So sind die Schweizer mit Ski und Snowboard unterwegs

34 000 Personen haben den Schneesport-Check der Suva ausgefüllt. Die Auswertung zeigt, dass Herr und Frau Schweizer sich auf den Pisten an die Regeln halten. Mangelhaft hingegen ist ihre körperliche Fitness. Ein grösseres Unfallrisiko ortet der Check bei den jüngeren Skifahrer und Snowboarder.

Sie halten sich an die Regeln, schätzen ihre Technik als hoch ein und nehmen Rücksicht auf andere: Schweizer Schneesportlerinnen und Schneesportler sind auf der Piste vorbildlich unterwegs. Das zeigt die Auswertung des Schneesport-Checks der Suva – einem Online-Tool, mit dem Skifahrer und Snowboarder ihr Unfallrisiko einschätzen und minimieren können. Seit der Lancierung vor rund einem Jahr haben 34 000 Personen den Check ausgefüllt.

Fokus auf die Fitness

Die Auswertung bringt auch ans Licht, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. So sind viele Schneesportler körperlich nicht fit genug. Bei rund 18 Prozent der Teilnehmer ermittelte der Test ein erhöhtes Unfallrisiko. «Oft unterschätzen wir, wie körperlich anspruchsvoll Skifahren und Snowboarden sind. Vor allem die Rumpf- und Beinmuskulatur werden besonders stark gefordert», sagt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva. Eine mangelhafte körperliche Kondition gehört zu den grössten Risikofaktoren auf der Piste. «Wir empfehlen allen Schneesportlern sich vor und während der Wintersaison in Bewegung zu halten – im Sportverein, im Fitnesscenter oder mit dem neuen Fitnessprogramm der Suva», so Aegerter. Denn eine gute körperliche Verfassung erhöhe den Fahrgenuss, verbessere das technische Können und reduziere das Risiko von Stürzen und Verletzungen.

Wie schnell ein Sturz passieren kann, zeigen aktuelle Zahlen der Suva. Jeden Winter verletzen sich mehr als 33 000 Arbeitnehmende beim Schneesport. 9 von 10 Schneesportunfällen geschehen ohne Beteiligung einer anderen Person. Für die Betroffenen bedeutet das Schmerzen und Unbeweglichkeit, für die Versicherer jährliche Kosten von rund 274 Millionen Franken.

Gruppendruck und Nervenkitzel

Ein grösseres Unfallrisiko ist bei den jüngeren Teilnehmern des Schneesport-Checks auszumachen – vor allem ersichtlich in den Risikodimensionen Gruppendynamik und Nervenkitzel. «Nein sagen muss man erst lernen. Für viele Jugendliche ist die Anerkennung in der Gruppe wichtiger als das ungute Gefühl, das sich bei einer schnellen Abfahrt oder einem hohen Sprung einstellt», so Aegerter. Die Unfallzahlen bestätigen die Auswertungen des Schneesportchecks: Jüngere Schneesportler haben ein höheres Risiko, zu verunfallen. Wenig ins Gewicht fällt hingegen das Geschlecht. Insgesamt zeigt die Auswertung, dass Männer ein etwas höheres Risiko haben als Frauen, mit zwei bis drei Prozent sind die Unterschiede jedoch gering. Weitere Informationen unter www.suva.ch/schneesport.

 

So funktioniert der Schneesport-Check

Die Schneesportler beantworten je nach Vorliebe – Piste, Snowpark oder Freeride – rund 50 Fragen zu verschiedenen Risikodimensionen. Anhand der Antworten stellt die Suva für sie ein persönliches Schneesportprofil zusammen. Unbekümmerter Gelegenheitsfahrer, vorsichtiger Einsteiger oder risikofreudiger Draufgänger? Die Schneesportler erfahren anhand ihres Profils, zu welchem der zwölf Schneesporttypen sie gehören. Ausserdem erhalten die Schneesportler auf ihr Ergebnis abgestimmte Tipps sowie drei Top-Empfehlungen, wie sie ihr Unfallrisiko klein halten können. Jetzt Unfallrisiko ermitteln: www.suva.ch/schneesportcheck.

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Eine mangelhafte körperliche Kondition gehört zu den grössten Risikofaktoren auf der Piste.

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Infografik: Schneesport-Unfälle in der Schweiz

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Ein grösseres Unfallrisiko ortet der Schneesport-Check bei den jüngeren Skifahrer und Snowboarder.

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,1 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 128 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.