Fussballer können ihr Verletzungsrisiko um einen Drittel senken

Fussballer können mit 15 Minuten Aufwärmtraining ihr Verletzungsrisiko um 30 Prozent senken. Dies zeigt eine aktuelle Studie. Mit dem Online-Fussballtest der Suva kann jeder herausfinden, wo sein Verbesserungspotenzial liegt.

Rund 45 000 anerkannte Fussballunfälle zählen alle UVG-Versicherer pro Jahr. Pro Fussballunfall fällt ein Verletzter durchschnittlich 13 Arbeitstage aus. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 190 Millionen Franken. Häufige Verletzungen sind Verstauchungen und Bänderverletzungen an Fuss- oder Kniegelenk. Mit gezielten Präventionsprogrammen lässt sich das Verletzungsrisiko reduzieren. Das zeigen die neuesten Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie des Forschungsteams von Sportexperte Oliver Faude. Dabei kommt es nicht nur auf ein gutes Aufwärmen vor dem Training oder Match an: «Die Grundfitness eines Spielers, genügend Schlaf, richtige Ernährung und «Fairplay» – all diese Faktoren sind für ein unfallfreies Fussballspiel von Bedeutung», bestätigt Samuel Huber, Kampagnenleiter Fussball bei der Suva.

Wirksame Verletzungspräventionsprogramme

Ein Aufwärmprogramm von 15 Minuten vor jedem Match und jedem Training reicht aus, um das Verletzungsrisiko um 30 Prozent zu senken. Das in der Studie untersuchte Verletzungspräventionsprogramm «11+» der FIFA, berücksichtigt unter anderem Lauf-, Kraft- und Gleichgewichtsübungen. «Mit Programmen wie «11+» ist der Körper dauerhaft gut vorbereitet; sei es für ein Training oder ein Spiel. Leider werden die Präventionsprogramme noch nicht überall und konsequent eingesetzt. Dabei wäre es ein kleiner Aufwand mit grosser Wirkung», sagt Huber.

Schweizer Amateurfussball gewinnt an Intensität

«Beim Clubfussball wird zunehmend härter und schneller gespielt», bestätigt Samuel Huber, der selber als Amateur spielt. Eine weitere von der Suva in Auftrag gegebene Studie zeigt: Es sind die Kontaktverletzungen während den Spielen und Trainings, die in den letzten zehn Jahren mit rund 20 Prozent stark zugenommen haben. Ebenfalls gesteigert haben sich Verletzungen ohne Kontakt zu einem anderen Spieler. Hier kam es vor allem zu einem Anstieg an Muskelrissen, Zerrungen, verletzten Bändern, Prellungen und Blutergüssen, insbesondere an Knöchel, Oberschenkel und Knie.

Mit dem Online-Fussballtest der Suva das eigene Verletzungsrisiko einschätzen

Die Weiterentwicklung des Fussballspiels bedingt auch eine Entwicklung der Präventionsprogramme. Mit dem neuen Online-Fussballtest der Suva lässt sich neu nicht nur das eigene Verletzungsrisiko testen; es kann auch ein persönliches Risikoprofil erstellt und mit der Community verglichen werden. Der integrierte Fitnesstest orientiert sich unter anderem an Übungen aus dem Verletzungspräventionsprogramm «11+». «Wer seine Stärken und Schwächen kennt und diese respektiert, spielt weniger am Limit und reduziert so die Verletzungsgefahr», ist Huber überzeugt. 

Wie hoch ist Ihr Verletzungsrisiko? Jetzt testen mit dem Online-Fussballtest der Suva  

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  • Natascha Obermayr
    Natascha Obermayr
    Mediensprecherin Freizeitsicherheit
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Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.