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Gemeinsam für eine rasche Wiedereingliederung

Schaffhauser Wirtschaftsverbände, Ärzteschaften, der regionale Baumeisterverband sowie die Suva und die SVA Schaffhausen haben ein gemeinsames Ziel: Arbeitsunfähige Menschen sollen nach Möglichkeit rasch an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Auf Initiative der Suva äussern die Akteure ihren Willen in einer Absichtserklärung, die rasche und gesicherte Wiedereingliederung von Erkrankten oder Verunfallten in den Arbeitsprozess zu fördern.

Es geht um kleine Schritte im Alltag, die in der Summe eine grosse Wirkung haben. Im Kanton Schaffhausen spannen Firmen, Verbände, Sozialversicherer und Ärzte zusammen, damit verunfallte oder kranke Arbeitnehmer möglichst schnell wieder arbeitsfähig werden. Denn: Studien belegen, dass die Eingliederungschancen nach sechsmonatiger Arbeitsunfähigkeit um die Hälfte sinken. Deshalb ist es entscheidend, dass sich Familien, Freunde, Ärzte, Versicherungen, Arbeitskollegen und Vorgesetzte so früh wie es nur geht dafür einsetzen, dass arbeitsunfähige Personen nach Möglichkeit rasch wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren können.

Durch eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen dem Schaffhauser Gewerbeverband, der Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schafhausen IVS, der Schaffhauser Ärztegesellschaft, dem Schaffhauser Verein für Hausarztmedizin, dem Baumeisterverband Schaffhausen Weinland sowie der Suva Winterthur und der Invalidenversicherung SVA Schaffhausen sollen die Dauer der Arbeitsausfälle und Gesundheitskosten reduziert werden. Anlässlich einer Veranstaltung der IVS unterschrieben die Projektbeteiligten eine entsprechende Absichtserklärung.

Entscheidend ist die Kommunikation untereinander

Eine Arbeitsunfähigkeit stellt die Arbeitgeber, die behandelnden Ärzte sowie die zuständige Sozialversicherung vor Herausforderungen. Während der Arbeitgeber möglichst transparente Informationen über die Rückkehr des Verunfallten erwartet, fehlen den behandelnden Ärzten für die Festlegung der Arbeitsunfähigkeit oft die notwendigen Kenntnisse über den Arbeitsplatz des Patienten. «Wenn allerdings Arbeitgeber und Ärzte gezielt kommunizieren, kann sich die Abwesenheit eines Arbeitnehmenden verkürzen», ist Dr. Paul Bösch, Präsident Kantonale Ärztegesellschaft Schaffhausen, überzeugt. Denn die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit setze voraus, dass der Arzt die konkrete Arbeitsplatzsituation des Patienten kenne, über Wiedereingliederungsangebote des Arbeitgebers informiert sei und wisse, welche Schonarbeitsplätze das Unternehmen anbiete. Für Bruno Bischof Leiter der SVA Schaffhausen ist das Zusammenwirken von Ärzten und Arbeitgebern und ein rechtzeitiger Einbezug der IV zentral: «Die Invalidenversicherung ist eine Eingliederungsversicherung und unterstützt die Arbeitgeber unkompliziert von Anfang an.» Daniel Vogel, Agenturleiter Suva Winterthur betont zudem: «Arbeitgeber müssen ihre Ressourcen planen können. Verunfallte brauchen eine motivierende berufliche Perspektive. Auch deshalb braucht es diese Zusammenarbeit.»

Grundsätze bilden den Rahmen der Zusammenarbeit

«Um Informationslücken zu schliessen und die Kommunikation unter den Ärzten, den Arbeitgebern und den Sozialversicherungen zu gewährleisten, haben wir in partnerschaftlicher Zusammenarbeit Grundsätze und ein Merkblatt zur Arbeitsunfähigkeit erarbeitet», sagt Daniel Vogel, Agenturleiter der Suva Winterthur. Die Unterlagen thematisieren die Schwerpunkte der Zusammenarbeit. So wird unter anderem im Detail definiert, welche Informationen auf einem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vorhanden sein sollen, wie die Arbeitsunfähigkeit in der Praxis festgesetzt wird oder auf welche zusätzlichen Informationen zum Arbeitsunfähigkeitszeugnis der Arbeitgeber Anspruch hat. «Mit unseren Unterschriften bekunden wir alle unseren Willen, die erarbeiteten Grundsätze bei der täglichen Arbeit einzuhalten. Wir erhoffen uns, dass so potentielle Missverständnisse erst gar nicht entstehen und wir es in partnerschaftlicher Zusammenarbeit schaffen werden, Ausfalltage zu reduzieren», sagt Nicole Egger, Mitglied Bildungs- und Personalkommission des IVS.

vl.n.r: Dr. Paul Bösch, Präsident Kantonale Ärztegesellschaft Schaffhausen, Christoph Stillhard, Mitglied Bildungs- und Personalkommission IVS Schaffhausen, Nicole Egger, Mitglied Bildungs- und Personalkommission IVS Schaffhausen, Daniel Michel, Leiter Versicherungsleistungen Suva Winterthur, Dr. iur. Daniel Vogel, Agenturleiter Suva Winterthur. Zusammenarbeit, Kantone, Ärzteschaft

v.l.n.r: Dr. Paul Bösch, Präsident Kantonale Ärztegesellschaft Schaffhausen, Christoph Stillhard, Mitglied Bildungs- und Personalkommission IVS Schaffhausen, Nicole Egger, Mitglied Bildungs- und Personalkommission IVS Schaffhausen, Daniel Michel, Leiter Versicherungsleistungen Suva Winterthur, Dr. iur. Daniel Vogel, Agenturleiter Suva Winterthur.

Abwesend: Bruno Bischof, Leiter SVA Schaffhausen, Werner Bösch, Leiter IV-Stelle Schaffhausen, Walter Schnelli, Präsident BSW, Marlen Weber, IVS Schaffhausen, Karin Spöri, Geschäftsführerin Kantonaler Gewerbeverband Schaffhausen, Dr. Martin Bösch, Präsident Hausärzteverein Schaffhausen.