Grümpelturniere – Spiellust statt Verletzungsfrust

Grümpelturniere locken von Mai bis Juni viele Fussballerinnen und Fussballer auf den Rasen. Die Lust am runden Leder kann aber schnell zum Frust werden. Denn, gerade in diesen zwei Monaten passieren am meisten Unfälle. Damit für Grümpi-Kicker der Spass nicht mit einer Verletzung endet, unterstützt die Suva die Organisatoren mit einem Präventionsset.

Jedes Jahr registrieren die Unfallversicherungen 45 000 Fussballunfälle. Die meisten dieser Unfälle geschehen in den Monaten Mai und Juni. «Übers ganze Jahr betrachtet passieren im Vereinsfussball mehr Unfälle als bei Grümpelturnieren, weil dort länger und öfters gekickt wird. Die Zunahme an Unfällen im Mai und Juni ist mehrheitlich auf die beliebten Grümpelturniere zurückzuführen», sagt Philippe Gassmann, Kampagnenleiter Fussball bei der Suva. Rund 150 000 fussballaffine Frauen und Männer zeigen jährlich ihr spielerisches Können an einem Grümpelturnier – einige von ihnen sind Aktive, andere Plausch-Kicker. Sie alle wollen Spass haben mit einem Fussball-Event unter Freunden. Damit das Grümpelturnier nicht unnötig zum Verletzungsfrust wird, gilt es einige Regeln einzuhalten.

Schuhwahl, Fairplay und Aufwärmen

Viele Unfälle an Grümpelturnieren könnten bereits mit der richtigen Schuhwahl vermieden werden. «Joggingschuhe und normale Freizeitschuhe eignen sich gar nicht zum Fussballspielen», stellt Gassmann klar. Weiter rät er, Schienbeinschoner auch an einem Grümpelturnier zu tragen – am besten jene mit Knöchelschutz. Dass dies nicht an allen Grümpelturnieren üblich ist, zeigt sich in den Verletzungsarten: Mehr als die Hälfte der Verletzungen an Grümpelturnieren betreffen das Knie- oder Fussgelenk.

Die Stimmung an Grümpelturnieren ist im Vergleich mit dem Vereinsfussball deutlich entspannter, trotzdem kommt es auch hier zu Fouls. «Rücksichtsloses Einsteigen ist im Fussball immer unnötig. Auch wer fair spielt, kann siegen. Positives Ergebnis daraus: Geringeres Risiko wegen einer Verletzung länger auszufallen oder schlimmer, gar nie mehr Fussball spielen zu können», bekräftigt Gassmann.

Weiter empfiehlt die Suva, dass die Teilnehmenden an einem Grümpelturnier im Vorfeld regelmässig trainieren und sich vor jedem Spiel aufwärmen.

Weniger Unfälle, weniger Kosten

Um die Unfallzahlen zu senken, unterstützt die Suva jedes Jahr 200 Grümpel- und Firmenfussballturniere schweizweit mit einem Präventionsset. Die Organisatoren erhalten einerseits Plakate als Sensibilisierung zum Fairplay, aber auch Schienbeinschoner, Stulpen und Überzieher. Dank der Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) werden die Grümpelturniere zudem von offiziellen Schiedsrichtern geleitet, deren Erfahrung zu mehr Fairplay verhilft. Seit Beginn der Aktion «Sicherheit an Grümpelturnieren» im Jahre 1999 ist das Unfallrisiko an den unterstützten Turnieren markant gesunken. Vor dem Kampagnenstart wurden 15 Unfälle auf 1000 Grümpelturnierteilnehmer registriert. Heute sind es nur noch rund 3,5 Unfälle. Sinkende Unfallzahlen bedeuten weniger Kosten, was wiederum den versicherten Betrieben der Suva in Form von tieferen Prämien zugutekommt. Mehr Infos unter

www.suva.ch/fussball 

  

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Mehr als die Hälfte der Verletzungen an Grümpelturnieren betreffen das Knie- oder Fussgelenk.
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Rücksichtsloses Einsteigen ist im Fussball immer unnötig. Auch wer fair spielt, kann siegen.
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Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 127 000 Unternehmen bzw. 1,98 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.