Suva erzielt gute Anlageperformance von 7 0 Prozent

Die Suva hat im Geschäftsjahr 2014 eine gute Anlageperformance von 7,0 Prozent erzielt. Der finanzielle Deckungsgrad des Unternehmens stieg abermals und lag per Ende 2014 bei 134 Prozent. Damit ist die Suva sehr solide finanziert und alle langfristigen Verpflichtungen sind vollumfänglich gedeckt.

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Suva eine Anlageperformance erzielt, die deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegt. Die Gesamtperformance erreichte 7,0 Prozent. Zum erfreulichen Ergebnis haben fast alle Anlageklassen beigetragen, insbesondere Aktien, Obligationen, Immobilien, Hedge-Funds und Private Equity. Lediglich Anlagen in Schwellenländern, Gold und Rohstoffen haben das Bild getrübt. Die Anlagestrategie der Suva ist auf Langfristigkeit und breite Diversifikation ausgelegt. Etwa die Hälfte des Vermögens ist in festverzinslichen Papieren investiert, gut 20 Prozent in Aktien, und der verbleibende Teil in Immobilien, Gold und Alternativanlagen.

Finanzieller Deckungsgrad von 134 Prozent

Das Anlagevermögen der Suva stieg im Geschäftsjahr 2014 von 44,0 auf 46,2 Milliarden Franken. Dieses ist zweckgebunden: Es hat die gesetzlich vorgegebenen finanziellen Verpflichtungen der Suva gegenüber ihren Versicherten zu decken, insbesondere die rund 100 000 Renten. In guten Anlagejahren bildet die Suva zudem konsequent Wertschwankungsreserven. Die Renten bleiben auch bei einem allfälligen Einbruch der Finanzmärkte gesichert. Der finanzielle Deckungsgrad – das Verhältnis des Vermögens zu den Verpflichtungen – stieg von 128 Prozent im Vorjahr auf 134 Prozent per Ende 2014.

Vergleich mit den Pensionskassen

Die langfristig orientierte Anlagestrategie der Suva ist am ehesten vergleichbar mit denjenigen von Pensionskassen. Im langfristigen Vergleich seit 1.1.2000 hat die Suva eine kumulative Performance von 71,6 Prozent erzielt. Beim BVG 25 (2000/2005)-Index waren es 69,4 Prozent und beim CS-Pensionskassenindex 52,2 Prozent. Für das Jahr 2014 liegt die Performance der Suva mit 7,0 Prozent unter dem BVG 25 plus mit 9,6 Prozent und unter dem CS-Index mit 7,7 Prozent, einerseits wegen des höheren Anteils an Anlagen in Schwellenländern, Gold und Rohstoffen, andererseits aufgrund der vergleichsweise konservativeren Bewertung einzelner Anlageklassen (Immobilien und Darlehen).

Verantwortungsvolle Investorin

Nebst den finanziellen berücksichtigt die Suva auch ökologische, ethische und soziale Gesichtspunkte bei den Finanzanlagen. Normative Grundlage bilden die Schweizer Gesetzgebung sowie die zehn Grundprinzipien des UN Global Compact. Die Suva ist Unterzeichnerin der «United Nations Principles for Responsible Investments (UNPRI)» und Gründungsmitglied der Swiss Sustainable Finance (SSF) Initiative. Bei Direktanlagen übt die Suva zudem ihr Stimmrecht aktiv aus und wird ihr Abstimmungsverhalten ab Februar dieses Jahres auf ihrer Internetseite kommunizieren.

Folgen des SNB-Entscheides

Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) per 15. Januar 2015, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, und die nachfolgende Reaktion an den Devisen- und Aktienmärkten hat dank bestehender Währungsabsicherungen einen Einfluss von weniger als –3 Prozent auf die bisherige Performance im Jahr 2015 gehabt. Der Deckungsgrad liegt weiterhin über 131 Prozent. Die mittel- und längerfristigen Aussichten für die Kapitalerträge haben sich wegen der Negativzinsen jedoch nochmals deutlich reduziert.

Detaillierte Angaben zum Geschäftsjahr 2014 präsentiert die Suva an ihrer Bilanzmedienkonferenz vom 12. Juni 2015 in Luzern.

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Takashi Sugimoto, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 56 23, takashi.sugimoto@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4000 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 121 000 Unternehmen bzw. 1,95 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.