Zehn Jahre Führung der Militärversicherung durch die Suva: «Die Militärversicherung ist mehr als eine Versicherung»

2005 wurde die Führung der Militärversicherung vom Bund an die Suva übertragen. Das Jubiläum wurde heute Nachmittag in Bern gebührend gefeiert: Armeechef André Blattmann und weitere namhafte Gäste unterstrichen mit ihren Auftritten die Bedeutung der Militärversicherung.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung sowie Vertreterinnen und Vertreter der Versichertengruppen und der Suva trafen sich heute im Berner Rathaus, um einen runden Geburtstag zu feiern: Vor genau zehn Jahren hat die Suva die Führung der Militärversicherung (MV) vom Bund übernommen. Heute sind rund 100 Mitarbeitende der Suva in vier Agenturen und am Hauptsitz in Bern für die Versicherten tätig.

Erwartungen mehr als erfüllt

Für Stefan A. Dettwiler, Leiter der Militärversicherung, fällt die Bilanz nach zehn Jahren positiv aus: «Trotz gestiegener Fallzahlen erhöhten sich die Versicherungsleistungen nicht. Bei den Verwaltungskosten sparte die Suva gar über 25 Prozent ein und übertraf damit die Erwartungen des Bundes.» Die Effizienz der Militärversicherung erwähnte auch Felix Weber, Leiter Versicherungsleistungen und designierter CEO der Suva. Wer die Leistungen der Militärversicherung genauer betrachte, stelle fest, dass diese «mehr als eine Versicherung» sei und deshalb bestens zur Suva passe. «Die Militärversicherung hat die Geschichte und das System der Sozialversicherungen in der Schweiz geprägt – auch im Zusammenspiel mit der Unfallversicherung», so Weber. Als ehemaligen Hauptmann freue es ihn zudem besonders zu sehen, wie stark sich die Mitarbeitenden trotz des Wechsels zur Suva weiterhin mit ihrem wichtigsten Kunden, der Schweizer Armee, identifizieren.

Armeechef lobt unbürokratische Zusammenarbeit

Armeechef André Blattmann lobte bei seiner Grussrede seinerseits die «gute und lösungsorientierte» Zusammenarbeit zwischen der Suva und den Versichertengruppen: «Unsere Milizsoldaten wissen, dass sie und ihre Familien gut versichert sind und zählen darauf, dass ihnen bei einem Unfall oder einem ähnlichen Ereignis rasch, unbürokratisch und einfühlsam geholfen wird.»

Nebst weiteren Grussbotschaften von Dr. med. Andreas Stettbacher (Oberfeldarzt), Fredy Keller (Kommandant Swissint), Christoph Hartmann (Leiter Zivildienst) und Patrick Garazi (Leiter Suva Genf) stiess bei den Gästen auch ein Info-Parcours zur Militärversicherung auf reges Interesse. Dieser bot einen spannenden Einblick in das Leben der Militärversicherung und deren Versichertengruppen. Abgerundet wurde die Veranstaltung im Berner Rathaus durch einen Apéro riche – und damit ganz so, wie es sich für einen runden Geburtstag gehört.

Die Militärversicherung

Die Suva führt die Militärversicherung im Auftrag des Bundes. Versichert sind Personen, die im Rahmen von Sicherheits- und Friedensdiensten des Bundes Einsätze leisten (namentlich Militär-, Zivilschutz- und Zivildienstleistende; Teilnehmende an friedenserhaltenden Aktionen des Bundes; Angehörige des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe [SKH] sowie die Berufs- und Zeitmilitärs). Gegenstand der Militärversicherung sind Krankheiten und Unfälle. Versichert sind alle Schädigungen der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit der Versicherten, die während der Dienste und Einsätze auftreten oder auf diese zurückzuführen sind. Die Militärversicherung wird durch den Bund sowie über Prämien- (aktive und pensionierte Berufsmilitärs und Zeitmilitärs) und Regresseinnahmen finanziert. Weitere Informationen zur Militärversicherung finden sich unter www.militärversicherung.ch .

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Daniel Schriber, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 55 32, medien@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4100 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 123 000 Unternehmen bzw. 1,97 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.