Neues ärztliches Angebot der Suva in Samedan

Die Suva Samedan verzichtet ab April infolge rückläufiger Nachfrage auf ihr wöchentliches Sprechstundenangebot für Kunden. Um in den Regionen Engadin und Südbünden dennoch nahe bei den verunfallten Versicherten zu sein, arbeitet die Suva künftig mit lokalen Praxen und Spitälern zusammen.

Bereits vor vier Jahren führte die verstärkte Nutzung der elektronischen Kommunikationsmittel zu einer Verstärkung des Aussendienstes und einer Straffung der Präsenzzeit auf einen Tag pro Woche. Innendienstaufgaben wie Schadenerledigungen oder Beratung im Bereich der Prämien wurden seither von Chur aus getätigt.
Wenig Frequenz auf der Agentur Samedan
Die rund 800 Betriebe im Einzugsgebiet der Suva Samedan beanspruchten in den vergangenen vier Jahren diesen Präsenztag immer weniger. «Die ein bis zwei Besucher pro Tag erkundigten sich vorwiegend über Dokumentenangaben wie Rechnungen, Arztzeugnisse oder Inkasso von Reisespesen», erklärt Ludwig Coray, Agenturleiter Suva Chur. «Solche Informationen können leicht telefonisch beantwortet oder auf der Suva-Website eingesehen werden.» Um die ärztliche Betreuung der verunfallten Versicherten trotz der Schliessung der Aussenstelle Samedan sicherzustellen, wird die Suva künftig mit «ZAFAS»-Ärzten in Praxen und Spitälern der Region zusammenarbeiten. Ein «ZAFAS»-Arzt ist ein Arzt mit zertifizierter Zusatz-Ausbildung zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Er untersucht im Auftrag der Suva verunfallte Personen und beurteilt ihre Arbeitsfähigkeit. Die regelmässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit dient dazu, dass verunfallte Personen möglichst bald wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Dadurch kann die Suva Versicherungskosten reduzieren. Diese Einsparungen kommen den Suva-Versicherten in Form von tieferen Prämien wieder zugute.
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Angela Zobrist, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, angela.zobrist@suva.ch

 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3000 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 115 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,3 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.