Quellensteuerabrechnung per Mausklick an die Kantone

Im Rahmen des Forums swissdec 2013 in Bern ist am Donnerstag die erste elektronische Übermittlung der Quellensteuerabrechnung an die Kantone erfolgt. Rund 200 Kaderleute, Lohnsoftware-Hersteller und Lohndatenempfänger erlebten live, wie Bundesrat Johann Schneider-Ammann im Stade de Suisse den Startschuss für die KPMG AG gab, die Quellensteuerabrechnung erstmals per Mausklick an die Kantone zu übermitteln. Eine Verordnungsänderung sowie der Verein swissdec ermöglichen einen effizienten Vollzug der Quellensteuer und helfen Unternehmen, den Papierkrieg kleinzuhalten.

Seit sechs Jahren sorgt eine swissdec-geprüfte Lohnbuchhaltung dafür, dass die unterschiedlichen Lohndaten mit nur einem Mausklick sicher und mit hoher Qualität nach staatlicher Vorschrift übermittelt werden. «Unternehmen können mit dem Lohnstandard-CH (ELM), Version 4.0 bis zu 55 Stunden im Monat einsparen, weil sie Lohndaten für die AHV, die Suva, übrige Unfallversicherer, die Steuerämter oder das Bundesamt für Statistik nicht mehr einzeln erfassen müssen», sagt Ernst Stalder, Geschäftsführer der swissdec. Die swissdec geht nun einen Schritt weiter und demonstrierte im Rahmen des Forums swissdec 2013 in Bern die erste elektronische Übermittlung der Quellensteuerabrechnung an 26 Kantone. Dank einer Verordnungsänderung können Arbeitgebende in Zukunft die Quellensteuerabrechnung bei den Kantonen elektronisch einreichen (Medienmitteilung zur Verordnungsänderung: http://www.news.admin.ch(Link wird in einem neuen Fenster geöffnet) ). Die swissdec erteilt für diese technische Erweiterung des Lohnmeldeverfahrens den Lohnbuchhaltungsprogrammen von Softwareherstellern das entsprechende Zertifikat.

Viele Perspektiven - ein Ziel
Acht Referenten beleuchteten das Thema des Forums «swissdec öffnet neue Horizonte» aus wirtschaftlichen, technischen und marktbezogenen Blickwinkeln. Grösstes Ziel aller: Durch Innovationen im Lohnmeldeverfahren den administrativen Aufwand minimieren, um die Schweizer Wirtschaft zu stärken. «Wir wollen weniger Papierkrieg in unseren Unternehmen», sagt etwa Johann Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung. «Die administrative Entlastung der Unternehmen ist ein zentrales Anliegen der Politik des Bundesrates. Die swissdec übernimmt dabei eine wichtige Vorreiterrolle», betont Schneider-Ammann. Die Praxissicht demonstrierte Verena Wüthrich, Head Payroll der KPMG AG. Der enorme Aufwand der Quellensteuerdeklaration habe sie dazu bewogen, beim Projekt «Lohnstandard-CH Version 4.0 Quellensteuer» mitzuwirken. «Mit der swissdec-geprüften Lösung erreichen unsere Quellensteuerabrechnungen ab sofort alle Kantone auf einen Knopfdruck. Dadurch sparen wir pro Quartal einen ganzen Arbeitstag und einen Bundesordner voll Papier», sagt Wüthrich.

Gemeinsam die Wirtschaft stärken
Mitarbeitende der Kantone, Lohnsoftware-Hersteller, Unternehmer und swissdec-Entwickler bilden das Team des Projekts «Lohnstandard-CH Version 4.0 Quellensteuer». Mit der swissdec Entwicklungs-Philosophie und den beteiligten Personen ist es gelungen, unterschiedliche Prozesse im Lohnmeldeverfahren in eine Gesamtlösung einzubringen und zusammenzuschweissen. Nutzen Unternehmen die Innovationen im elektronischen Lohnmeldewesen, befreien sie sich vom Ärger des administrativen Aufwands und stärken gleichzeitig die Schweizer Wirtschaft.

Fotos zum Forum finden Sie ab 17.00 Uhr unter www.photopress.ch  .

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Ernst Stalder, Geschäftsführer swissdec
Tel. 041 419 55 38, ernst.stalder@suva.ch 
Mehr Informationen: www.swissdec.ch 

Dem Verein swissdec gehören die Suva, der Schweizerische Versicherungsverband, die eAHV/IV, die eidgenössische Steuerkonferenz und das Bundesamt für Statistik an. swissdec wurde 2007 gegründet. Präsidiert wird er von Ulrich Fricker, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Suva, die auch die Geschäftsstelle von swissdec führt.