Unfallfreies «Hometraining» So gelingt’s!

Durch die Corona-Situation arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Die gewohnte Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Für eine gute Gesundheit ist Bewegung aber zentral. Dabei gilt es Unfälle zu verhindern. Pro Jahr passieren beim Sport in den eigenen vier Wänden rund 3000 Unfälle. Gemäss Unfallstatistik der Suva sind das 1.5 Prozent der insgesamt rund 200 000 jährlichen Sportunfälle. Jeder Unfall ist einer zu viel – gerade jetzt! Die Suva empfiehlt deshalb bei Sportaktivitäten in den eigenen vier Wänden, mit Augenmass und einer sicheren Infrastruktur vorzugehen.

Sicheres Sporttreiben fängt bei der Infrastruktur an: Der Ort sollte sicher und frei von Stolperfallen sein. «Das Einrichten einer kleiner Sportecke mit einer rutschfesten Matte und ohne Stolperfallen hilft, die Unfallgefahr zu minimieren», erklärt Corinne Decurtins, Kampagnenleiterin Bewegung und Laufsport bei der Suva. Bei gewissen Sportarten lohnt es sich, gutes Schuhwerk zu tragen, damit man einen guten Halt hat – auch in den eigenen vier Wänden. Zudem sollten Sportgeräte und Hilfsmittel in gutem Zustand sein. Decurtins: «Wenn man den verstaubten Hometrainer aus dem Keller holt, sollte dieser intakt sein.»

Yoga, Pilates und Gymnastik eigenen sich fürs «Hometraining»

Risikoarme Sportarten und Bewegungsformen wie Yoga, Pilates, moderate Gymnastikübungen und Krafttraining eignen sich gut fürs Training zuhause. Wer dazu noch Ausdauer trainieren möchte, kann z.B. tanzen. «Ob Salsa oder Walzer, zwei- bis dreimal in der Woche 20 Minuten tanzen, ist nicht nur ein gutes Ausdauertraining, auch Gleichgewicht und Koordination werden dabei gefördert», sagt Decurtins. Auch ältere Menschen können mit einfachen Kraft- und Gleichgewichtsübungen etwas für die Unfallprävention tun. «Es sollte auf jeden Fall Spass machen», ergänzt Decurtins.

Durch gezieltes Aufwärmen Verletzungen verhindern

Wer sich sportlich betätigt, sollte gesund sein und die sportliche Aktivität seinen körperlichen Voraussetzungen anpassen. Ein mobilisierendes Warm-up hilft den Körper auf die Bewegungsaktivität einzustimmen. Gemäss Decurtins ereignen sich Verletzungen oft durch Über- oder Fehlbelastung. Auch Abrutschen oder Ausgleiten sind häufige Unfallursachen. Typische Folgen sind Muskel- und Sehnenverletzungen, Verstauchungen und Zerrungen. Ein aufgewärmter Körper wirkt der Verletzungsgefahr entgegen. Genügend Flüssigkeitszufuhr und ausreichend Schlaf sowie Erholung helfen ebenfalls, gesund und unfallfrei Sport zu treiben. 

Tipps fürs «Hometraining»:

  • Planen Sie Ihre Bewegungseinheiten fix in den Tagesablauf ein.
  • Bewegen Sie sich achtsam und konzentriert.
  • Wärmen Sie den Körper mit Mobilisationsübungen auf.
  • Hören Sie auf das eigene Körpergefühl, wieviel Bewegung Sie sich zumuten.
  • Hören Sie auf das eigene Körpergefühl. Wieviel Bewegung tut Ihnen gut?

Mehr Informationen zum Thema:

www.suva.ch/bewegung  
Empfehlungen vom Bundesamt für Gesundheit  
Sicherheitstipps der Beratungsstelle für Unfallverhütung  
Hier geht es zum Survival-Guide der Suva fürs Homeoffice  

  • Natascha Obermayr
    Natascha Obermayr
    Mediensprecherin Freizeitsicherheit
  • Direkt: +41 41 419 59 10
Frau, Yoga, Wohnzimmer, Lifestyle, Gesundheit, Keystone, Stockphoto
10_Gesaess-hinterer-Oberschenkel_0150, Bewegungsprogramm

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,3 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.