Schlaf-Mythen – Was stimmt wirklich?

Barbara Senn,

Ist nackt schlafen tatsächlich gesünder? Kann ich vorschlafen? Und hilft mir der Schlummerbecher dabei, besser zu schlafen? Fünf Thesen auf dem Prüfstand.

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Mythos 1: Der Mittagsschlaf hilft, ein Schlafmanko nachzuholen.

Richtig. Alle Schlafperioden innerhalb von 24 Stunden können zusammengerechnet werden, um das nötige Soll an Schlafstunden zu erreichen. Bei anhaltenden Schlafproblemen besser auf den Mittagsschlaf verzichten.

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Mythos 2: Man kann vorschlafen.

Falsch. Kein Mensch kann auf Vorrat schlafen. Allerdings kann man einen kurzfristigen Schlafmangel schnell wieder ausgleichen. Aber: Schlafmangel wirkt sich aus wie Alkohol und erhöht das Unfallrisiko.

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Mythos 3: Der Schlummerbecher hilft, besser zu schlafen.

Falsch. Alkohol hilft zwar beim Einschlafen, behindert aber das Durchschlafen. Mit zu viel Alkohol haben auch unsere Organe Stress. Dadurch ist der Schlaf in der zweiten Nachthälfte gestört.

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Mythos 4: Nackt schlafen ist gesünder.

Falsch. Ideal ist ein bequemer, gut sitzender Pyjama. Dieser sorgt in der Nacht für die richtige Körpertemperatur und einen ruhigen Schlaf.

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Mythos 5: Fernsehen hilft abzuschalten und besser zu schlafen.

Richtig und falsch. Fernsehen kann helfen, nach einem anstrengenden Tag abzuschalten. Schläft man allerdings vor dem Fernseher ein, nimmt die Schlafqualität durch die Schlafposition sowie Licht und Ton eher ab.

Für Aufgeweckte:

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Präventionsmodul für Betriebe

Weil Ausgeschlafene sicherer leben, hat die Suva ein Präventionsmodul für ihre versicherten Betriebe entwickelt. Die Elemente des Moduls «Gut schlafen – sicherer leben» können nach Wunsch für eine Betriebskampagne zusammengestellt werden. Die Teilnehmenden erfahren, wie wichtig Schlaf für die Sicherheit und die Gesundheit ist. Schlaf fördernde Gewohnheiten werden besprochen und Massnahmen abgeleitet.

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