Weniger Unfälle dank dem Fussballtest der Suva

Jedes Jahr registrieren die Unfallversicherungen rund 45 000 Fussballunfälle. Mit anderen Worten: Alle elf Minuten verletzt sich in der Schweiz ein Fussballspieler. Die Suva schaut nicht tatenlos zu und lancierte am 25. März 2014 eine neue Präventionskampagne. Im Zentrum steht der Fussballtest, der es jedem Fussballer ermöglicht, sein Verletzungsrisiko zu bestimmen und zu reduzieren. Alex Frei, Sportdirektor des FC Luzern und ehemaliger Nationalspieler, hat den Fussballtest der Suva als Erster ausprobiert.

Auf den Schweizer Fussballplätzen kommt es nicht nur zu spektakulären Toren, emotionalen Begegnungen und spannenden Zweikämpfen, sondern auch jährlich zu rund 45 000 Unfällen – so viele wie in keiner anderen Sportart. Für die Betroffenen ist dies vielfach mit Schmerzen und Untätigkeit verbunden, für die Unternehmen mit einer halben Million Ausfalltage, für die Versicherungen mit Kosten von rund 160 Millionen Franken. Die Suva arbeitet mit verschiedenen Partnern kontinuierlich daran, das Risikobewusstsein der Fussballer zu fördern und somit Unfälle zu verhindern. Hierzu lancierte der grösste Schweizer Unfallversicherer am 25. März 2014 eine breitangelegte Fussballkampagne. «Im Zentrum steht der Fussballtest – ein Onlinetool, mit dem jeder Spieler sein Verletzungsrisiko im Fussball selber bestimmen und reduzieren kann», sagt Philippe Gassmann, Kampagnenleiter bei der Suva.
Test ausfüllen und Verletzungsrisiko reduzieren
Und so funktioniert der Fussballtest der Suva: Die Spielerin oder der Spieler beantwortet 50 Fragen zu verschiedenen Themen wie Fairplay, Training, Lebensstil oder Ausrüstung. «Die insgesamt sieben Risikodimensionen sind einerseits aus Ergebnissen von wissenschaftlichen Untersuchungen entstanden, andererseits aus Expertenwissen verschiedener Institutionen wie zum Beispiel dem Schweizerischen Fussballverband», sagt Gassmann. Die Auswertung des Fragebogens zeigt auf, in welchen Bereichen der Spieler Verbesserungspotential hat und wie er sein Verletzungsrisiko reduzieren kann. Die Ratschläge werden mit Kurzvideos attraktiv vermittelt. Zudem gibt es zu jeder Dimension ein Factsheet mit Informationen und Tipps zur Verhütung von Unfällen. Weniger Unfälle im Fussball bedeuten weniger Kosten. Dies wiederum kommt den Versicherten der Suva in Form von tieferen Prämien zugute.
Alex Frei füllte den Fussballtest als Erster aus
Als Erster hat Alex Frei, Sportdirektor des FC Luzern und ehemaliger Nationalspieler, den Fussballtest der Suva ausgefüllt. «Eine Verletzung kann weitreichende Konsequenzen haben – ob als Profi- oder Amateurfussballer», sagt Frei. Umso wichtiger sei es, dass jeder Spieler sein Verletzungsrisiko kenne und daran arbeite. Die Auswertung des Fussballtests von Frei hat ergeben, dass der 34-Jährige in der Dimension Training noch immer vorbildlich abschneidet. Er trainiert strukturiert und wärmt sich auf – egal ob im Training oder vor einem Wettkampf. Ebenfalls sehr gute Resultate erzielte Frei in der Dimension Lebensstil, da er Fussballspielen und Alkoholtrinken auch als Seniorenfussballer strikt trennt. Bereits eine geringe Menge Alkohol im Blut kann die Reaktionsfähigkeit vermindern und schränkt die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit ein. Die Folge: Die Unfallgefahr steigt. In der Dimension Fairplay kann der Rekordtorschütze der Schweizer Nationalmannschaft sein Verletzungsrisiko noch senken, indem er im Zweikampf künftig nicht mehr für ein Tackling «zu Boden geht». Eine sogenannte Grätsche erhöht nicht nur das Verletzungsrisiko des Gegenspielers, sondern auch das eigene. «Zwar lebt der Fussball von einer angemessenen Härte und Emotionen, doch leichtfertig Verletzungen in Kauf nehmen möchten natürlich weder die Spieler noch der Verein», betont Frei. Ziel der Suva ist es, mit dem Fussballtest langfristig die Unfallzahlen zu senken. Damit künftig nicht mehr jährlich 45 000 Fussballspieler zum Zuschauen gezwungen werden!
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Barbara Senn, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, barbara.senn@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 3200 Mitarbeitende. Als selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 120 000 Unternehmen bzw. 1,9 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.