Suva-Weihnachtsspende zugunsten Menschen mit einer Hirnverletzung

Bereits zum vierzehnten Mal verzichten die Mitarbeitenden der Suva auf ein Weihnachtsgeschenk. Stattdessen wird der Betrag von 25 000 Franken an eine gemeinnützige Organisation gespendet – dieses Jahr darf sich die Stiftung pro integral in Sursee freuen.

Alle 32 Minuten erleidet ein Mensch in der Schweiz eine Hirnverletzung ‒ verursacht durch einen Schlaganfall, eine Entzündung, einen Unfall oder einen Tumor. In den meisten Fällen sind die Betroffenen danach langfristig auf Pflege und Förderung angewiesen. Die Suva kennt die einschneidenden Konsequenzen, die eine Hirnverletzung für einen Menschen und dessen Familie haben kann. Monatlich werden ihr rund 400 Unfälle mit einer Hirn- und/oder Schädelverletzung gemeldet. Deshalb geht die diesjährige Weihnachtsspende der Suva an eine Stiftung, die Menschen mit einer Hirnverletzung höchstmögliche Lebensqualität bietet: pro integral in Sursee. «Hilfe zur Selbsthilfe ist für pro integral kein abgedroschenes Wort», würdigt Remo Molinaro, Leiter der Agentur Zentralschweiz, das Engagement der Stiftung.

Karikative Geste anstatt Weihnachtsgeschenk

Der Check über 25 000 Franken ist am Mittwochabend, 19. Dezember, in der Agentur Zentralschweiz an pro integral übergeben worden. Anwesend waren auch rund 140 Mitarbeitende der Suva. «Auf ihre Initiative geht diese karikative Geste zurück», sagt Molinaro. 1998 wurde nämlich aufgrund von entsprechenden Rückmeldungen der Mitarbeitenden beschlossen, ab sofort auf ein Weihnachtsgeschenk zu verzichten und dafür eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen. Seither ging die Weihnachtsspende an verschiedene Hilfswerke in der ganzen Schweiz; dieses Jahr erstmals in den Kanton Luzern.

Neues Zentrum für Hirnverletzte

Die Schweizer Stiftung pro integral hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit einer Hirnverletzung zu unterstützen. «Derzeit bestehen in der Schweiz leider zu wenig Angebote im Langzeitbereich», bedauert Stiftungsratspräsident Michel Bätscher. Das Bundesamt für Statistik gehe von gut 400 Fällen pro Jahr aus, die Langzeitbetreuung benötigten. Demgegenüber, so Bätscher, stünden etwa 200 Langzeitplätze. «Aber diese Plätze sind auf Jahre hinaus belegt», weshalb es eben ein Pflege-, Wohn- und Beschäftigungszentrum für Menschen mit einer Hirnverletzung brauche. Für die Realisierung eines solchen Zentrums setzt sich pro integral ein. «Die Spende der Suva ermutigt uns sehr in unserem Engagement für Menschen mit einer Hirnverletzung», so Bätscher. Weitere Informationen über pro integral finden sich unter www.prointegral.ch  .

Bilder stehen zur Verfügung unter www.photopress.ch/image/Suva   

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Barbara Senn, Unternehmenskommunikation
Tel. 041 419 54 76, barbara.senn@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3100 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 118000 Unternehmen bzw. 1,9Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,4Mrd. Franken. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.