Anzugsträger mit Blatt in Brusttasche

Nachhaltigkeit

  • Die Suva engagiert sich im Bereich Nachhaltigkeit auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene.
  • Eine Wesentlichkeitsmatrix zeigt die Handlungsfelder mit hoher und sehr hoher Bedeutung für die Suva und ihre Anspruchsgruppen auf.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Suva

Nachhaltigkeit ist für die Suva ein wichtiges Thema: Unsere Produkte und Dienstleistungen wie auch unser Betrieb erfüllen ökologische, ökonomische und soziale Anforderungen.

Ausgehend von den Erfahrungen der ersten Jahre hat eine Fachgruppe im Juni 2015 die Nachhaltigkeitsstrategie überprüft. Sie identifizierte die relevanten Handlungsfelder auf allen drei Ebenen – Ökologie, Ökonomie und Soziales – der Nachhaltigkeit. Die Methode orientierte sich an internationalen Standards wie der Global Reporting Initiative (GRI). Dazu wurden die Bedürfnisse der Anspruchsgruppen betrachtet und die wichtigsten Geschäftsprozesse miteinbezogen.

Das Resultat ist eine breit abgestützte Wesentlichkeitsmatrix. Sie zeigt die Handlungsfelder mit hoher oder sehr hoher Wichtigkeit für die Nachhaltigkeit der Suva.

Die neu erarbeitete und breit abgestützte Nachhaltigkeitsstrategie wurde im Sommer 2015 von der Geschäftsleitung der Suva verabschiedet.

Umweltmanagement und Klimaschutz

Der Suva ist ein umweltbewusster und schonender Umgang mit Ressourcen sehr wichtig. Darum leistet sie, im Sinne der Klimaziele der Schweiz, einen Beitrag zur Reduktion des Treibhausgasaus-stosses. Sie hat sich das Ziel gesetzt, die betrieblichen CO2-Emissionen bis 2025 um 30 Prozent ge-genüber 2014 zu reduzieren. Die Auswertung der Umweltdaten 2018 zeigt, dass die Suva dieses Ziel bereits vorzeitig erreicht hat. Die beiden bedeutendsten Verursacher der Treibhausgasemissionen der Suva, der Geschäftsverkehr und Wärmeverbrauch, nahmen um 1209 MWh (-8 Prozent) bzw. um 296 000 km (-3 Prozent) ab gegenüber 2017.

Dass die Suva ihr CO2-Klimaziel frühzeitig erreichen konnte, hat verschiedene Gründe. Hauptsächlich ist dies darauf zurückzuführen, dass am Hauptsitz in Luzern und in der Rehaklinik Bellikon mehrheitlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie beispielsweise Wasserkraft verwendet wird. Positiv auf die Energiebilanz wirkte sich zudem aus, dass die Suva durch den Um- und Neubau der Rehaklinik Bellikon erhebliche Energieeinsparungen verzeichnet. Die modernisierten, wie auch die neuen Gebäudeteile entsprechen dem Standard Minergie-P. Die Gebäudetechnik ist ressourcenschonend und die Gebäudestrukturen gewährleisten Flexibilität für künftige Entwicklungsschritte. Schliesslich hatten diverse Projekte, die das Ziel hatten den Energieverbrauch zu reduzieren, ihre Wirkung gezeigt. So wurden beispielsweise bestehende Beleuchtungen an verschiedenen Suva-Standorten durch LED-Lösungen ersetzt. Aber auch Anpassungen in der IT haben dazu beigetragen, den Energieverbrauch zu senken. Nicht zuletzt haben sich die milden Wintermonate der letzten Jahre positiv auf die benötigte Heizenergie ausgewirkt. Mit dem vorzeitigen Erreichen des gesetzten CO2-Klimaziels ist die Arbeit aber nicht beendet.

Die Suva will sich weiter steigern und hat sich bereits neue Klimaziele gesetzt.

Grundlage für das neue Suva-Reduktionsziel für die Periode 2020-2030 ist das an der Pariser Klimakonferenz verabschiedete und auch für die Schweiz verbindliche Ziel, den globalen Anstieg der Durchschnittstemperatur auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau (Zeitraum zwischen 1850 und 1900) bis 2050 zu begrenzen. Die Suva hat sich für ihre Immobilienanlagen im Rahmen der Immobilienstrategie   bereits zu dieser Zielvorgabe bis ins Jahr 2050 bekannt. Basierend auf dieser Grundlage sind die Zielwerte für die Effizienzsteigerung und für den Anteil erneuerbare Energien bei der Wärmeerzeugung für alle Betriebsstandorte definiert worden. Die Ziele betreffend die ökologische Stromproduktion umfassen nebst den Betriebsstandorten zusätzlich das gesamte Immobilien-Portfolio.

Folgende Zielwerte wurden festgelegt:

  • Effizienzsteigerung: Die Energieeffizienz soll um 20 Prozent bis 2030 gegenüber 2017 gesteigert werden. Das heisst konkret, dass der Endenergieverbrauch von 28 Mio. kWh auf 22 Mio. kWh reduziert werden soll.
  • Erneuerbare Energien bei der Wärmeerzeugung: Der Anteil der erneuerbaren Energien soll bis 2030 gegenüber 2017 um 40 Prozent gesteigert werden.
  • Ökologische Stromproduktion: Der Zubau von PV-Anlagen soll auf 1 Mio. kWh Ertrag pro Jahr bis 2030 gegenüber 2017 gesteigert werden.

Der Suva ist es sehr wichtig, einen Beitrag an die Klimaziele der Schweiz zu leisten. Als verantwortungsbewusste Arbeitgeberin möchte die Suva mit ihrem Engagement ein Vorbild sein für andere Unternehmen.

Energie-Vorbild – eine Initiative des Bundes:

Im Sommer 2012 hat der Bund gemeinsam mit den bundesnahen Konzernen Post, SBB, Skyguide und Swisscom konkrete Massnahmen zur Energieeffizienzsteigerung in Aussicht gestellt. Unter dem Label «Vorbild Energie und Klima – eine Initiative des Bundes»   setzte man sich das Ziel bis 2020 gegenüber von 2006 eine Energieeffizienzsteigerung von 25 Prozent zu erreichen. Dafür wurden 39 gemeinsame plus 7 spezifische Massnahmen definiert, für die sich die Teilnehmenden der Initiative verpflichten. Nachdem eine externe Evaluation aufzeigte, dass sich die Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit messbar auszahlen, hat der Bund entschieden, das Projekt bis 2030 zu verlängern. Die Suva nimmt seit 2018 am Projekt «Vorbild Energie und Klima – eine Initiative des Bundes» teil. Im Jahresbericht 2018   berichtete die Suva erstmals umfassend über ihre Tätigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit. Für die Neugestaltung der Initiative für den Zeitraum 2020 bis 2030 hat die Suva Zielsetzungen erarbeitet, welche gleichzeitig die neuen Klimaziele der Suva bilden. Neben der Suva bemühen sich aktuell neun weitere bundesnahe Unternehmen im Rahmen der Initiative um mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Die Wesentlichkeitsmatrix

Die Wesentlichkeitsmatrix spiegelt einerseits das Kerngeschäft wider – Unfallversicherung, Prävention und Wiedereingliederung – mit dem die Suva einen gesellschaftlich wichtigen Beitrag leistet. Sie nimmt andererseits auch Themen mit besonderer ökologischer und sozialer Verantwortung auf wie Klimaschutz, Chancengleichheit oder nachhaltige Beschaffung. Sie stehen im Kern der neuen Nachhaltigkeitsstrategie.

Das Modell Suva

Das Modell Suva vereint Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Damit deckt es relevante Handlungsfelder der Wesentlichkeitsmatrix ab. Im Fokus der sozialen Nachhaltigkeit steht das Engagement in Prävention und Wiedereingliederung. Auch der umfassende Versicherungsschutz gehört dazu, genauso wie die betriebswirtschaftliche Effizienz ohne Gewinnorientierung: Gewinne fliessen in Form tieferer Prämien wieder an die Versicherten zurück.

Der Suva ist ein umweltbewusster und schonender Umgang mit Ressourcen sehr wichtig. Darum leistet sie, im Sinne der Klimaziele der Schweiz, einen Beitrag zur Reduktion des Treibhausgasaus-stosses. Sie hat sich das Ziel gesetzt, die betrieblichen CO2-Emissionen bis 2025 um 30 Prozent ge-genüber 2014 zu reduzieren. Die Auswertung der Umweltdaten 2018 zeigt, dass die Suva dieses Ziel bereits vorzeitig erreicht hat. Die beiden bedeutendsten Verursacher der Treibhausgasemissionen der Suva, der Geschäftsverkehr und Wärmeverbrauch, nahmen um 1209 MWh (-8 Prozent) bzw. um 296 000 km (-3 Prozent) ab gegenüber 2017.

Angaben zum Immobilien-Portfolio und den verschiedenen Nutzungen.

Immobilien

Aktiv gegen Energieverschwendung

Die Mitarbeitenden selbst machen einen wesentlichen Teil der Nachhaltigkeit aus. In Projekten zum Umdenken und Verhaltensänderungen werden sie eingebunden. Das Projekt Goodbye Standby beispielsweise zielte darauf ab, den Energieverschwendung am Arbeitsplatz durch Geräte im Standby-Modus zu reduzieren. Verhaltensänderungen aber auch technische Hilfsmittel wie Zeitschaltuhren sollen dazu beitragen, 150 000 kWh pro Jahr einzusparen. In Bern förderte zudem die Agentur zusammen mit Mobility die kombinierte Nutzung von Verkehrsmitteln um so eine nachhaltigere Mobilität zu erreichen.

Mann schaltet Büroleuchte an.

Soziale Verantwortung

Die Schaffung von Alterswohnungen ist ein wichtiger Beitrag zur demografischen Entwicklung. Bei Neubauten berücksichtigt die Suva deshalb den Wandel der Lebensformen und Haushaltsgrössen sowie den Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum.

CAD-Animation Aussenansicht Gebäude Alterswohnen Emmenfeld

Faire und attraktive Arbeitgeberin

Als Arbeitgeberin strebt die Suva an, dass die Altersstruktur der Mitarbeitenden der Alterspyramide der Schweiz entspricht.


Die Suva möchte eine attraktive und faire Arbeitgeberin sein und legt Wert auf Chancengleicheit, zum Beispiel auch auf Lohngleichheit: 2015 führte die Suva zusammen mit dem Forschungsinstitut für Arbeit und Arbeitsrecht der Universität St. Gallen eine Überprüfung der Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen durch. Die unerklärte Lohndifferenz von zwei Prozent liegt gemäss den Forschern deutlich unter dem gesamten Branchendurchschnitt. Dieses gute Ergebnis zeigt, dass sich die Suva eindeutig auf dem Weg zur gelebten Lohngleichheit befindet.

Informieren Sie sich zu den vielseitigen Arbeitsplätzen und offenen Stellen.

Arbeitgeberin

Nachhaltigkeit bei Anlagen

Neben den finanziellen Gesichtspunkten spielen seit Jahren auch ökologische, ethische und soziale Aspekte eine wichtige Rolle bei der Anlagepolitik. Zentral bleiben die ökonomische Nachhaltigkeit und die finanzielle Stabilität. Die Suva bleibt den Renditezielen verpflichtet. Das Anlagevermögen ist zweckgebunden. Es dient zur Deckung der gesetzlich vorgegebenen finanziellen Verpflichtung der Suva gegenüber ihren Versicherten.

Die Suva ist Unterzeichnerin der «United Nations Principles for Responsible Investments (UNPRI)». Als Gründungsmitglied engagiert sich die Suva seit 2015 im Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK).

Erfahren Sie mehr zu den Anlagen, zur Rendite und Performance.

Anlagestrategie

Weitere Handlungsfelder

In der Beschaffung strebt die Suva an, diese nach nachhaltigen Kriterien zu optimieren. In einem ersten Schritt identifizierte sie die aus Nachhaltigkeitssicht relevanten Beschaffungen.

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