Schutzmasken: Mit Fit-Tests zu mehr Akzeptanz

Jean-Luc Alt,

Am Standort Vernier setzt Givaudan auf Innovationen im Bereich Atemschutz. Das Chemieunternehmen hat den quantitativen Fit-Test für alle seine Mitarbeitenden eingeführt, die mit einer Schutzmaske arbeiten.

"benefit" 4_19 Rubrik "Meine Sicht", Julie Tescher, Givaudan, Schutzmaske, PSA

Was ist der Fit-Test?
Der Fit- oder Eignungstest zeigt an, ob die Atemschutzmaske wirksam funktioniert und an den Träger angepasst ist. Wir haben uns dabei an einem Verfahren aus den USA orientiert.

Was ist das Ziel?
Bei Givaudan ist das Tragen von Atemschutzmasken bei gewissen Verfahren erforderlich. So schützen wir das Personal vor einem Restrisiko, das trotz allen Vorkehrungen auftreten könnte. Bei der Sicherheit verstehen wir keinen Spass. Sämtliche Maskenträger sollen über ein Gerät verfügen, dessen Schutz dem neusten technischen Stand entspricht. Diese neue Massnahme ist Bestandteil unserer nachhaltigen Präventionsbestrebungen und trägt langfristig zur Sicherheit unserer Angestellten bei. 

Die PSA

Das Benutzen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA)  , zu der die Schutzmasken gehören, ist für bestimmte Verarbeitungsprozesse obligatorisch. Die PSA liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers und trägt dazu bei, Gesundheitsschäden der Arbeitnehmenden zu vermeiden. 

Welche Lehren haben Sie aus diesen Tests gezogen?
Zwei Drittel der Tests, die bei den 365 mit Masken ausgerüsteten Angestellten durchgeführt wurden, erbrachten positive und vorschriftsgemässe Resultate. Bei gegen 100 Personen funktioniert die Maske allerdings nicht optimal, obwohl die Atemschutzgeräte jährlich gewartet werden. Ungenügende Dichtheit aufgrund der Gesichtsbehaarung, Alterung der Dichtungen sowie den Gesichtern schlecht angepasste Formen und Grössen gehörten zu den häufigsten Mängeln.  

Welche Massnahmen haben Sie ergriffen?
Wir haben unsere Feuerwehr beauftragt, den Fit-Test alle zwei Jahre durchzuführen. Sie war bereits vorher für das Warten der Masken verantwortlich. Dann erweiterten wir das Sortiment der verfügbaren Masken. So konnten die Mitarbeitenden verschiedene Modelle ausprobieren. Als letzte, zugleich heikelste und sehr persönliche Massnahme, haben wir das Tragen von Bärten reglementiert.

Eine Massnahme, die sicherlich unbeliebt ist?
Unsere Geschäftsleitung war stark in die Kommunikation der Resultate der Tests und der erarbeiteten Massnahmen eingebunden. Sie hat mit allen Partnern, Arbeitsgruppen, Kadermitarbeitern und den Gewerkschaften einen konstruktiven Dialog geführt. Natürlich wurden die Mitarbeitenden in das Vorgehen einbezogen. Sie von den Massnahmen zu überzeugen, diese mitzutragen und weiterzuvermitteln, war die grösste Herausforderung. Heute haben die Mitarbeitenden von Givaudan diesen wichtigen Schritt gemacht: Sie haben sich klar für einen wirksamen Schutz entschieden. 

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