Gegen den Papierkrieg: Start zur «Swissdec Kampagne 2016+»

In Bern trafen sich rund 200 Softwarehersteller und Lohndatenempfänger am 9. Swissdec-Forum. Der Anlass von Swissdec, dem Verein zur digitalen Lohndatenübermittlung, stand unter dem Motto «Fokus digital» und markierte den Start zur «Swissdec Kampagne 2016+».

Swissdec hat im Rahmen ihres 9. Forums in Bern am 1. Juni 2016 ihr wichtigstes Projekt des laufenden Jahres lanciert: die «Swissdec Kampagne 2016+». Sie soll dazu beitragen, die weitere Verbreitung des «Lohnstandards-CH» voranzutreiben. Um sich über die neue Kampagne zu informieren reisten rund 200 Softwarehersteller und Lohndatenempfänger ans Forum. Sie erhielten Gelegenheit, Erfahrungen über den aktuellen Lohnstandard-CH (ELM), Version 4.0 auszutauschen und erhielten Inputs über die digitalen Herausforderungen.

KMUs im Visier

Die neue «Swissdec Kampagne 2016+» richtet sich gezielt an KMUs. Gerade Unternehmen mit bis zu zehn Angestellten haben oft keine eigene Buchhaltung. Für sie bedeutet die Übermittlung der Lohndaten an die verschiedenen Behörden und Unfallversicherer ein beträchtlicher Aufwand. «Bei diesen Betrieben besteht heute auch eine grosse Bereitschaft für eine digitale Lösung», sagt Ernst Stalder, Swissdec-Geschäftsführer. Hier setzt die Kampagne an. Swissdec will die KMUs vom Vorteil überzeugen, auf die elektronische Lohndatenmeldung (ELM) umzusteigen. Bereits heute sparen Unternehmen in der Schweiz durch ein Swissdec-zertifiziertes Lohnprogramm jährlich mehrere hundert Millionen Franken. «Die neue Kampagne soll KMUs gezielt und klar über diese Vorteile informieren.» Hierzu hat der Verein die «Swissdec Kampagne 2016+» lanciert: Damit die verschiedenen Stakeholder einheitlicher kommunizieren. Denn der Verein Swissdec ist vielschichtig organisiert und hat mit komplexen Anspruchsgruppen zu tun.

Grosses Wachstum

Swissdec-zertifizierte Software ermöglicht die einfache, sichere und effiziente Übermittlung von Lohndaten an die verschiedenen Lohndatenempfänger wie Steuerverwaltung, Unfallversicherer oder Ausgleichskassen. Die neu zertifizierte Version 4.0 integriert auch die Quellensteuer. Die Zahlen von Swissdec zeigen, dass immer mehr Betriebe auf die digitale Übermittlung umsteigen. Übermittelten im ersten Halbjahr 2014 noch 5400 Betriebe die Quellensteuer mit einer Swissdec-zertifizierten Software, waren es ein Jahr später bereits 15 000. Auch erfolgten vom 1. April 2015 bis Ende März 2016 bereits 85 000 Lohnmeldungen. In der Vergleichsperiode im Vorjahr waren es noch 65 000.

Breit abgestützt

Swissdec ist ein nicht gewinnorientierter Verein und gleichzeitig ein Qualitätsstandard für Buchhaltungsprogramme. Zu den Mitgliedern gehören neben dem Bundesamt für Statistik auch eAHV/IV, der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) und die Schweizerische Steuerkonferenz. Auch die Unfallversicherung Suva gehört dem Verein an und führt seine Geschäftsstelle.

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Ernst Stalder, Geschäftsführer Swissdec
Tél. 041 419 55 38,

ernst.stalder@suva.ch 


Mehr Informationen:

www.swissdec.ch  

Swissdec setzt sich in der Schweiz für eine effiziente Lohnbuchhaltung ein. Der nicht gewinnorientierte Verein fördert eine möglichst einfache und sichere Lohndatenübermittlung, unterstützt dabei Software-Hersteller und zertifiziert entsprechende Systeme.

Träger von Swissdec sind die Suva, der Schweiz. Versicherungsverband, das Bundesamt für Statistik, eAHV/IV und die Schweiz. Steuerkonferenz. Swissdec ist ausgezeichnet mit dem Datenschutzgütesiegel GoodPriv@cy® der schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme (SQS) und versteht sich als Qualitätslabel für Lohnbuchhaltungen.