Gefährlicher Kunstschnee?

Weil es derzeit kaum Schnee auf den Pisten hat, greifen die Skigebiete zu Schneekanonen. Wie Kunstschnee das Unfallgeschehen beeinflusst, erklärt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva.

Samuli Aegerter, führt Kunstschnee zu mehr Unfällen auf der Piste?

Samuli Aegerter: Das wäre für die Prävention wirklich spannend zu wissen. Leider kennen wir weder den Anteil von Kunstschnee auf den Pisten, noch auf welchem Schnee die Sportler gestürzt sind. Was wir wissen: Kunstschnee ist härter als Naturschnee und dies kann sich bei einem Sturz nachteilig auswirken. Die Folge sind schwerere Verletzungen.

Was empfehlen Sie?

Die Herausforderung auf der Piste steigt bei wenig Schnee. Deshalb empfehle ich die erste Fahrt langsam anzugehen, um die aktuelle Situation auf der Piste kennenzulernen. So können sich Schneesportler auf die Gegebenheiten einstimmen. Weiter sind insbesondere bei Kunstschnee gut geschliffene Kanten von Vorteil: Ausweichen und Bremsen wird dadurch etwas einfacher.

Gibt es weitere Punkte, die Skifahrer und Snowboarder derzeit beachten müssen?

Bei wenig Schnee hat es mehr Unebenheiten und die wenigen Pisten sind etwas schmaler als üblich. Wenn sich sehr viele Schneesportler die Pisten teilen müssen, kann die Kollisionsgefahr steigen. Kollisionen wiederum führen zu schwereren Verletzungen als Selbstunfälle. Deshalb sollte jeder seine Fahrweise dem Können und den Voraussetzungen anpassen.

Interessiert an weiteren Tipps, wie Sie Ihr Unfallrisiko klein halten können? Dann machen Sie den Schneesport-Check  der Suva.