Risikotest: Schweizer suchen Nervenkitzel auf der Piste

Rücksichtsloser Pistenraser oder verantwortungsbewusste Geniesserin? Die Auswertung des Online-Risikotests von der Suva zeigt, dass sich Schweizer Skifahrer und Snowboarder vor allem im Bereich «Nervenkitzel und Risikofreudigkeit» noch verbessern können. Die neue Schneesport-Kampagne der Suva propagiert deshalb mehr Gemütlichkeit auf der Piste.

Um das eigene Risikoverhalten besser kennen zu lernen, hat die Suva vor vier Jahren einen Online-Test für Pistenfahrer entwickelt, der die persönlichen Defizite aufzeigen soll. Der User muss dabei 48 Fragen zu folgenden sieben Risiko-Dimensionen beantworten: Nervenkitzel und Risikofreudigkeit, Fatalismus und Unbekümmertheit, Rücksicht, (Schutz-)Ausrüstung, Körperliche Voraussetzung und Belastung, Fahrerisches Können sowie Gruppenverhalten. Über 27 000 Personen haben den Test seither abgeschlossen und ihr individuelles Risikoprofil erstellt. Die Auswertung ergab, dass vor allem in den Bereichen «Nervenkitzel und Risikofreudigkeit», «Körperliche Voraussetzung und Belastung» sowie «Rücksicht» noch Optimierungspotenzial vorhanden ist.
Nervenkitzel und Risikofreudigkeit
Ob anspruchsvolle Pisten, hohes Tempo oder gewagte Sprünge – für viele Skifahrer und Snowboarder gehört Nervenkitzel zum Schneesport dazu. Doch Achtung: Jede Menge Unfälle passieren, weil das eigene Können und die Verhältnisse falsch eingeschätzt werden. «Schneesportler sollten immer einen `Sicherheitspuffer` einbauen und sich nicht überfordern», sagt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva. Weitere Defizite zeigen sich im Bereich «Rücksicht». Aegerter rät: «Man darf sich nicht nur auf sich selber konzentrieren, sondern sollte immer auch auf die anderen Schneesportler und deren Fahrverhalten achten». Dies könne Unfälle verhindern. Ausserdem ist vielen Schweizern nur ungenügend bewusst, dass Schneesport körperlich anspruchsvoll ist. Beim Skifahren und Snowboarden wird die Rumpf- und Beinmuskulatur besonders stark gefordert. Es lohnt sich also, diese Muskulatur bereits im Vorfeld gezielt zu trainieren.
Mehr Gemütlichkeit auf der Piste
Die Ergebnisse des Online-Risikotests hatten einen Einfluss auf die neue Schneesport-Kampagne der Suva. Mit einem Skistock, der als Fonduegabel benutzt wird, fordert die grösste Schweizer Unfallversicherung die Schneesportler dazu auf: «Nehmen Sie es gemütlich auf der Skipiste». Ab sofort sind diese Präventionsplakate schweizweit in allen Skigebieten zu sehen. Weitere Informationen unter www.suva.ch/schneesport .
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Barbara Senn, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, barbara.senn@suva.ch 

 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3100 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 118 000 Unternehmen bzw. 1,9 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.