Matthias Glarner will zurück an die Spitze

Die Schwingsaison ist ohne Matthias Glarner gestartet. Nach seinem 12-Meter-Sturz von einer Gondel während der Arbeit im Juni des vergangen Jahres, lässt sein Fuss noch keine Wettkämpfe zu. Trotzdem: «Mein Ziel ist es, an der Spitze wieder Fuss zu fassen», sagt der Schwingerkönig von 2016. An welchen Schwingfesten er in dieser Saison mitschwingen wird, kann er noch nicht sagen: «Ich nehme Woche für Woche und beobachte, wie sich mein Gesundheitszustand entwickelt.»

Glarners Kampf zurück ins Sägemehl

Mit zwei gerissene Bändern am Fuss, einem doppelt gebrochenem Sprunggelenk, einem gesprengten Becken, einem gerissenen Innen- und einem angerissenen Kreuzband im Knie sowie einem geprellter Schienbeinkopf und zwei zerschnittenen Fingern lag Glarner letzten Sommer im Spital. Wie er sich trotz dieser schweren Verletzungen zurück ins Sägemehl kämpft, erzählt er in diesem Video.

Heute ist Glarner bereits wieder im gleichen Arbeitspensum tätig wie vor dem Unfall und er trainiert rund 18 Stunden pro Woche für den Schwingsport. Um wieder an die Spitze zu kommen, absolviert er weiterhin Rehabilitationstrainings bei seinem Physiotherapeuten.

 

So gelang die Rückkehr in den Job

Die Rückkehr in den Beruf habe sich für ihn leicht gestaltet. «Mein Chef hat mich voll unterstützt und mir Freiheiten gegeben, viel Zeit in die Gesundheit zu investieren». So konnte Glarner zu Beginn leichtere Arbeiten erledigen und jederzeit Therapieeinheiten absolvieren. Neben der Unterstützung von seinem Chef konnte Glarner auf dem Weg zurück auch auf sein familiäres Umfeld zählen. «Ausserdem hat die Case Managerin der Suva einen super Job gemacht», lobt Glarner.

 

Folgende Empfehlungen der Suva helfen, damit Angehörige und Freunde Verunfallten bestmöglich Kraft und Hoffnung für eine erfolgreiche Wiedereingliederung geben können:

  • Besuchen Sie den Patienten regelmässig.
  • Stimmen Sie untereinander die Besuchszeiten ab.
  • Nehmen Sie dem Patienten seine Zukunftsängste.
  • Zeigen Sie ihm, dass er immer noch gebraucht wird.
  • Sichern Sie ihm auch nach der Therapie Ihre 100-prozentige Unterstützung zu.
  • Schaffen Sie regelmässige Rituale wie ein gemeinsames Essen.
  • Seien Sie geduldig.
  • Informieren Sie sich über die Unfallfolgen.
  • Motivieren Sie den Patienten zu kleinen Aktivitäten.

Weitere Tipps für Arbeitgeber und Ärzte sind auf der Website der Suva zu finden: suva.ch/wiedereingliederung. Ebenfalls auf der Website ist ein Video mit Matthias Glarner aufgeschaltet. Darin spricht er über seinen Unfall und seinen Weg zurück ins Arbeitsleben und Sägemehl. Dieses Video steht auch auf Youtube zum Downloaden zur Verfügung (frei zur Publikation).

 

Zudem finden Sie im Anhang ein Interview mit Matthias Glarner über die Rückkehr in seinen Beruf und wie wichtig dabei die Unterstützung seines persönlichen Umfeld und seines Vorgesetzten war (frei zur Publikation; auch einzelne Zitate daraus).

 

Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Zögern Sie nicht, mich anzurufen oder mir eine E-Mail zu senden.

Matthias Glarner

Matthias Glarner

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,1 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 128 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.