Champion wird nur, wer unfallfrei arbeitet

Die Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills Bern 2014 sind in vollem Gange. Die Sicherheit spielt dabei eine grosse Rolle, denn die Unfallstatistik zeigt: Jugendliche verunfallen bei der Arbeit viel häufiger als andere Arbeitskräfte. Um Lernende und Berufsbildner für eine unfallfreie Lehrzeit zu unterstützen, hat die Suva vor rund einem Jahr die Kampagne «Sichere Lehrzeit» lanciert und weitet ihre Präventionsaktivitäten stetig aus. Als Präventionspartner der SwissSkills sensibilisiert sie vor Ort die Profis von morgen für das Thema Arbeitssicherheit.

Seit drei Tagen messen sich in Bern rund 1000 junge Berufstalente in über 70 Berufen mit den Besten ihres Fachs. Über 130 Berufe stellen sich vor. 200 000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet. Zu den wichtigsten Zielgruppen der Schweizer Berufsmeisterschaften gehören Lernende und Schülerinnen und Schüler im Berufswahlalter. Jahr für Jahr erleiden in der Schweiz rund 25 000 Lernende einen Berufsunfall, wovon durchschnittlich drei tödlich enden. Mit anderen Worten: Jährlich verunfallt jeder achte Lernende. «Erklären lassen sich die hohen Unfallzahlen etwa damit, dass Lernende die Gefahren am Arbeitsplatz noch zu wenig einschätzen können, noch keine systematische Arbeitsweise haben, teilweise ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen oder sich nicht getrauen, bei Unsicherheiten Fragen zu stellen», sagt André Meier, Abteilungsleiter Arbeitssicherheit bei der Suva. Um diesem Umstand entgegenzuwirken hat die Suva auf Lehrbeginn 2013 die Kampagne «Sichere Lehrzeit» lanciert. Seit einem Jahr führt sie die Kampagne in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen durch. In einem Punkt sind sich alle einig: Jugendliche müssen so früh wie möglich für eine unfallfreie Lehrzeit sensibilisiert werden. Es gilt, bei Gefahr und Unsicherheit Stopp zu sagen und die Situation mit den erfahrenen Mitarbeitenden zu klären.
Sicheres Arbeiten ist lernbar
Die Förderung von jungen Fachkräften ist auch bei der BKW AG Bestandteil der Geschäftsphilosophie. Zur Hauptattraktion des Auftritts der Suva an der SwissSkills gehört eine Zusammenarbeit mit dem Berner Energieleistungsunternehmen. Gemeinsam lassen sie Besucher eins zu eins erleben, dass Sicherheit lernbar ist. So nehmen Interessierte die Rolle eines Netzwerkelektrikers ein und klettern richtig ausgerüstet einen Strommast hoch. Dabei werden sie Schritt für Schritt sorgfältig eingeführt – wie es im richtigen Arbeitsleben für Lernende eben auch gilt. Mit dieser Aktion soll aufgezeigt werden, dass mit Sicherheitsregeln und einer gezielten Begleitung Unfallrisiken reduziert werden können, auch wenn eine berufliche Tätigkeit auf den ersten Blick gefährlich aussieht.
Gratis Starterkits für Lernende und Berufsbildner/Vorgesetzte
Für die Umsetzung der Kampagne «Sichere Lehrzeit» stellt die Suva kostenlos eine ganze Palette attraktiver Informations- und Einsatzmittel zur Verfügung. Diese sind in berufsspezifischen Dokumentenmappen zusammengestellt, den sogenannten Starterkits. Darin findet sich alles, womit die Lernenden für eine sichere Lehrzeit geschult und sensibilisiert werden können. «In der Ausbildung der Lernenden nehmen Berufsbildner und Vorgesetzte in Sachen Arbeitssicherheit eine Schlüsselrolle ein. Die Starterkits der Suva unterstützen sie, dieser Rolle gerecht zu werden», betont Raphael Ammann, Kampagnenleiter bei der Suva. Die «Starterkits» sind gratis und können online die Suva bestellt werden.

Die Kampagne «Sichere Lehrzeit» ist eingebettet in die «Vision 250 Leben». Mit der Umsetzung dieses Präventionsprogramms will die Suva zwischen 2010 und 2020 die jährliche Anzahl tödlicher Berufsunfälle halbieren und somit 250 Leben bewahren und ebenso viele schwere Invaliditätsfälle verhindern.

Den News-Video sowie Fotos zum Messeauftritt finden Sie unter www.photopress.ch .

Weitere Informationen  

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Serkan Isik, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 65 14, serkan.isik@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4000 Mitarbeitende. Als selbständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 121 000 Unternehmen bzw. 1,95 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.