Umgestürzte Bäume

Am 26. Dezember 1999 hinterliess Orkan Lothar eine Spur der Verwüstung; die Orkanböen knickten ganze Waldstriche im Flachland und in den westlichen Voralpen um. Die maximale Windspitze betrug 249 km/h, gemessen auf dem Jungfraujoch.

Föhn- und Winterstürme sind in der Schweiz nicht selten: Vivian, Lothar, Evi, Burglind etc. heissen sie. Für die Arbeitssicherheit sind sie eine Herausforderung: die Aufräumarbeiten in den Wäldern gestalten sich meist sehr schwierig. Neben den Wintersturmschäden, kommen auch immer Menschen zu Schaden. 

Nach Lothar verunfallten bei den Aufräumarbeiten im Jahr 2000 17 Personen tödlich, 14 davon im Privat- und Bauernwald. Im darauffolgenden Jahr verloren 19, in den beiden Jahren 2002 und 2003 zusammen nochmals 17 Personen ihr Leben bei Holzerntearbeiten im Wald. Der Bund reagierte und setzte eine Arbeitsgruppe ein, in der auch die Suva vertreten war. 

Insbesondere Privatwaldbesitzer werden seither mit Präventionsmassnahmen, wie Weiterbildungskursen angesprochen, um sie für die Risiken beim «Holzen» zu sensibilisieren. Profis sind nach einem Orkan wie Lothar dafür zuständig, die Wälder aufzuräumen. In vom Sturm zerstörten Wäldern, mit geworfenen, entwurzelten, abgebrochenen, geknickten und hängen gebliebenen Bäumen und Baumteilen kann es gefährlich werden: sei dies durch den erschwerten Zugang in einer instabilen Umgebung oder unberechenbare Spannungen von ineinander verkeilten oder labilen Bäumen, die plötzlich umfallen, umkippen oder abrollen können.

Weitere Informationen:

Sturmholz sicher aufrüsten  

Profi im eigenen Wald  

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  • Erika Rogger
    Erika Rogger
    Mediensprecherin Arbeitssicherheit
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Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,3 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.