Die Sicherheits-Charta zeigt Wirkung

Pro Jahr verunfallen 181 500 Versicherte der Suva bei der Arbeit. Mit anderen Worten: 100 Unfallopfer pro Arbeitsstunde. Mit der Lancierung der Sicherheits-Charta vor rund drei Jahren hat sich die Suva zusammen mit den Sozialpartnern zum Ziel gesetzt, diese Zahlen zu senken. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen: Über 70 namhafte Vertreter der verschiedenen Sozialpartner trafen sich gestern in Bern an der Messe «ArbeitsSicherheit Schweiz 2014» zu einem ersten Erfahrungsaustausch.

Rund 20 grosse Verbände aus dem Bauhaupt- und dem Ausbaugewerbe, Gewerkschaften und Planer haben am 8. September 2011 in Zürich ihre Unterschrift unter die Sicherheits-Charta gesetzt. Sie haben sich dazu verpflichtet, bei Gefahr Stopp zu sagen, die Gefahr zu beheben und erst dann weiterzuarbeiten. Denn das Leben und die Gesundheit der Betroffenen haben absolute Priorität. Aus 20 Unterschriften wurden innerhalb von knapp drei Jahren rund 500 öffentliche Bekenntnisse, für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz zu sorgen. Die Unterzeichner sind nun Mitglieder der Sicherheits-Charta, die die Suva zum ersten Erfahrungsaustausch eingeladen hat. Die Diskussion darüber, wie gemeinsam am Arbeitsplatz menschliches Leid verhindert werden kann, fand am 26. Juni 2014 an der Messe «ArbeitsSicherheit Schweiz 2014» in der BernExpo statt.
Anzahl Mitglieder steigt stetig
Bei der Eröffnung des ersten Erfahrungsaustauschs zur Sicherheits-Charta dankte Ulrich Fricker, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Suva, allen Persönlichkeiten, die sich mit ihrer Unterschrift auf der Sicherheits-Charta dazu bekennen, sich aktiv bei der Umsetzung der «Vision 250 Leben» zu engagieren. Mit der Umsetzung der «Vision 250 Leben» will die Suva zwischen 2010 und 2020 die jährliche Anzahl tödlicher Berufsunfälle halbieren. Somit will sie 250 Leben bewahren und ebenso viele schwere Invaliditätsfälle verhindern. Dass die Sicherheits-Charta, ein entscheidendes Element der Vision, heute nach nur drei Jahren seit der Lancierung 500 Mitglieder über alle Branchen hinweg zählt, stimme die Suva zuversichtlich, in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern das Kampagnenziel zu erreichen. André Meier, Abteilungsleiter Arbeitssicherheit der Suva Luzern, betonte im Anschluss die Wichtigkeit, die branchenspezifischen lebenswichtigen Regeln der Suva konsequent einzuhalten und Marc Truffer, Abteilungsleiter Arbeitssicherheit der Suva Lausanne, zeigte sogleich anhand eines Beispiels auf, dass ein Arbeitsunfall tödlich enden kann, wenn auch nur eine Lebenswichtige Regel nicht eingehalten wird.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die anschliessende Podiumsdiskussion. Für Robert Krieger, CEO der PanGas AG, ist klar, dass Arbeitssicherheit Chefsache ist. Deshalb habe er persönlich die Sicherheits-Charta unterschrieben. Nico Lutz, Sektorleiter Bau der Gewerkschaft Unia, betonte: «Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz können nur gemeinsam mit den Arbeitnehmenden verbessert werden. Diese müssen von Betroffenen zu Beteiligten werden».
Gemeinsam 250 Leben retten
Die Sicherheits-Charta ist die Brücke zwischen der Kampagne «Vision 250 Leben» der Suva und den Lebenswichtigen Regeln. Gleichzeitig ist die Sicherheits-Charta ein öffentliches Bekenntnis aller Beteiligten dazu, dass die Lebenswichtigen Regeln der Suva oder eigene Sicherheitsregeln konsequent eingehalten und durchgesetzt werden. Mit der Umsetzung der «Vision 250 Leben» will die Suva zwischen 2010 und 2020 die jährliche Anzahl tödlicher Berufsunfälle halbieren. Somit will sie 250 Leben bewahren und ebenso viele schwere Invaliditätsfälle verhindern. Mitglieder, die die Sicherheits-Charta schon unterzeichnet haben, sind auf einer interaktiven Landkarte  zu finden. Alle, die noch nicht Mitglied sind, können sich über diese Webseite kostenlos anmelden und auf diese Weise zu mehr Sicherheit am Arbeitsplatz beitragen.

Den News-Video sowie Fotos zum Erfahrungsaustausch finden Sie unter www.photopress.ch .
Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
Serkan Isik, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 65 14, serkan.isik@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4000 Mitarbeitende. Als selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 121 000 Unternehmen bzw. 1,95 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.