Verletzungsrisiko steigt vor EM-Finalspiel

In den vergangenen Wochen war Fussballschauen die Hauptbeschäftigung von vielen Schweizerinnen und Schweizern. Um selber zu kicken, blieb kaum Zeit. Die Folge: weniger Fussballunfälle.

Eine Auswertung von Zahlen aus den Jahren 2004 bis 2014 zeigt jedoch, dass sich das Blatt vor den Finalspielen üblicherweise wendet. In dieser spielfreien Zeit nehmen in der Schweiz die Fussballunfälle massiv zu. Bis Mitte Juli passieren in EM- und WM-Jahren rund 20 Prozent mehr Unfälle als in den vergleichbaren Perioden ohne Fussball-Grossanlass. Bei den Männern unter 30 Jahren sind es sogar rund 30 Prozent mehr Fussballunfälle.

Damit in den kommenden Tagen die Unfallzahlen nicht nach oben schnellen, gilt es folgende Tipps zu berücksichtigen:

  • Nehmen Sie sich Zeit für ein seriöses Aufwärmen.
  • Tragen Sie beim Fussballspielen immer Schienbeinschoner.
  • Joggingschuhe und Freizeitschuhe eignen sich nicht zum Fussballspielen.
  • Halten Sie die Fairplay-Regeln ein und vermeiden Sie rücksichtsloses Einsteigen.
  • Respektieren Sie Ihre Gegenspieler und gefährden Sie nicht deren Gesundheit.

Möchten Sie wissen, in welchen Bereichen Ihr Verletzungsrisiko besonders hoch ist? Mit dem Fussballtest der Suva können Sie es herausfinden: www.suva.ch/fussballtest .

  • Barbara Senn

    Mediensprecherin

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 127 000 Unternehmen bzw. 1,98 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.