Suva erzielt Anlageperformance von 7,8 Prozent

Die Kapitalanlagen der Suva erzielten im Geschäftsjahr 2017 eine erfreuliche Anlageperformance von 7,8 Prozent. Der finanzielle Deckungsgrad stieg damit von 136 Prozent im Vorjahr auf rund 143 Prozent per Ende 2017. Damit ist die Suva weiterhin sehr solide finanziert. Alle langfristigen Verpflichtungen sind vollumfänglich gedeckt.

Im Geschäftsjahr 2017 erreichte die Gesamtperformance der Suva 7,8 Prozent. Sie lag damit über dem Durchschnitt von 3,8 Prozent der vergangenen zehn Jahre. Den weitaus grössten Beitrag zur positiven Anlageperformance leistete die Anlageklasse der Aktien, insbesondere in den Schwellenländern. Daneben konnten jedoch auch alle anderen Segmente wie die festverzinslichen Anlagen, Immobilien und Alternativanlagen positiv zum Ergebnis beitragen. Schwieriger erwies sich die Situation bei den Geldmarktanlagen, deren Rendite durch die Negativzinsen belastet wurde.

Finanzieller Deckungsgrad von 143 Prozent

Das Anlagevermögen der Suva stieg im Geschäftsjahr 2017 von 48,0 auf 51,2 Milliarden Franken. Diese Mittel sind zweckgebunden: Sie decken die gesetzlich vorgegebenen finanziellen Verpflichtungen der Suva, insbesondere die rund 88 000 Renten. In guten Anlagejahren bildet der Unfallversicherer zudem konsequent Wertschwankungsreserven. Damit bleiben die Renten auch bei einem allfälligen Einbruch der Finanzmärkte gesichert. Der finanzielle Deckungsgrad – das Verhältnis des Vermögens zu den Verpflichtungen – stieg von 136 Prozent im Vorjahr auf 143 Prozent per Ende 2017.

Vergleich mit den Pensionskassen

Die Anlagestrategie der Suva ist auf Langfristigkeit und breite Diversifikation ausgelegt. Gut die Hälfte des Vermögens ist in Zins-­ und Kreditanlagen investiert, 32 Prozent in Aktien und Private­-Equity-Anlagen, rund 13 Prozent in Immobilien und Immobilienfonds und der verbleibende Teil in Hedge-Funds, Gold und Rohstoffe. Am ehesten ist die Anlagestrategie vergleichbar mit denjenigen von Pensionskassen. Im langfristigen Vergleich seit 1. Januar 2000 hat die Suva eine kumulative Performance von 94,8 Prozent erzielt. Beim BVG 25-­(2000/2005/2015)­-Index waren es 85,9 Prozent und beim CS­-Pensionskassenindex 72,4 Prozent. Für das Jahr 2017 liegt die Performance der Suva mit 7,8 Prozent über dem BVG 25­-2015­-Index mit 5,8 Prozent und leicht unter dem CS-­Index mit 8,0 Prozent.

Detaillierte Angaben zum Geschäftsjahr 2017 präsentiert die Suva an ihrer Bilanzmedienkonferenz vom 27. Juni 2018 in Luzern.

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,1 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 128 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.