Serpentinit: Das müssen Sie wissen

Serpentinit kann Asbest enthalten. Das attraktive Gestein darf, wenn asbesthaltig, in der Schweiz nicht in den Verkehr gebracht werden. Für das Bearbeiten bestehender Bauteile oder Kunstwerke sind besondere Schutzmassnahmen einzuhalten. Stefan Scherer, Arbeitshygieniker bei der Suva, erklärt, was es mit Serpentinit auf sich hat.

Stefan Scherer, Was ist Serpentinit?
Sepentinit ist ein Gestein. Das geschliffen satt grüne oder auch bräunlich-rote Material ist bis heute für Bau- und Kunsthandwerk sehr beliebt. Entsprechend verbreitet war sein Einsatz, sei es für Fassadenverkleidungen, Bodenplatten, Grabsteine oder Skulpturen. Das Gefährliche daran: Serpentinit kann Asbest enthalten.

Wie erkennt man asbesthaltigen Serpentinit?
Für Laien ist es kaum möglich Serpentinit zu erkennen, denn es gibt ihn in vielen Varianten. Unbearbeitet ist er überwiegend grünlich-grau, geschliffen meist grün aber auch rot, geadert, marmoriert oder homogen. Dazu kommt, dass vielfältige Handelsnamen oft gar keinen Rückschluss bieten, dass es sich um Serpentinit handelt. In Verdachtsfällen bietet der Natursteinverband (NVS) Hilfe. Er hat für Fragen rund um Serpentinit eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet: serpentinit@nvs.ch.

Warum ist Asbest gefährlich?
Asbest ist ein faserförmiges Mineral, das dann zur Gefahr wird, wenn es in die Luft gelangt und von Menschen eingeatmet wird. Bereits geringe Konzentrationen von Asbeststaub in der Luft können zu Krankheiten wie Asbeststaublunge, Lungenkrebs oder Brustfellkrebs führen. Diese Krankheiten treten in der Regel 15 bis 45 Jahre nach dem Einatmen auf. Das Risiko einer Erkrankung steigt sowohl mit der Dauer der Belastung als auch mit deren Intensität.