FCL-Frauen spielen fairsten Fussball

Rund 45 000 Unfälle und Kosten in der Höhe von 160 Millionen Franken gehen jährlich auf das Konto von Amateurfussballerinnen und -fussballern in der Schweiz. Um faires Verhalten auf dem Spielfeld zu belohnen und die Zahl der Verletzten zu senken, zeichnen der Schweizerische Fussballverband und die Suva die zehn fairsten Fussballvereine aus. Dieses Jahr geht die Fairplay-Trophy an die Frauenteams des FC Luzern.

Wo harte Fouls, hitzige Diskussionen mit dem Schiedsrichter und respektloses Benehmen an der Tagesordnung sind, glänzten sie auf dem Spielfeld mit fairem Verhalten: Die Fussballerinnen des FC Luzern Frauen. Damit sind sie die klaren Siegerinnen der diesjährigen Fairplay-Trophy des Schweizerischen Fussballverbands und der Suva und erhielten am Freitag, 25. Oktober, einen Gutschein von 12 000 Franken, überreicht von Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld im Stade de Suisse in Bern.

Strafpunkte abarbeiten

«Fairplay ist eine Frage des Respekts und diesen Gedanken sollten Vereine fördern», sagt Hitzfeld. Dieser Meinung schliesst sich Marlena Bösch, Captain der 1. Mannschaft des FC Luzern Frauen an. «Unser Ziel ist es, den Gegner dank schönen Pässen und Toren zu besiegen und nicht mit überhartem Einsteigen oder Reklamationen beim Schiedsrichter.» Der letzte Strafpunkt, den das Fairplay-Gewinnerteam kassierte, ist deshalb schon eine Weile her. Wer aber mal eine gelbe Karte erhalte, erledige danach kleine Aufträge im Dienste des Teams, sagt Bösch – die Kabine putzen, Bälle pumpen oder Material versorgen. Diese Taktik scheint aufzugehen.


Hohe Kosten durch Unfälle

Doch nicht überall wird Fairness so gross geschrieben wie in der Innerschweiz. Unfaires Verhalten provoziert auf dem Spielfeld häufig auch Unfälle. 45 000 Unfälle gehen jährlich alleine auf das Konto der Spielerinnen und Spieler, die obligatorisch gegen Unfall versichert sind. Sie verursachen eine halbe Million Ausfalltage sowie Kosten von rund 160 Millionen Franken. Insgesamt kicken in der Schweiz 250 000 Lizenzierte und gegen 400 000 regelmässige Hobby-Spieler.

Um Fairness auf dem Spielfeld zu belohnen, geht die Fairplay-Trophy seit 2004 alljährlich an die zehn fairsten Fussballvereine der Schweiz. Berücksichtigt werden alle Clubs, die in der regionalen Aktiv-, Senioren- und Veteranenmeisterschaften spielen. Bewertungskriterien sind neben der Strafpunktzahl auch das Auftreten gegenüber Gegnern, Schiedsrichtern, Trainern und Funktionären. Regionale Fairplay-Verantwortliche bewerten die Teams nach einer einheitlichen Kriterienliste. Von insgesamt 754 klassifizierten Vereinen folgen auf den Plätzen zwei bis fünf der FC Goldstern, der FC Eschenbach, der FC Dietwil sowie der FC St. Gallen Frauen. Sie wurden mit Gutscheinen zwischen 11 000 und 8000 Franken belohnt.

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Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3200 Mitarbeitende. Als selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 120 000 Unternehmen bzw. 1,9 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.