Warum die Suva die Zukunft bereits kennt

Wie praktisch wäre es doch, wenn man heute schon wüsste, was das neue Jahr bringen wird. Mit ihrem Früherkennungsradar hat die Suva ein Instrument entwickelt, um die Herausforderungen der Zukunft vorauszusehen und neue Chancen und Risiken in der Prävention von Unfällen und Berufskrankheiten zu erkennen. Bereits heute weiss die Suva, welche Themen den Gesundheitsschutz von morgen beschäftigen werden: Intelligente Textilien, Doping am Arbeitsplatz und Robotik gehören dazu.

In ihrer «Zukunftsstudie 2029» hat sich die Suva intensiv mit Zukunftstrends befasst, die für sie als Unfallversicherung bedeutsam sind. Um die kontinuierliche Früherkennung zu optimieren, entwickelte die Suva den Suva-Früherkennungsradar. Nun liegen erste konkrete Resultate dieser Arbeit vor.
Von der Momentaufnahme zum Blick in die Zukunft

Während den vergangenen drei Jahren erfasste die Suva in ihrem Früherkennungsradar mehr als 600 potenziell relevante Entwicklungen, die künftig für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und für die Freizeitsicherheit bedeutsam sein könnten. An diesem Prozess intensiv beteiligt sind zwölf Suva-Mitarbeitende aus dem Departement Gesundheitsschutz mit unterschiedlichem fachlichen Hintergrund. Diese sogenannten «Future Scouts» erfassen die meisten Signale und bewerten diese regelmässig. Falls angezeigt, werden einzelne Signale oder ganze Signalgruppen zur Stellungnahme an Fachbereiche weitergeleitet.

Zehn Signalgruppen, die uns in Zukunft begleiten könnten

Die Arbeit der «Future Scouts» kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie die verschiedenen Signale vorurteilsfrei und ungefiltert erfassen. «Es gehört deshalb zum Wesen der Früherkennung, dass auch Signale erfasst werden, die sich später als unbedeutend entpuppen. Doch nur wenn wir diese Unschärfe in Kauf nehmen, haben wir die Chance, dass auch Trends im Suchradar hängen bleiben, die in Zukunft tatsächlich relevant sind», erklärt Edouard Currat, Vorsteher des Departements Gesundheitsschutz und Mitglied der Geschäftsleitung. Doch was genau konnte der Radar orten? Aus den über 600 konkreten Einzelsignalen liessen sich zehn zukunftsrelevante Themenbereiche definieren. So beispielsweise: Riskanter Lebensstil, die 24-Stunden-Gesellschaft, Stress und Befindlichkeitsstörungen, Medikamentenkonsum zur Leistungssteigerung oder intelligente Textilien.

Der Früherkennungsradar löst Innovationen aus

Inzwischen ist die Arbeit der Suva so weit fortgeschritten, dass einzelne Erkenntnisse der «Future Scouts» in verschiedene Projekte und Aktivitäten der Suva einfliessen. So trug der Früherkennungsradar beispielsweise dazu bei, dass die Problematik des Medikamentenkonsums zur Leistungssteigerung am Arbeitsplatz Thema einer arbeitsmedizischen Fortbildung mit internationalen Referenten war. Weiter hat die Suva eine therapeutische App für Arbeiter mit arbeitsplatzassoziierten Atemwegsbeschwerden mitentwickelt. Zudem werden neuartige Sicherheitsprodukte geprüft, die sich nah an der Marktreife bewegen. Der systematische Blick in die Zukunft, lenkt die Aufmerksamkeit der Suva rechtzeitig auf die wichtigen Gesundheitsschutzthemen von morgen und trägt mit frühzeitiger und zielgerichteter Prävention dazu bei menschliches Leid zu verhindern.

Weitere Informationen zum Früherkennungsradar der Suva: www.suva.ch/frueherkennungsradar  

Download der Broschüre (Bestellnummer 2965) unter: www.suva.ch/waswo 

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Serkan Isik, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 65 14, serkan.isik@suva.ch 

 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3100 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 118 000 Unternehmen bzw. 1,9 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4 Mrd. Franken. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.