Fussballunfälle verursachen den Ausfall von 2000 Vollzeitstellen pro Jahr

Durchschnittlich verunfallen insgesamt 45 000 Personen pro Jahr beim Fussballspielen. Das entspricht rund 2000 Vollzeitstellen, die Unternehmen jährlich entbehren müssen. Am häufigsten verunfallen Männer und Frauen unter 30 Jahren. Wer seine Fähigkeiten und Fitness beim Spielen richtig einschätzt, reduziert die Verletzungsgefahr.

Corona hin oder her: Fussballspielen ist und bleibt eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Doch leider hat die Medaille zwei Seiten. Die durchschnittlich rund 45 000 Unfälle pro Jahr entsprechen umgerechnet 2000 Arbeitnehmenden, die ein Jahr lang nicht arbeiten. Gemäss UVG-Statistik der Suva sind 64 Prozent der Verunfallten unter 30 Jahren. Der Anteil Männer macht davon hohe 93 Prozent aus. Nur 7 Prozent sind Frauen. Dies bedeutet nicht nur Leid für die Betroffenen. Es verursacht neben den Unfallkosten auch wirtschaftliche Einbussen bei den Unternehmen.

Kollisionen durch Körperkontakt stehen an erster Stelle

Beim Kampf um den Ball verursachen Kollisionen mit anderen Spielern gröbere Verletzungen. Die meisten Unfälle passieren durch Körperkontakt. Dabei steht die sogenannte «Grätsche» an erster Stelle bei den Unfallhergängen. «Wer «tackelt» oder «getackelt» wird, geht oft mit einer Verletzung vom Fussballfeld: «Die Folgen sind Zerrungen, Quetschungen, Sehnenverletzungen, Muskelrisse oder gar Brüche», weiss Samuel Huber, Kampagnenleiter Fussball der Suva. Auch Kopfbälle haben es in sich. Rund 450 Gehirnerschütterungen sind es jährlich, gemäss UVG-Statistik der Suva. «Wer durch einen Kopfball oder durch eine Kollision eine Hirnerschütterung erleidet, fällt oft mehre Wochen verletzungsbedingt aus und muss mit Spätfolgen, wie Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten rechnen», bestätigt Huber.

Unfälle verursachen Leid und wirtschaftliche Einbussen

Im Durchschnitt fehlt ein Verunfallter zwei Wochen im Betrieb. Pro Jahr gehen 34 Verunfallte sogar mit einer Invalidität aus. Die Unternehmen müssen nicht nur die unfallbedingten Ausfälle mit zusätzlichem Personaleinsatz stemmen, oft erleiden sie dabei auch wirtschaftliche Einbussen. Ersatzpersonal muss eingearbeitet werden, Aufträge können nicht rechtzeitig ausgeführt werden.

Risiko und Potenzial beim Fussballspielen richtig einschätzen

Wer seine Fähigkeiten und seine körperliche Verfassung richtig einschätzt, vermindert die Verletzungsgefahr. Mit einem neuen Quiz der Suva wird auf spielerische Art und Weise vermittelt, wie es gelingt, Fussballunfälle zu vermeiden. Denn: Wer einen Unfall vermeiden kann, tut nicht nur sich selbst einen Gefallen, auch die Arbeitskollegen und der Arbeitgeber danken dafür.

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  • Natascha Obermayr
    Natascha Obermayr
    Mediensprecherin Freizeitsicherheit
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Fussball, Fairplay, Medienmitteilung, Suva

Fussballunfälle verursachen den Ausfall von 2000 Vollzeitstellen pro Jahr.

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,3 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.