Umweltbilanz der Suva

Nachhaltigkeit

  • Wir engagieren uns auf ökologischer, sozialer und ökonomischer Ebene.
  • Eine Wesentlichkeitsmatrix zeigt wichtige Handlungsfelder für die Suva und ihre Anspruchsgruppen auf.
  • Wir engagieren uns für den Werkplatz Schweiz und nehmen als faire und attraktive Arbeitgeberin unsere soziale Verantwortung wahr.
  • Die Suva hat sich Klimaziele gesetzt und investiert in Projekte mit Signalwirkung.
  • Die Suva vertritt eine nachhaltige Anlagestrategie.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Suva

Nachhaltigkeit ist uns ein zentrales Anliegen: Unsere Produkte und Dienstleistungen wie auch der laufende Betrieb orientieren sich deshalb an ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen. Die nationalen Gesetze und Verordnungen sowie die von der Schweiz ratifizierten internationalen Abkommen bilden dabei die Richtschnur für unser Handeln.

Seit Juni 2021 haben wir Nachhaltigkeit in diesen drei Dimensionen und damit auch die Reduktion des Treibhausgases als strategisches Ziel auf Geschäftsebene verankert.

Wesentlichkeitsmatrix

Die Suva passt ihre Nachhaltigkeitsstrategie regelmässig alle fünf Jahre an und hat im Sommer 2021 ihre relevanten Handlungsfelder auf den drei Ebenen Ökologie, Soziales und Ökonomie und überprüft. Die Methode orientiert sich an internationalen Standards wie der Global Reporting Initiative (GRI). Dabei werden die Bedürfnisse der Anspruchsgruppen analysiert und die wichtigsten Geschäftsprozesse miteinbezogen.

Das Resultat ist eine breit abgestützte Wesentlichkeitsmatrix, welche Handlungsfelder mit hoher oder sehr hoher Relevanz für die Nachhaltigkeit der Suva zeigt. Sie spiegelt einerseits unser Kerngeschäft wider, mit dem wir einen gesellschaftlich wichtigen Beitrag leisten: Die Verbindung von Prävention, Unfallversicherung und Wiedereingliederung. Andererseits nimmt die Matrix Themen auf, bei denen ökologische und soziale Verantwortung eine besondere Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem Klimaschutz, Chancengleichheit oder nachhaltige Beschaffung. Diese Handlungsfelder stehen im Kern der aktuellen Nachhaltigkeitsstrategie der Suva.

Unser Engagement

Die Suva ist überzeugt, dass sie die grösste Wirkung auf ökologischer, sozialer und ökonomischer Ebene mit der Anpassung des eigenen Verhaltens erzielen kann. Mit einer konsequenten Nachfrage nach nachhaltig produzierten Gütern und Dienstleistungen leisten wir als Unternehmen einen direkten Beitrag zur Nachhaltigkeit. Folgend ein Überblick über unsere Engagements mit direkter Wirkung:

Das Modell Suva – nachhaltig für den Werkplatz Schweiz

Das Suva-Geschäftsmodell ist einzigartig: Wir bieten neben einem umfassenden
Versicherungsschutz zudem auch noch Prävention und Rehabilitation aus einer Hand an. Dieses Engagement steht im Fokus der sozialen Nachhaltigkeit und deckt damit die relevanten Handlungsfelder der Wesentlichkeitsmatrix ab. Überdies ist die Suva selbsttragend; sie erhält keine öffentlichen Gelder. Unsere Gewinne geben wir in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Somit stärken wir ökonomisch die Unternehmen und unterstützen so nachhaltig den Werkplatz Schweiz.

Umwelt- & Klimaschutz

Der Suva ist ein umweltbewusster und schonender Umgang mit Ressourcen sehr wichtig. Darum leisten wir, im Einklang mit den Klimazielen der Schweiz, einen Beitrag zur Reduktion des Treibhausgasausstosses.

Soziale Verantwortung

Die Suva als grösste Unfallversicherung der Schweiz hilft Menschen in schwierigen
Situationen, selbst wenn diese nicht bei uns versichert sind. Wir engagieren uns deshalb nicht nur in einer ganzheitlichen Prävention, sondern bieten jährlich Dutzende Reintegrationspraktika an. Dadurch können beispielsweise IV-Bezügerinnen und -Bezüger wieder Erfahrung im ersten Arbeitsmarkt sammeln.

Bei ihren Immobilien engagiert sich die Suva zudem, Alterswohnungen zu schaffen. Bei Neubauten berücksichtigen wir den Wandel der Lebensformen und Haushaltsgrössen sowie den Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum. Damit leisten wir einen Beitrag zur demografischen Entwicklung der Schweiz.

Faire und attraktive Arbeitgeberin

Als grösste Sozialversicherung der Schweiz leisten wir unseren Beitrag in der Gesellschaft und nehmen eine Vorbildfunktionen ein – auf diesem Fundament steht unsere Unternehmenskultur.

Die Suva ist eine attraktive und faire Arbeitgeberin und legt Wert auf Chancengleichheit. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in all ihrer Vielfalt wertgeschätzt und können so ihr volles Potential entfalten. Wir verstehen die Vielfalt unserer Belegschaft als wertvollen Nutzen für den Erfolg unseres Unternehmens.

Die Suva engagiert sich für Lohngleichheit. Unsere Löhne entsprechen dem in der Bundesverfassung verankerten Grundsatz «gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit». Die unerklärte Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern liegt innerhalb der vom Bund definierten Toleranzschwelle von 5 Prozent. Das hat eine Studie gezeigt, welche die Suva 2020 mit dem Competence Centre for Diversity & Inclusion (CCDI) der Hochschule St. Gallen durchgeführt hat.

Informieren Sie sich zu den vielseitigen Arbeitsplätzen und offenen Stellen.

Arbeiten bei der Suva

Nachhaltigkeit an den BetriebsstandortenUnsere Reduktionsziele 2020 – 2030

Das Suva-Klimaziel beinhaltet einen «Pro Rata-Beitrag» zur Beschränkung des globalen Temperaturanstieges auf maximal 1.5 °C bis 2050. Dazu wurde der Zielpfad bis 2030 definiert. Die Suva hat neu folgenden Zielwert für ihre 21 Betriebsstandorte festgelegt:

Reduktion der Treibhausgasemissionen der Suva bis 2030 um 60 Prozent auf 3’600 t CO2 (Basis 2014).

Grundlage sind das an der Pariser Klimakonferenz verabschiedete und auch für die Schweiz verbindliche Ziel, bis 2050 den globalen Anstieg der Durchschnittstemperatur auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 (SNE 2030) .

Weitere EngagementsVorbild Energie und Klima - Eine Initiative des Bundes

Die Suva nimmt seit 2018 an dem Programm « Vorbild Energie und Klima – eine Initiative des Bundes  » teil und dokumentiert jährlich die erzielten Fortschritte ( zum Jahresbericht  ).

Es handelt sich dabei um konkrete Massnahmen zur Effizienzsteigerung, welche der Bund seit 2013 gemeinsam mit bundesnahen Betrieben wie der Post, SBB, Skyguide und Swisscom angeregt hat. Die Suva hat für den Zeitraum 2020 bis 2030 Zielsetzungen erarbeitet, welche gleichzeitig die neuen Klimaziele bilden. Neben der Suva streben derzeit vierzehn weitere bundesnahe Unternehmen im Rahmen der Initiative mehr Nachhaltigkeit und eine höhere Energieeffizienz an.

Umweltbilanz 2020 für unsere Betriebsstandorte

Die Umweltbilanz 2020 zeigt eine deutliche Abnahme der Treibhausgasemissionen von insgesamt knapp 14 Prozent (5'430 t CO2-Äquivalente) gegenüber dem Jahr 2019 (6'326 t CO2-Äquivalente). Gegenüber dem Basis Jahr hat die Suva total 39 Prozent weniger Treibhausemissionen ausgestossen.

Aufgefächert auf die verschiedenen Bereiche zeigt sich folgendes Bild:

  • Geschäftsverkehr
    Am Hauptsitz, an den beiden Kliniken und 18 Agenturstandorten konnten die THG-Emissionen um 24 Prozent gesenkt. Umgerechnet entspricht das 2’799'000 km, die weniger gefahren wurden.
  • Papierverbrauch
    Reduktion der t CO2-Äquivalente um 26 Prozent, was 85 Tonnen weniger Papier entspricht.
  • Absoluter Stromverbrauch
    Hier erfolgte eine Abnahme der t CO2-Äquivalente von 67 Prozent. Grund dafür ist die veränderte Stromherkunft. Umgerechnet in Megawattstunden konnte der absolute Stromverbrauch aber nur um rund 6 Prozent (–883 MWh) gesenkt werden.
  • Absoluter Wärmeverbrauch
    Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Wärmeverbrauch in t CO2-Äquivalente um 1 Prozent ab. Umgerechnet in Megawattstunden konnte der absolute Wärmeverbrauch um 10 Prozent ab (–1'432 MWh) gesenkt werden.

Ein Grund für die markanten Einsparungen im Bereich Geschäftsverkehr und Papierverbrauch ist die Corona-Pandemie mit der damit verbundenen Homeoffice-Pflicht. Das virtuelle Arbeiten und Treffen im Homeoffice führte zu weniger Reisetätigkeit und Papierverbrauch. Weniger auffällig sieht hingegen das Ergebnis beim Wärme- und Stromverbrauch aus. Obschon beim Stromverbrauch 67 Prozent an THG-Emissionen aufgrund veränderter Stromherkunft eingespart werden konnten ging der absolute Stromverbrauch insgesamt nur um 6 Prozent zurück, beim absoluten Wärmeverbrauch waren es minus 10 Prozent.

Da weniger Mitarbeitende in den Büros waren, verringerte sich die menschliche wie technische Abwärme (PC, Drucker, etc.). Durch das regelmässige Lüften aufgrund der Covid-Massnahmen vor Ort ging zusätzlich Wärme verloren. Geschäftsverkehr und Wärmeverbrauch bleiben die bedeutendsten direkten Verursacher von THG-Emissionen.

Signalwirkung

Unsere Mitarbeitenden selbst machen einen wesentlichen Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie aus und werden daher in Projekte zum Umdenken und für Verhaltensänderungen eingebunden. Damit werden sie zu Vorbildern und beeinflussen das Verhalten anderer positiv.

Folgende Projekte sind u.a. für mehr erneuerbare Energien bei Wärme, Strom und Geschäftsverkehr sowie mehr Effizienz im Umgang mit den Energien geplant:

  • Eine neue Wärmeerzeugung am Haupsitz Rösslimatt (Seewassernutzung)
  • Einsatz auf Solarenergie auf unseren Dächern zur Stromproduktion
  • Eine 100 Prozent Umstellung der Suva eigenen Geschäftsautos auf Elektro-Fahrzeuge

Nachhaltigkeit in den Anlagen

Immobilien

Die Suva bekennt sich zu diesen Zielvorgaben hinsichtlich der Immobilienanlagen und hat Zielwerte für die Effizienzsteigerung und den Anteil erneuerbarer Energien bei der Info Wärmeerzeugung definiert. Diese gelten schweizweit sowohl für unsere Betriebsstandorte als auch das gesamte Immobilien-Portfolio. Auch hier haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2050 das Immobilienportfolio klimaneutral zu gestalten.

Angaben zum Immobilien-Portfolio und den verschiedenen Nutzungen.

Immobilien

Finanzanlagen

Die Finanzspezialisten der Suva bewirtschaften rund CHF 56 Mia. Anlagegelder, um die künftigen Rentenzahlungen sicherzustellen. Neben den finanziellen Gesichtspunkten spielen ökologische, ethische und soziale Aspekte eine wichtige Rolle bei der Anlagepolitik. Die Suva bekennt sich zum Stil der aktiven Vermögensverwaltung. Im Gegensatz zu einer passiven Umsetzung erfordert dies eine gesamtheitliche Beurteilung des Unternehmens vor der Investition. Sämtliche Chancen und Risiken werden gegeneinander abgewogen. Hierbei stellt «Good governance» eines unserer Hauptkriterien dar. Im Verbund mit anderen Investoren versuchen wir im Rahmen unserer Einflussmöglichkeiten die Unternehmen zu langfristig nachhaltiger Unternehmensführung zu motivieren («Engagement»). Entwickelt sich ein Unternehmen nicht nach unseren Vorstellungen, ziehen wir als Ultimo Ratio einen Verkauf der Aktie in Betracht («Exit»).

Für die Suva bleiben die finanzielle Stabilität und die ökonomische Nachhaltigkeit zentral. Das Anlagevermögen ist zweckgebunden. Es dient zur Deckung der gesetzlich vorgegebenen finanziellen Verpflichtung der Suva gegenüber ihren Versicherten.

Deshalb sind wir bestimmten Renditezielen zwingend verpflichtet, um die gesetzlich vorgegebene Garantie der Renten leisten zu können.
Die Suva ist Unterzeichnerin der «United Nations Principles for Responsible Investments (UNPRI)» und Mitglied von Swiss Sustainable Finance (SSF). Als Gründungsmitglied engagiert sie sich seit 2015 im Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK).

Erfahren Sie mehr zu den Anlagen, zur Rendite und Performance.

Anlagestrategie