Militärversicherung: Weniger Unfälle und Krankheiten in der Armee - Kein Anstieg der Gesamtkosten

Die Militärversicherung hat ein sehr gutes Geschäftsjahr hinter sich: die Versicherungsleistungen konnten im 2012 weiter gesenkt werden. Trotz Steigerung der Versicherungsdeckung auf annähernd 10 Mio. Diensttage kam es nicht zu einem Anstieg der Gesamtkosten. Dies geht aus der von der Suva veröffentlichten Statistik 2012 der Militärversicherung hervor.

Die Militärversicherung hat ein erfreuliches Geschäftsjahr 2012 hinter sich: Die Versicherungsleistungen wurden auf CHF 195 Mio. gesenkt (Vorjahr CHF 197 Mio.). Mit CHF 21 Mio. fielen die Verwaltungskosten zwar leicht höher als im Vorjahr aus, sie blieben jedoch im budgetierten Rahmen. Obwohl die Militärversicherung annähernd 10 Mio. Diensttage versicherte, kam es nicht zu einem Anstieg der Gesamtkosten. Dies ist auf ein konsequentes Heilkosten- und Taggeldmanagement und auf generell sinkende Rentenzahlen zurückzuführen.

Zivildienst: mehr Diensttage und Fälle
Angestiegen sind jedoch die Diensttage im Zivildienst; ein Trend, der sich erstmals im Jahr 2010 abzuzeichnen begann. Im Jahr 2012 wurden annähernd 1,2 Mio. Diensttage geleistet, das sind über 30 Prozent mehr als noch 2010. Damit einher geht eine Zunahme an registrierten Unfällen und Krankheiten von Zivildienstleistenden auf 4213 Fälle (Vorjahr 4047 Fälle). Bei den Armeeangehörigen ist die Zahl der geleisteten Diensttage mit 6,3 Mio. Tagen gegenüber 6,2 Mio. Tagen im Vorjahr leicht angestiegen. Doch obwohl die Armeeangehörigen mehr Diensttage leisteten, ging die Zahl der registrierten Unfälle und Krankheiten von 24'805 Fälle auf 23'967 Fälle zurück.

Rückgang bei den Versicherungsleistungen
Rund 55 Prozent der Leistungen der Militärversicherung werden in Form von Renten ausgerichtet. Im Jahr 2012 waren dies rund CHF 107 Mio. von CHF 195 Mio. Damit wurden gegenüber 2011 gut CHF 4 Mio. weniger ausbezahlt, was auf die abnehmende Zahl der Rentenbezüger zurückzuführen ist. Einerseits scheiden viele Rentner durch Tod aus, andererseits werden durch ein konsequentes Case Management und erfolgreiche Eingliederung weniger Neurenten gesprochen.

Die Militärversicherung
Die Suva führt die Militärversicherung im Auftrag des Bundes. Versichert sind Personen, die im Rahmen von Sicherheits- und Friedensdiensten des Bundes Einsätze leisten (namentlich Militär-, Zivilschutz- und Zivildienstleistende; Teilnehmer an friedenserhaltenden Aktionen des Bundes; Angehörige des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe [SKH] sowie die Berufs- und Zeitmilitärs). Gegenstand der Militärversicherung sind Krankheiten und Unfälle. Versichert sind alle Schädigungen der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten, die während der Dienste und Einsätze auftreten oder auf den Dienst zurückzuführen sind. Die Militärversicherung wird durch den Bund, über Prämien- (aktive und pensionierte Berufsmilitärs und Zeitmilitärs) und Regresseinnahmen finanziert. Weitere Informationen zur Militärversicherung finden sich unter www.militärversicherung.ch.

Die Militärversicherungsstatistik
Auf Grund ihres Status als eigenständiger Zweig des schweizerischen Sozialversicherungssystems sind die Ergebnisse der Militärversicherung von öffentlichem Interesse. Diese werden jährlich publiziert. Die «Statistik der Militärversicherung» liefert umfassendes Zahlenmaterial zum Versicherungsbestand, zu den Schadenfällen und den Leistungen der Militärversicherung. Die Ausgabe 2013 der Statistik der Militärversicherung ist in Deutsch und Französisch erhältlich und kann gratis bestellt und heruntergeladen werden unter: www.suva.ch/waswo , Bestellnummer (4514.d).

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Barbara Senn, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, barbara.senn@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3000 Mitarbeitende. Sie ist ein selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts und versichert rund 115 000 Unternehmen bzw. 2 Mio. Berufstätige und Arbeitslose gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Die Suva generiert ein Prämienvolumen von rund 4,3 Mrd. Franken. Im Auftrag des Bundes führt sie seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.