Schneesportunfälle werden immer teurer

Die Kosten für Schneesportunfälle sind seit der Jahrtausendwende um 66 Prozent gestiegen. Ein Grund dafür ist, dass häufiger ältere Personen verunfallen. Das zeigen neueste Auswertungen der Suva.

Seit der Jahrtausendwende haben die Kosten der Schneesportunfälle um 66 Prozent auf 298 Millionen Franken im Jahr 2013 zugenommen. Die Unfallversicherungen der Schweiz haben knapp 36 800 Schneesportunfälle registriert. Im Vergleich zu früher verunfallen häufiger ältere Personen: War im Jahr 2000 noch knapp die Hälfte der Verunfallten 35 Jahre oder älter, waren es 2013 bereits rund 60 Prozent. Ältere Schneesportler haben höhere Heilkosten, da sie anfälliger für Knochenbrüche und Mehrfachverletzungen sind. Gleichzeitig beziehen sie höhere Taggelder, weil sie oft mehr verdienen als jüngere Sportler. Die steigenden Gesundheitskosten und höhere Löhne sind weitere Faktoren für die Kostenzunahme.
Unfallprävention mit dem Smartphone
Viele Unfälle passieren, weil Schneesportler ihren Bremsweg nicht richtig einschätzen. Nützlich ist hier die App «Slope Track » der Suva. Sie zeichnet die zurückgelegte Abfahrt auf und unterstützt Skifahrer wie Snowboarder mit Tipps für sicheres Verhalten auf der Piste. «Mit der App kann jeder seine Pistenfahrt reflektieren und damit einen Beitrag für sicheren Schneesport leisten», sagt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva. Neu enthält «Slope Track» die FIS-, Snowpark- und Snowboard-Regeln. Ein bei allen Altersgruppen beliebter Teil in der App sind die Aufwärmtipps.
Einstimmen – aufwärmen – einfahren

Wer sich vor der ersten Fahrt auf der Piste aufwärmt, beugt Verletzungen vor. 13 Kurzvideos zeigen in der App «Slope Track» verschiedene Übungen und Spiele zum Aufwärmen – alleine, zu zweit oder in der Gruppe. «Genauso wichtig wie das Aufwärmen ist das Einstimmen. Die Aufmerksamkeit muss noch vor der ersten Fahrt aufs Skifahren und Snowboarden gelenkt werden», sagt Aegerter. Weiter empfiehlt er, gemütlich in den Schneesporttag zu starten, um die Schneeverhältnisse und die eigene Tagesform kennenzulernen.

Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten schützende Faktoren beim Ski- und Snowboardfahren verstärken, damit weniger Unfälle passieren. Weniger Unfälle bedeuten weniger Leid und weniger Kosten. Letzteres wiederum kommt den Versicherten der Suva zugute, vor allem in Form von tieferen Prämien. Weitere Informationen zur Schneesport-Präventionskampagne der Suva unter www.suva.ch/schneesport .

Ein News-Video zum Thema «Einstimmen – aufwärmen – einfahren» ist hier verfügbar: www.photopress.ch .

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Barbara Senn, Unternehmenskommunikation,
Tel. 041 419 54 76, barbara.senn@suva.ch 

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4100 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 123 000 Unternehmen bzw. 1,97 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.