Schnee und Eisglätte erhöhen die Stolper- und Sturzgefahr

Medienmitteilung Suva,

Bei Schnee und Eisglätte verzeichnen die Unfallversicherer pro Tag bis zu 2000 Sturzunfälle. Das sind viermal mehr als an anderen Tagen. Eis, Regen und Schnee führen vor allem frühmorgens zwischen 6 und 8 Uhr vermehrt zu Sturz- und Stolperunfällen. Mit wenigen Vorsichtsmassnahmen lässt sich das Unfallrisiko senken.

Die Temperaturen bewegen sich seit Tagen am Gefrierpunkt und der Schnee auf den Gehwegen bleibt liegen. So winterlich romantisch es draussen erscheint, für Fussgängerinnen und Fussgänger erhöht sich die Verletzungsgefahr. Bei Schnee und Eisglätte ereignen sich besonders viele Sturzunfälle. Der Weg zur Arbeit wird dann allzu oft zu einer Schlitterpartie.

Erhöhte Unfallgefahr in der Früh

Bei Schnee und Eisglätte stolpern und stürzen frühmorgens zwischen 6 und 8 Uhr mehr als doppelt so viele Fussgänger wie sonst. «In den Morgenstunden ereignen sich mehr Sturzunfälle wegen Eis und Schnee, vermutlich weil es kälter ist als am Abend. Zudem sind die Wege und Strassen noch weniger geräumt und die Dunkelheit schränkt die Sicht ein», sagt Peter Andermatt, Statistiker der Suva.

Genügend Zeit einplanen – sicher ans Ziel

Auch die Faktoren Stress oder Zeitmangel spielen eine Rolle. Ist man bei Eisglätte oder Schnee zu Fuss zeitlich knapp dran, erhöht sich das Stolper- und Sturzrisiko. Mit genügend Zeit und guter Vorbereitung kommt man sicherer an. Das Unfallrisiko reduziert sich. «Wenn die Gehwege und Strassen glitschig sind, ich knapp dran bin und auf den Bus hetze, steigt das Risiko, dass ich stürze. Schnee und Eisglätte erfordern mehr Aufmerksamkeit», weiss Raphael Ammann, Präventionsexperte bei der Suva. Ein gutes Profil am Schuhwerk ist eine wirksame Massnahme, damit die Schuhe bei Eis und Schnee besser haften. Das gibt Sicherheit. Je nach Intensität von Eisglätte und Schneefall bieten Spikes an den Schuhen einen weiteren Vorteil. Lichtreflektierende Kleidung erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Dunkelheit.

Wetter prüfen vor dem Verlassen der Wohnung

Als weitere Vorsichtsmassnahme lohnt es sich vor dem Verlassen der Wohnung die Wetterlage zu prüfen. Mit der MeteoSchweiz-App  , kann  man sich zum Beispiel Push-Warnungen über Schnee und Eisglätte in der eigenen Region abonnieren. «Es darf auf keinen Fall eine Frage des Wetters sein, ob ich sicher am Arbeitsplatz ankommt», bekräftigt Ammann.

Wie schnell ein schmerzhafter Ausrutscher passieren kann, sehen Sie im Film! 

 

Sturzunfälle vermeiden – Empfehlungen der Suva:

  • Informieren Sie sich frühzeitig über die aktuellen Wetterverhältnisse – z. B. mit der MeteoSchweiz-App  , im Radio oder im Internet.

  • Tragen Sie gut am Fuss sitzende Schuhe mit rutschfesten Profilsohlen.

  • Vereiste Treppen bilden eine grosse Unfallgefahr. Halten Sie sich auf Treppen immer am Handlauf fest.

  • Kalkulieren Sie genügend Zeit für die Strecke zu Fuss. Das erlaubt Ihnen langsam und vorsichtig zu gehen.

  • Benutzen Sie, wenn immer möglich Gehwege, die von Schnee und Eis befreit sind.

  • Benutzen Sie bei winterlichen Verhältnissen einen Gleitschutz für Ihre Schuhe – für noch besseren Halt. 


Mehr Infos zum Thema Stolpern unter
www.suva.ch/stolpern  

  • Natascha Obermayr
    Natascha Obermayr
    Mediensprecherin Freizeitsicherheit
  • Direkt: +41 41 419 59 10

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturen und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4200 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts mit 4,3 Mrd. Franken Prämienvolumen versichert sie rund 129 000 Unternehmen bzw. 2,0 Mio. Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes seit 2005 auch die Militärversicherung. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.