Neue App vermindert Unfallrisiko beim Ski- und Snowboardfahren

Jährlich registriert die Suva rund 33 000 Ski- und Snowboardunfälle. Diese verursachen Kosten von 291 Mio. Franken. Viele davon passieren aufgrund der körperlichen Ermüdung im Tagesverlauf. Mit der neuen App «Slope Track» können Ski- und Snowboardfahrende nun ihre körperlichen Belastungen, die sogenannten G-Kräfte, messen und durch Tipps das Unfallrisiko reduzieren.

Mittels GPS-Daten und einer ausgeklügelten Sensorentechnik misst die App eine Fahrtstrecke und zeichnet diese auf. Die Auswertung zeigt auf spielerische Art, welche Belastungen (G-Kräfte) beim Ski- und Snowboardfahren auf den Körper einwirken. Mit einem integrierten Fit-Programm kann die Kondition verbessert und durch Tipps die körperliche Belastung verringert werden. Beides senkt letztlich das persönliche Unfallrisiko. «Die Kernfunktion der App ist eine absolute Neuheit für den Schneesport. «Slope Track» vermittelt auf spielerische Art und mit modernster Technologie Wissen über die eigene Körperbelastung, sensibilisiert auf die Unfallrisiken und regt zur Verhaltensänderung an», bekräftigt Samuli Aegerter, Schneesportexperte der Suva.

Wendy Holdener ist Botschafterin der App «Slope Track»

Ein Aha-Erlebnis verschafft die App durch den Vergleich mit den entsprechenden Werten der Skirennfahrerin Wendy Holdener. Die Topathletin unterstützt als Botschafterin die Präventionsmassnahme der Suva: «Auch für mich als Profisportlerin ist die körperliche Ermüdung beim Skifahren ein Unfallrisiko. Wenn ich die Kräfte der Belastung beim Fahren kenne, kann ich mein Fahrverhalten und das Training darauf abstimmen. Die Idee der «Slope Track-App» hat mich sofort überzeugt. Ich hoffe, viele Ski- und Snowboardfahrerinnen begeistern sich für die App genauso wie ich, lernen ihre körperliche Belastung beim Ski- und Snowboardfahren kennen und nehmen die Tipps ernst».

Eine gute körperliche Fitness ist auch für Freizeitski- und Snowboardfahrende von Vorteil. «Eine Überbelastung des Körpers führt zu schnellerer Ermüdung. Dies wiederum erhöht die Verletzungsgefahr», bestätigt Walter O. Frey, Teamarzt Swiss-Ski und Chefarzt Movemed-Klinik Balgrist.

Viele Unfälle vor dem Mittag und am Ende des Skitages

Neben der körperlichen Ermüdung sind die Überforderung und das Nachlassen der Konzentration weitere Unfallfaktoren. Kurz vor dem Mittag und am Ende des Skitages sind diese Aspekte für ein erhöhtes Risiko mitverantwortlich. «Bei Müdigkeit lässt auch die Konzentration nach und das Unfallrisiko steigt. Deshalb ist eine gute Vorbereitung durch Training von Rumpf- und Beinmuskulatur für den Schneesport wichtig», bestätigt Aegerter. Die in der App vorgeschlagenen Trainingsübungen werden auf die gemessenen Belastungen abgestimmt.

Weitere Informationen und die App zum herunterladen finden Sie hier  

  • Natascha Obermayr
    Natascha Obermayr
    Mediensprecherin Freizeitsicherheit
  • Direkt: +41 41 419 59 10

Wendy Holdener testet die App

(Cleanfeed-Version für Medienschaffende auf Anfrage)

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,3 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.