«Es ging ein Ruck durch die Belegschaft»

Regula Müller,

Michel Boha ist Leiter der Logistik bei Digitec Galaxus. Im Interview erzählt er, wie sich das Coronavirus auf die Geschäfte auswirkt und wie die Massnahmen des Bundes im Kampf gegen Corona umgesetzt werden können.

Michel_Boha, Digitec, Leiter Logisitik

Wie hat sich das Coronavirus auf die Bestellungen bei Digitec Galaxus ausgewirkt?
Das Auftragsvolumen hat sich mittlerweile auf derselben Stufe wie das Weihnachtsgeschäft eingependelt. Das ist eine Verdoppelung der bestellten Mengen. Vorwiegend werden Artikel für das Homeoffice, Fitnessgeräte oder aber auch Unterhaltungsmedien bestellt.

Wie können Sie die grosse Zusatzbelastung durch die Mehrbestellungen meistern?
Wir haben rund 200 Leute zusätzlich eingestellt. Die Hälfte davon kommen von Drittfirmen, die wegen der Coronakrise keine Aufträge mehr haben und jetzt temporär bei uns im Einsatz sind. Weil wir aber das Lager nicht – wie beim Weihnachtsverkauf – aufstocken konnten, kommt es teilweise zu längeren Lieferzeiten.

Was stellen Sie den Mitarbeitenden bereit, damit sie die nötigen Hygienemassnahmen einhalten können?
Unsere Mitarbeitenden haben an sehr vielen Lavabos die Möglichkeit die Hände mit Seife zu waschen. Überall stehen Handdesinfektionsmittel bereit. Die meisten Mitarbeitenden haben auch ein persönliches. Jeder Arbeitsplatz ist mit Reinigungsmitteln ausgestattet und muss vor, nach und während der Schicht gereinigt werden. Ausserdem bleiben Türen, die nicht unbedingt geschlossen sein müssen, offen. So verhindern wir eine Übertragung beim Berühren der Türklinken.

Wie setzen Sie die die Regelung von einem Zweimeterabstand durch?
Zwischen den Arbeitsplätzen gibt es nun Trennvorhänge. Da wo es möglich war, haben wir die Arbeitsplätze auseinandergezogen. In der Kantine dürfen sich maximal 50 Leute aufhalten, so dass wir auch da pro Person vier Quadratmeter zur Verfügung haben. Mittlerweile gibt es auch keine Schichtüberschneidungen mehr, damit sich weniger Mitarbeitende begegnen. Zum jeweiligen Schichtbeginn regeln Parkeinweiser den Einlass, um zu vermeiden, dass sich sehr viele Leute gleichzeitig im Treppenhaus aufhalten.

Michel_Boha, Digitec, Leiter Logisitik

Coronavirus: Informationen für Kundinnen und Kunden der Suva

  • Schützen Sie Ihre Mitarbeitenden vor dem Coronavirus.
  • Zahlungsfristen werden verlängert.
  • Die Schalter in allen Suva-Agenturen und der Militärversicherungs-Agenturen bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

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Wie gehen die Mitarbeitenden mit dieser Situation um?
Wie in der Gesamtbevölkerung ging auch bei uns ein Ruck durch die Belegschaft, als der Bundesrat die Bars, Restaurants und Läden schloss. Seit diesem Zeitpunkt nehmen die Mitarbeitenden die Situation sehr ernst und halten sich grössten Teils gut an die Massanahmen. Wir haben unsere Betriebssanitäter zu Gesundheitsambassadoren ernannt, welche die Mitarbeitenden darauf hinweisen, wenn sie gegen eine Regel verstossen.

Wo sehen Sie die grösste Herausforderung im Zusammenhang mit Corona?
Wenn sich die Krise in die Länge zieht, ist es sicher schwierig, die Akzeptanz der Mitarbeitenden gegenüber den Massnahmen hoch zu halten. Wir werden wieder und wieder sensibilisieren und nicht aufhören, auf die Abstandsregelungen und Hygienemassnahmen aufmerksam zu machen.