Suva: Gesundheit nicht dem Zufall überlassen

Allein im Jahr 2018 verzeichnete die Suva 55 tödliche Arbeitsunfälle, besonders in Berufsbranchen mit hohen Risiken. Darum arbeitet die Suva in ihrer Präventionsarbeit mit den branchenspezifischen «le-benswichtigen Regeln». Um sie in der breiten Öffentlichkeit weiter bekannt zu machen, lanciert die Suva ihren neuen Präventions-Spot: «Das Leben ist schön, solange nichts passiert.»

Nicht zu verunfallen, ist keine Frage des Glücks. Im neuen Präventions-Spot der Suva fällt ein riesiges Holzelement hinter dem Rücken gemütlich wegschlendernder Arbeiter krachend zu Boden, ein Roboterarm bewegt sich und touchiert um ein Haar eine arbeitende Person, die sich im richtigen Moment bückt. Die gefährlichen Arbeitssituationen werden zu spät erkannt oder bleiben gar unbemerkt. Ein entspannter Soundtrack untermalt die Beiläufigkeit der Geschehnisse. Der Zuschauer erschrickt und staunt gleichzeitig. Glück gehabt? Es hätte auch anders kommen können. 

Die Suva versichert hohe Risiken

Die Suva versichert Berufsbranchen mit hohen Risiken. Dies ist ihr gesetzlicher Auftrag. In risikoreichen Berufen nicht zu verunfallen, darf jedoch keine Frage des Glücks oder des Zufalls sein. Im Jahr 2018 musste die Suva rund 55 tödliche Arbeitsunfälle verzeichnen. Jeden dritten Arbeitstag kam in den letzten zehn Jahren ein Mensch bei einem Arbeitsunfall ums Leben. Viele Verunfallte wurden invalid. Damit es nicht soweit kommt, betreibt die Suva Präventionsarbeit, um alle jene unsicheren Arbeitsbedingungen und -handlungen zu vermeiden, die zu schweren und tödlichen Unfällen führen. 

Manche Regeln sind lebenswichtig 

Für Branchen und Tätigkeiten mit hohen Risiken hat die Suva in Zusammenarbeit mit den betroffenen Branchen einfache und in die tägliche Arbeit integrierbare Regeln erarbeitet, zum Beispiel «Acht lebenswichtige Regeln für den Hochbau» oder «Sieben lebenswichtige Regeln für den Strassentransport». Wird eine lebenswichtige Regel verletzt, so heisst es: STOPP, die Arbeiten einstellen, die gefährliche Situation beseitigen. Dann kann sicher weitergearbeitet werden. Die Zahlen der Suva belegen, dass bei rund 75 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle mindestens eine «lebenswichtige Regel» nicht eingehalten wurde.

Mehr als 14 000 Akteure der Schweizer Wirtschaft für mehr Sicherheit 

Bereits mehr als 14 000 Akteure der Schweizer Wirtschaft bekennen sich inzwischen zu mehr Sicherheit. Die Sicherheits-Charta ist ein Bündnis für mehr Arbeitssicherheit zwischen den an der Arbeit beteiligten Partnern. Sie wurde von der Suva in Zusammenarbeit mit Arbeitgeberverbänden, Planern und Gewerkschaften ins Leben gerufen. Die Partner deklarieren mit deren Unterzeichnung, dass an Arbeitsplätzen die «lebenswichtigen Regeln» eingehalten werden. Gemeinsames Ziel ist, Leben und Gesundheit bei der Arbeit zu bewahren.

Das Leben ist schön, so lange nichts passiert.

Weitere Informationen:


www.suva.ch/regeln   (lebenswichtige Regeln für alle Branchen)
www.sicherheits-charta.ch  

 

  • Erika Rogger
    Erika Rogger
    Mediensprecherin Arbeitssicherheit
  • Direkt: +41 41 419 55 30
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Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,3 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.