Suva fordert mehr Gemütlichkeit auf Skipisten

Rund 66 000 Personen verunfallen jährlich beim Schneesport. Deshalb ist die Suva ab dem 27. Dezember in verschiedenen Skigebieten unterwegs und fordert: «Nehmen Sie es gemütlich!». Wer sich daran hält, wird mit etwas Glück direkt auf der Skipiste mit einem Fondue für Zwei überrascht – viel gemütlicher geht's nicht.

Ein Pärchen sitzt sich gegenüber bei einer Tasse Tee, pickt mit einer Fonduegabel Brotwürfel auf und tunkt diese in die Käsemasse – und das mitten auf der Skipiste. Sicher keine alltägliche Szene, jedoch ab dem 27. Dezember in verschiedenen Schweizer Skigebieten zu sehen. Die Suva ruft zu mehr Gemütlichkeit auf den Pisten auf. Dies nicht nur mit ihrem aktuellen Sujet der Schneesportkampagne, sondern auch mit einer überraschenden und genussvollen Aktion auf der Piste. «Zur Mittagszeit werden zwei Skifahrer oder Snowboarder von uns angehalten und zu einem Live-Fondue eingeladen», sagt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva. Wie kam es zu dieser Aktion? «Die Auswertung unseres Online-Risikotests hat gezeigt, dass viele Schneesportler den Nervenkitzel suchen», sagt Aegerter. Deshalb appelliere die Suva an die Eigenverantwortung der Schneesportler, die Grenzen zu erkennen und das Risiko richtig einzuschätzen. Kurzum: Gemütlichkeit ist Trumpf – ob beim Fondueessen oder auf der Skipiste.
Probier's mal mit Gemütlichkeit
Wer an den Schneesportevents zu keinem Live-Fondue auf der Piste eingeladen wird, findet andere spannende Aktivitäten im Suva-Village. Beispielsweise können Skifahrer und Snowboarder den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionsweg und Bremsweg lernen. «Kaum ein Sportler ist sich bewusst, dass bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein Reaktionsweg von beinahe 12 Metern resultiert», sagt Aegerter. Doch wer vor Gefahren auf der Piste rechtzeitig ausweichen und so Stürze vermeiden wolle, müsse diesen Zusammenhang kennen. «Es gibt viele Faktoren, die den Bremsweg beeinflussen», so Aegerter. «Dazu zählen beispielsweise eigenes Fahrkönnen, gut geschliffene Kanten, Sichtverhältnisse, die Konzentration und natürlich das Tempo». Erfreulicherweise hat das Durchschnittstempo auf Schweizer Pisten in der Saison 2010/11 von 31 auf 26 km/h in der letzten Saison abgenommen. Dies zeigt die Auswertung der Suva-App «Slope Track», die in den letzten zwei Jahren von über 150 000 Schneesportlern genutzt wurde.
Durch Prävention Kosten senken

Gemäss der Studie «Sport Schweiz» des Observatoriums Sport und Bewegung Schweiz das im Auftrag des Bundesamtes für Sport erstellt wurde, fahren über zwei Millionen Menschen Ski oder Snowboard. Jährlich verunfallen davon durchschnittlich 66 000 Personen; davon sind 34 000 erwerbstätig und somit obligatorisch UVG-versichert. Diese 34 000 Unfälle verursachen pro Jahr Kosten von über 243 Millionen Franken. Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten schützende Faktoren beim Ski- und Snowboardfahren verstärken, damit Schneesportunfälle vermieden und Unfallkosten gesenkt werden können. Dies wiederum kommt den Versicherten in Form von tieferen Prämien zu gute. Weitere Informationen zur Schneesport-Präventionskampagne der Suva: www.suva.ch/schneesport  

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Barbara Senn, Unternehmenskommunikation
Tel. 041 419 54 76, barbara.senn@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3100 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 118000 Unternehmen bzw. 1,9Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4Mrd. Franken. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.