Unfälle an Grümpelturnieren vermeiden

Grümpelturniere locken jedes Jahr Scharen von Fussballerinnen und Fussballer auf den Rasen. Wer sich vor dem Spiel nicht aufwärmt oder die richtige Fussballausrüstung trägt, riskiert eine Verletzung. Die Suva unterstützt die Organisatoren von Grümpelturnieren mit einem Präventionsset. Zudem können Fussballer online mit dem Fussballtest ein persönliches Unfallrisiko-Profil erstellen.

Jedes Jahr registrieren die Unfallversicherungen rund 45 000 Fussballunfälle. Ein Viertel dieser Unfälle ereignet sich in den Monaten Mai und Juni. «Dies ist die Zeit, in denen die beliebten Grümpel- und Firmenfussballturniere stattfinden », sagt Samuel Huber, Kampagnenleiter Fussball bei der Suva. Rund 150 000 fussballbegeisterte Frauen und Männer ringen an einem der zahlreichen Grümpelturniere um das runde Leder. Einige sind aktive Spieler, andere Plausch-Kicker. Alle wollen ihren Spass haben und einen lustigen Fussball-Event unter Freunden und Kollegen erleben. Damit das Turnier nicht zum Verletzungsfrust wird, gilt es einige Regeln zu befolgen.

Schuhwahl und Schienbeinschoner, Fairplay und Aufwärmen

Gut ein Drittel der Verletzungen beim Fussballspielen betreffen den Unterschenkel und das Fussgelenk. Mit der richtigen Schuhwahl lässt sich das Verletzungsrisiko verringern: «Joggingschuhe und normale Freizeitschuhe eignen sich gar nicht zum Fussballspielen», stellt Huber klar. Weiter rät er, Schienbeinschoner auch an einem Grümpelturnier zu tragen – am besten jene mit Knöchelschutz. 

Die Stimmung an Grümpelturnieren ist im Vergleich zum Clubfussball deutlich entspannter. Trotzdem, Fouls sind auch hier verbreitet. «Rücksichtsloses Verhalten im Fussball ist unnötig. Auch mit Fairplay kommt man zum Sieg. Das Positive an Fairplay ist: weniger Risiko sich zu verletzen und dadurch länger auszufallen oder schlimmer, nie mehr Fussball spielen zu können», bekräftigt Huber. 

Mit dem «Fussballtest» auf der Website der Suva kann jeder Fussballer sein persönliches Risikoprofil erstellen. Die Suva empfiehlt: Wer an Grümpelturniern teilnimmt, sollte vor dem Turnier regelmässig Trainings besuchen und sich vor jedem Spiel aufwärmen.

Weniger Unfälle, weniger Kosten

Um die Unfallzahlen zu senken, unterstützt die Suva jedes Jahr rund 200 Grümpel- und Firmenfussballturniere schweizweit mit einem Präventionsset. Die Organisatoren erhalten einerseits Plakate als Aufforderung zum Fairplay sowie Schienbeinschoner, Stulpen und Überzieher. Dank der Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) werden die Grümpelturniere zudem von offiziellen Schiedsrichtern geleitet, deren Erfahrung zu mehr Fairplay verhilft. Seit Beginn der Aktion «Sicherheit an Grümpelturnieren» im Jahre 1999 ist das Unfallrisiko an den unterstützten Turnieren markant gesunken. Vor dem Kampagnenstart wurden 15 Unfälle auf 1000 Grümpelturnier-Teilnehmer registriert. Heute sind es nur noch rund 3,5 Unfälle. Sinkende Unfallzahlen bedeuten nicht nur weniger Leid, auch weniger Arbeitsausfälle und Kosten. Dies kommt wiederum den versicherten Betrieben der Suva zugute.

  • Natascha Obermayr
    Natascha Obermayr
    Mediensprecherin Freizeitsicherheit
  • Direkt: +41 41 419 59 10
24_gruempelturniere_firmenturniere.tif, Grümpelturnier Oberbüren, 2014. An einem Grümpeltrunier grätscht ein Fussballspieler seinen Gegner.

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,2 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.