Fairplay im Fussball wird belohnt

Jährlich registrieren die Unfallversicherer in der Schweiz rund 45 000 Fussballunfälle. Jede dritte Verletzung wird durch ein Foulspiel verursacht. Um neue Anreize für ein faires Fussballspielen zu schaffen, belohnen die Suva und der Schweizerische Fussballverband beim Helvetia Schweizer Cup der Männer und beim Schweizer Cup der Frauen die fairsten Spiele mit einem Preisgeld von insgesamt 15 000 Franken.

Ein Viertel aller Unfälle in der Kategorie Sport und Spiel passieren beim Fussballspiel. Das Positive vorab: Die Unfallzahlen beim Fussball sind rückläufig. Trotzdem verursacht jeder Unfall neben Schmerz und Leid auch Kosten. Diese belaufen sich bei den Fussballunfällen aktuell auf rund 195 Mio. Franken pro Jahr. Nun zeigt eine im Auftrag der Suva durchgeführte Studie der Sozialforschung und Beratung AG Lamprecht & Stamm, dass durch Fairplay vermehrt Verletzungen verhindert werden können. «Die Studienergebnisse sagen aus, dass über 40 Prozent der Verletzungen durch Foulspiel provoziert wurden», weiss Samuel Huber, Kampagnenleiter Fussball bei der Suva. 

Neue Anreize schaffen – Fairplay wird belohnt 

Fairplay und Respekt sind das Fundament im Fussball. Seit Jahren setzt sich die Suva gemeinsam mit dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) für faire Fussballspiele ein. Durch das gemeinsame Engagement sollen diese Werte auf und neben dem Fussballplatz gestärkt werden. In Zusammenarbeit mit dem SFV schafft die Suva ab dieser Fussballsaison neue Anreize für die fairsten Schweizer-Cup-Spiele der Männer und Frauen mit einem Gesamtbetrag von 15 000 Franken. Das Preisgeld wird für die fairsten Spiele in den ersten drei Cup-Runden, pro Runde und Verein, aufgeteilt. Dies ergibt pro Verein eine Preissumme von 1250 Franken. In die Bewertung fliesst die Anzahl der erhaltenen gelben oder roten Karten beider Teams mit ein, wie auch das Verhalten der Spieler, der Offiziellen und des Publikums. Die Bewertung erfolgt durch die Schiedsrichter.

Handshake für mehr Respekt

Neu ab dieser Cup-Saison wird nach Abpfiff des Spiels zwischen den beiden Teams ein Handshake eingeführt. Alle Spieler sollen sich nach dem Spiel trotz Emotionen und Kampfgeist nochmals den nötigen Respekt erweisen. Ob der Handshake nach Spielende erfolgt, wird ebenfalls bewertet in der Wahl des fairsten Spiels. «Wir hoffen sehr, dass sich der Handshake nach dem Spiel durchsetzt. Dies wäre ein starkes Zeichen für den Schweizer Fussball und würde unserem Anspruch für faires Fussballspielen Nachdruck verleihen», bekräftigt Huber.
Das Preisgeld von je 1250 Franken für die fairste Schweizer-Cup-Partie geht in der 1. Runde in diesem Jahr an die folgenden Clubs:

Partie der Männer: FC Seefeld Zürich gegen den Grasshopper Club Zürich
Partie der Frauen: FC Sarine-Ouest gegen Servette FC Chênois Féminin

Die Ranglisten sind unter www.football.ch/fairplay   einsehbar.

Suva Fairplay-Trophy bleibt bestehen

Als weitere Präventionsmassnahme vergibt die Suva und der SFV seit 2004 die Fairplay-Trophy. Dabei werden jährlich die zehn fairsten Vereine bei den Männern und drei bei den Frauen in einer offiziellen Siegerehrung ausgezeichnet. Mit von der Partie sind alle Schweizer Clubs, die in den regionalen Meisterschaften spielen - Aktive, Senioren sowie Veteranen -  und eine Mindestanzahl an Spielen aufweisen. «Die Fairplay-Trophy ist sehr beliebt bei den Fussballvereinen und die Preisverleihung jeweils ein wertschätzender Akt für faires Spielen», betont Huber. Der Sieger der Suva Fairplay-Trophy bei den Männern erhält einen Startplatz in der 1. Runde des Helvetia Schweizer Cups und bei den Frauen erhält das Siegerteam einen Startplatz in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups. Diese Saison erhielt die Fairplay-Trophy bei den Männern der FC Escholzmatt-Marbach. Bei den Frauen der FC Coeuve.

Weitere Informationen wie Fussballunfälle vermieden werden können, finden Sie unter www.suva.ch/fussball    .

 
  • Simone Isermann
    Simone Isermann
    Mediensprecherin Schadenmanagement und Rehabilitation
  • Direkt: +41 41 419 59 50

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,3 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.