Cup-Platz für fairsten Schweizer Fussballverein

Die Männer vom FC Lungern und die Frauen vom FC Weinfelden-Bürglen haben in der Saison 2014/15 am fairsten Fussball gespielt. Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg überreichte den beiden Teams am Mittwoch, 26. August, die Fairplay-Trophy. Ab sofort lohnt sich fair spielen doppelt: Der Gewinner der Fairplay-Trophy 2015/16 qualifiziert sich direkt für die Hauptrunde des Würth Schweizer Cups.

Rund 45 000 Unfälle und Kosten in der Höhe von 160 Millionen Franken gehen jährlich auf das Konto von Amateurfussballerinnen und -fussballern in der Schweiz. Um faires Verhalten auf dem Spielfeld zu belohnen und die Zahl der Verletzten zu senken, zeichnen der Schweizerische Fussballverband und die Suva die fairsten Fussballvereine aus. In diesem Jahr sind dies die Männer vom FC Lungern aus Obwalden und die Frauen vom FC Weinfelden-Bürglen aus dem Thurgau. Sie haben am Mittwochabend, 26. August, im Stade de Suisse in Bern einen Einkaufsgutschein von Athleticum erhalten, überreicht von Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg. «Bei mir steht immer der Mensch im Zentrum. Darum ist es selbstverständlich, dass ich Werte wie Fairplay auf allen Stufen fordere und fördere», so Voss-Tecklenburg, die mit dem Schweizer Nationalteam der Frauen an der Weltmeisterschaft in Kanada bis in die Achtelfinals vorgestossen ist und im Frühjahr 2016 um einen Platz im Olympia-Turnier 2016 spielt.

Wildcard für den Cup

Ab sofort lohnt sich faires Verhalten auf dem Fussballfeld doppelt: Der Gewinner der Fairplay-Trophy der Saison 2015/16 qualifiziert sich neu direkt für die Hauptrunde des Würth Schweizer Cups – und bekommt so die Chance, gegen einen der ganz Grossen des Schweizer Fussballs zu spielen. «Hoffentlich ein zusätzlicher Anreiz, um sich beim Fussballspielen fair zu verhalten und so Unfälle zu vermeiden», sagt Philippe Gassmann, Kampagnenleiter Fussball bei der Suva. Sinkende Unfallzahlen bedeuten weniger Kosten, was wiederum den Versicherten der Suva in Form von tieferen Prämien zugutekommt.

Fairness in den Vereinen

Um Fairness auf dem Spielfeld zu belohnen, geht die Fairplay-Trophy seit 2004 alljährlich an die fairsten Fussballvereine der Schweiz. Dieses Jahr haben 768 klassifizierte Vereine an der Fairplay-Trophy teilgenommen. Berücksichtigt werden dabei alle Clubs, die in den regionalen Aktiv-, Senioren- und Veteranenmeisterschaften und im Frauenfussball spielen. In der Kategorie der Männer folgen auf den Plätzen zwei und drei der Lancy-Fraisiers FC (Genf) und der FC Grünstern (Bern). Bei den Frauen haben sich der FC Kerzers (Freiburg) den zweiten und der FC Brig-Glis (Wallis) den dritten Platz gesichert.

Die Rangliste der Fairplay-Trophy steht zur Verfügung unter www.football_rangliste.ch  und Bilder der Übergabe mit Martina Voss-Tecklenburg unter www.photopress.ch/image/Suva .

Fairplay auf dem Fussballfeld – so geht’s:
  • Vermeiden Sie es, im Zweikampf für ein Tackling (eine Grätsche) «zu Boden zu gehen».
  • Spielen Sie fair und respektieren Sie Ihre Gegenspieler. Gefährden Sie ihre Gesundheit nicht mit rücksichtslosem Einsteigen.
  • Halten Sie sich an die Regeln.
  • Behandeln Sie Ihre Gegenspieler so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Bewahren Sie einen kühlen Kopf, auch in spielentscheidenden Situationen.
  • Setzen Sie Ihre Gesundheit nicht für einen Sieg aufs Spiel.
Auskünfte an Medienschaffende erteilen:
Suva

Barbara Senn, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, barbara.senn@suva.ch 

Schweizerischer Fussballverband

Marco von Ah, Leiter Kommunikation,
Tel. 031 950 81 97, vonah.marco@football.ch 
Mehr Informationen: www.football.ch  

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4100 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 123 000 Unternehmen bzw. 1,97 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) ist die Dachorganisation der Schweizer Fussballvereine. Er wurde 1895 gegründet und gehörte 1904 zu den sieben Landesverbänden, die den Weltfussballverband FIFA ins Leben riefen. Heute ist der SFV der wohl bedeutendste Sportverband des Landes. Der SFV gliedert sich in drei Abteilungen und zählt 1431 Vereine und 13 811 Mannschaften mit insgesamt 250 779 Spielerinnen und Spielern. Sitz des Verbandes ist das Haus des Schweizer Fussballs in Muri, Zentralpräsident ist seit dem 13. Juni 2009 Peter Gilliéron.