1,5 Millionen Franken vor der «Znüni-Pause»

Unfälle der Versicherten der Suva verursachen jeden Tag Kosten in Höhe von 8,5 Millionen Franken. Kostspielig ist vor allem die zweite Tageshälfte, mehrheitlich mit Freizeitunfällen.

Bevor um 9 Uhr die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Schweiz traditionell in die «Znüni-Pause» gehen, haben Unfälle von Versicherten der Suva neben menschlichem Leid bereits Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Franken verursacht. Jeden Tag. Bis zum Mittag erhöht sich die Schadensumme auf fast 3,5 Millionen Franken. Alleine in der Stunde von 10 bis 11 Uhr kommen 700 000 Franken hinzu. Die teuerste Stunde folgt ab 14 Uhr. Fast 800 000 Franken fallen alleine in dieser Zeit an. Bis um Mitternacht kumulieren sich die Unfallkosten auf 8,5 Millionen Franken. Bei diesen Beträgen handelt es sich um Durchschnittswerte pro Tag. Sie umfassen Heil-, Taggeld- und Rentenkosten aller Unfälle der Versicherten der Suva. Wenn man die Schadensumme von 8,5 Millionen Franken pro Tag gleichmässig auf 24 Stunden verteilt, entspricht das 350 000 Franken pro Stunde, 6000 Franken pro Minute oder 100 Franken pro Sekunde.

In der Summe gleichauf

Auffällig ist, dass die Schadensumme pro Tag mit 8,5 Millionen Franken während der Woche nur wenig von den verursachten Kosten am Wochenende mit 8,2 Millionen abweicht. Grosse Unterschiede gibt es bezüglich Freizeit- und Berufsunfällen: Am Wochenende machen die Freizeitunfälle 93 Prozent der Kosten aus, während der Woche 51 Prozent. Auch an Wochentagen von 8 bis 17 Uhr entfällt ein Drittel der Kosten auf Freizeitunfälle. Abweichungen gibt es zudem im Tagesverlauf. Während sich am Wochenende bis 6 Uhr bereits fast 10 Prozent der Kosten angesammelt haben und über 63 Prozent nach dem Mittag anfallen, sind es während der Woche nur 4 Prozent bis 6 Uhr und 58 Prozent nach dem Mittag.

Prävention wirkt jetzt und für alle

Unfälle kosten. Mit der aktuellen Kampagne will die Suva für den direkten Zusammenhang von Unfällen und Prämien sensibilisieren. Denn jeder verhinderte Unfall bedeutet weniger persönliches Leid. Es heisst aber auch weniger Kosten für das ganze Versicherungskollektiv. Jeder Fall zählt. Denn ein schwerer Unfall verursacht neben menschlichem Leid nicht nur Heil- und Taggeldkosten, sondern im schlimmsten Fall auch Rentenkosten. Diese werden im Jahr der Rentensprechung zurückgestellt. Das heisst, die Kosten fallen für die Versicherten in diesem Jahr an. Und die Kosten für eine einzige lebenslange Rente können 1 Million Franken übersteigen.

Auskünfte an Medienschaffende erteilt:
  • Takashi Sugimoto

    Mediensprecher

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 127 000 Unternehmen bzw. 1,98 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Verwaltungsrat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.