Kostenanstieg bei den Wintersportunfällen

Die weisse Pracht lockt jährlich rund 2,5 Millionen Schweizerinnen und Schweizer zum Skifahren oder Snowboarden in die Berge. Dabei fährt das Unfallrisiko mit. Über alle Wintersportarten zählen die Unfallversicherer durchschnittlich 47 000 Schadenfälle pro Jahr. Die wesentlichen Kostenverursacher sind Ski- und Snowboardunfälle.

Die Kosten aller Wintersportunfälle sind in den vergangenen 15 Jahren um 70 Prozent von 224 Millionen Franken auf 379 Millionen Franken angestiegen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Zuwachs von 3,6 Prozent pro Jahr. Ski- und Snowboardunfälle machen mit rund 75 Prozent den grössten Anteil der Unfallkosten aus. Pro Jahr verursachen rund 27 000 Skiunfälle 250 Millionen Franken und 6500 Snowboardunfälle 36 Millionen Franken an Unfallkosten.

Prävention hilft Unfälle zu vermeiden

Mit der richtigen Vorbereitung und einem angepassten Fahrverhalten, lässt sich das Unfallrisiko minimieren. «Neben einer gut gewarteten Ausrüstung ist es wichtig, dass man sein sportliches Können und seine Fitness richtig einschätzt. Wer beide Aspekte beim Schneesport berücksichtigt, hat länger Freude auf den Pisten» empfiehlt Samuli Aegerter, Schneesportexperte der Suva.  «Wer sein Fahrverhalten entsprechend anpasst, verkleinert das Risiko eines Selbstunfalls beträchtlich», bekräftigt Aegerter. Der Schneesport-Check  der Suva hilft herauszufinden, wo das persönliche Verbesserungspotenzial liegt.

Skiunfälle sind teurer als Snowboardunfälle

Ein Skiunfall kostet rund 7700 Franken, ein Snowboardunfall durchschnittlich 4100 Franken. «Über alle Altersgruppen hinweg betrachtet, treiben vor allem die Skifahrer die Unfallkosten in die Höhe», weiss Aegerter. Skifahrer verletzen sich mehr an Knie und Unterschenkel, Snowboarder dagegen an Vorderarm und Handgelenk. Eine Fraktur an den oberen Extremitäten führt in der Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen zu Versicherungsleistungen von durchschnittlich 7300 Franken, eine Fraktur an den unteren Extremitäten ist mit durchschnittlichen 20 200 Franken pro Unfall bedeutend kostenintensiver.

Handlungsbedarf bei Fitness

Gemäss Aegerter liegt ein grosses Handlungspotenzial bei der Fitness: «Viele Schneesportler sind körperlich nicht fit genug. Eine gute körperliche Verfassung erhöht den Fahrgenuss, verbessert das technische Können und reduziert das Risiko von Stürzen und Verletzungen». Der Schneesport-Check der Suva bietet gezielte Trainingsübungen an.

 

Detaillierte Grafiken zu den Kennzahlen im Schneesport und weitere Informationen unter www.suva.ch/schneesport

  • Natascha Obermayr
    Natascha Obermayr
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Kostenanstieg bei den Wintersportunfällen

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.