Greencard für mehr Fairness – Suva honoriert Fairplay mit Grüner Karte

Die Suva und der Schweizerische Fussballverband (SFV) lancierten letztes Jahr die «Greencard». Mit der Grünen Karte können Schiedsrichter Spieler wie auch Trainer im Schweizer Cup für besonders faire Aktionen würdigen. Am Cup-Final vom 27. Mai erhalten erstmals zwei Spieler und ein Trainer die Greencard und werden so für ihr faires Spiel ausgezeichnet.

Auf Schweizer Fussballplätzen kommt es nicht nur zu spektakulären Toren, emotionalen Begegnungen und spannenden Zweikämpfen, sondern auch zu rund 45 000 Unfällen jährlich. Jede dritte Verletzung wird durch ein Foulspiel verursacht. Die Suva und der Schweizerische Fussballverband (SFV) setzen sich deshalb seit Jahren für mehr Fairplay ein. Einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention können sowohl die Spieler selber wie auch die Schiedsrichter durch ihre Spielleitung leisten.

Schiedsrichter vergeben Greencard

Mit Gelben und Roten Karten werden Fussballspieler wegen unfairen Aktionen bestraft, die Greencard ist dagegen eine Belohnung: Seit Beginn dieser Saison haben Schiedsrichter die Möglichkeit, neben der Gelben und Roten nun auch eine Grüne Karte zu zeigen. Diese würdigt Spieler und Trainer für besonders faire Aktionen. Aus regulatorischen Gründen darf der Schiedsrichter faire Aktionen erst nach dem Spiel mit einer Greencard ehren. «Wir sind zuversichtlich, dass die Unparteiischen die Greencard bald während dem Spiel zücken dürfen», sagt Philippe Gassmann,
Kampagnenleiter Fussball bei der Suva.

Drei Greencards für Fairplay

Am kommenden Sonntag werden drei faire Aktionen geehrt: Johan Berisha, Trainer des FC Wyler, hat in einem spannenden Cup-Fight gegen den FC Locarno Ruhe
bewahrt und sowohl Fans als auch Spieler zu Fairness ermutigt. Severino Zambelli, Spieler beim FC Bassersdorf, ist dem Schiedsrichter im Spiel gegen den AC Taverne durch sein besonders faires Verhalten aufgefallen. Und ebenso aufgefallen ist Onur Hakan Akbulut, Spieler bei den BSC Old Boys, im Cupspiel gegen den Stadtrivalen Concordia Basel. Auch ihn zeichnete nicht nur fussballerisches Talent, sondern auch seine Fairness aus. Berisha, Zambelli und Akbulut werden die Greencard am Cup-
Finale in Bern von den jeweiligen Schiedsrichtern entgegennehmen.

Suva leistet pro Greencard eine Spende

Die Greencard hat primär einen symbolischen Charakter. Allerdings spendet die Suva am Ende der Saison pro Greencard-Gewinner 500 Franken an PluSport. PluSport ist die Fachstelle für Behindertensport in der Schweiz und engagiert sich gemeinsam mit den beiden Rehabilitationskliniken der Suva in Bellikon und Sion für die Integration und Wiedereingliederung von verunfallten Menschen.

Die Suva ruft Spieler, Schiedsrichter und Fussballfans auf, auf www.suva.ch/fussball Fairplay-Beispiele, die eine Greencard verdienen würden, einzureichen.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zum Thema.

Greencard - Amhof.jpg, Greencard, Fussball, Fairplay, Cup-Spiele

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,1 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 128 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.