Grümpelturniere: Rauschfrei mit Freunden kicken

Im Juni startet nicht nur die Europameisterschaft der Profifussballer, sondern auch vielerorts die Grümpelturniersaison der Plauschfussballer. Beim fröhlichen Kicken mit Freunden wird häufig Alkohol konsumiert. Die Folge: Unnötige Unfälle. Auf diese Problematik will die Suva mit der Aktion «Kein Alkohol während des Turniers» an den zehn grössten Grümpelturnieren aufmerksam machen.

Obwohl die Europameisterschaft dieses Jahr ohne Schweizer Beteiligung stattfindet, rangiert im Sommer Fussball ganz weit vorne bei der hiesigen Bevölkerung. Im Juni startet nämlich die Grümpelturniersaison – auch bekannt als «Meisterschaft der Plauschfussballer». Rund 150 000 Frauen und Männer zeigen bei einem der schweizweiten Turniere ihr Talent mit dem runden Leder. Im Gegensatz zum Profifussball steht hier jedoch vor allem eins im Vordergrund: Spass.
Plausch ohne Rausch
Eine nicht zu unterschätzende Rolle an Grümpelturnieren spielt immer wieder der Alkohol. Viele Teammitglieder trinken und feiern schon vor dem Turnier, werden unkonzentriert und übermütig. Nicht selten gehen Spieler angetrunken auf den Rasen und gefährden damit nicht nur sich selber, sondern auch die Gegner. Mit der Aktion «Kein Alkohol während des Turniers» will die Suva an den grössten Grümpelturnieren auf unkonventionelle Art die Teilnehmenden sensibilisieren.
Tore schiessen mit Promille-Brille
Wer Interesse hat, kann sich am Suva-Stand freiwillig einem Promilletest unterziehen. «Bereits eine geringe Menge Alkohol im Blut kann die Reaktionsfähigkeit vermindern und schränkt die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit ein», sagt Heinz Wyss, Kampagnenleiter Ballsport bei der Suva. Die Folge: Die Unfallgefahr steigt. Wie sich Alkohol im Blut auf die Treffsicherheit auswirkt, lässt sich mit der Aktion von der Suva auch ohne vorgängigen Alkoholkonsum testen. Ausgestattet mit einer Promille-Brille, die einen Alkoholkonsum zwischen 0,8 oder 1,3 Promille suggeriert, können die Teilnehmenden versuchen, den Ball durch das Loch einer Torwand zu schiessen. «Wir wollen mit dieser Aktion nicht Fussball-Polizei spielen, sondern einen Beitrag zur Unfallverhütung leisten», so Wyss.
Fairplay senkt Verletzungsrisiko
Auch in diesem Jahr engagiert sich die Suva an mehr als 170 Grümpelturnieren in der ganzen Schweiz. Die Veranstalter profitieren von einem Grümpelturnierset. Dieses umfasst Präventionsbroschüren, Checklisten, Schienbeinschoner und Stulpen, Banden, Überzieher sowie eine Musik-CD für das «Warm-up». Ebenso unterstützt die Suva bei der Verpflichtung von offiziellen Schiedsrichtern. Deren Erfahrung sorgt für das Fairplay. Ein fairer Spielverlauf senkt das Verletzungsrisiko beträchtlich.
Die Suva an Grümpelturnieren
Die Suva führt seit 1999 gemeinsam mit Grümpelturnier-Veranstaltern und dem Schweizerischen Fussballverband SFV die Aktion «Sicherheit an Grümpelturnieren» durch. Und dies mit Erfolg: Seit Beginn der Aktion ist das Unfallrisiko an den unterstützten Turnieren markant gesunken. Waren vor dem Kampagnenstart rund 15 Unfälle auf tausend Grümpelturnier-Spielende zu verzeichnen, sind es heute nur noch rund 3,5 Unfälle. Sinkende Unfallzahlen bedeuten weniger Kosten, was wiederum den versicherten Betrieben in Form von tieferen Prämien zugute kommt.
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Barbara Senn, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, barbara.senn@suva.ch 

 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3000 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 115 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,3 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.