund 118Prozent (Vorjahr 121Prozent).

Langfristige Anlagestrategie der Suva

Am ehesten vergleichbar hinsichtlich Aktienanteil und anderen Sachwertanlagen ist die Anlagestrategie der Suva mit Benchmarkindizes von Pensionskassen, wie dem CS PK-Index oder den Pictet BVG Indizes, wobei sie vom Risiko her zwischen dem BVG 25 und dem BVG 40 Index liegt. Im langfristigen Vergleich seit 1.1.2000 hat die Suva eine kumulative Performance von 41,0 Prozent erzielt, verglichen mit 24,6 Prozent des CS PK-Index, 36,2 Prozent des BVG 25 (2000/2005) Index und 21,6 Prozent des BVG 40 (2000/2005) Index. Für das Jahr 2011 liegt die Performance der Suva mit 0,2 Prozent unter dem BVG-25 plus mit 1,44 Prozent, über dem BVG-40 plus mit -0,94 Prozent und über dem CS PK-Index mit -0,56 Prozent.

Detaillierte Angaben zum Geschäftsjahr 2011 und zur Prämienentwicklung 2013 wird die Suva an ihrer Bilanzmedienkonferenz vom 15. Juni 2012 in Luzern präsentieren, nachdem der Verwaltungsrat der Suva die Rechnung verabschiedet und die Prämien für das Folgejahr genehmigt hat.

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Dominique Marty, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 56 23, dominique.marty@suva.ch

 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3000 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 115 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,3 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.