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Umbau und Renovation: Asbest erkennen und die Gesundheit schützen

Asbest wurde Putzen, Plattenklebern, Fensterkitt und zahlreichen anderen Baustoffen zugesetzt. Das macht es so schwierig, Asbest zu erkennen. Deshalb brauchen Sie ein geübtes Auge und einiges an Wissen. Erfahren Sie hier, worauf Sie unbedingt achten sollten, um sich und Ihr Team zu schützen.

Inhalt

Kurz und bündig

Einst als Wundermittel für die Bauindustrie gepriesen, wurde Asbest in Massen verbaut. Da sich die verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit erst Jahrzehnte später zeigten, erfolgte das Asbestverbot viel zu spät. Der Schaden war angerichtet, und es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Akte Asbest geschlossen werden kann.

Das gefährliche Material lässt sich nur selten zweifelsfrei identifizieren. Deshalb sollten Sie stets nach folgenden Grundsätzen handeln:

  • Gehen Sie davon aus, dass in allen Gebäuden, die vor 1990 gebaut wurden, Asbest vorhanden ist.
  • Wenn Sie unsicher sind, entnehmen Sie unter den gebotenen Schutzvorkehrungen eine Materialprobe, und senden Sie diese an ein Labor. 
  • Instruieren Sie Ihre Fachkräfte, sodass sie bei Asbestverdacht «Stopp» sagen.

Todesfaser Asbest

Die Infografik zeigt einen Handwerker, der mit dem Bohrer in der Hand Arbeiten in einem älteren Einfamilienhaus vornehmen will. Der Sicherheitsbeauftragte verwehrt ihm mit einem Stopp-Schild in der Hand den Zutritt. Denn wie es der Titel sagt: Asbest steckt in Gebäuden, die vor 1990 gebaut oder umgebaut wurden. Deshalb vor jedem Umbau oder Renovation: Prüfen auf Asbest! Quelle: Suva
Pro Jahr sterben in der Schweiz über 100 Menschen an den Langzeitfolgen von Asbest. Die Infografik zeigt einen Handwerker, der bei Renovationsarbeiten in einem alten Badezimmer in die Kacheln an der Wand bohrt. Das erzeugt gefährlichen Staub, der Asbest enthalten kann, aber der Mann trägt keinen Atemschutz. Deshalb gilt: Vorsicht bei Arbeiten an Böden, Wänden, Decken, Dächern, Fassaden, Fenstern, Elektroinstallationen, Isolationen, Heizungen …und an vielen anderen Stellen! Quelle: SSUV, Berufskrankheiten der Arbeitnehmenden der Schweiz (2010–2019)

Wo ist die Gefahr am grössten, auf Asbest zu stossen?

Die Antwort auf diese Frage erfahren Sie während eines Rundgangs durch das interaktive Asbesthaus. Überdies unterstützen wir Sie mit Informationen und Fotos aus der Praxis. Sie helfen Ihnen, Asbest in Platten zu erkennen oder belastete von harmlosen Böden zu unterscheiden.

Asbestproben schaffen Klarheit

Es gibt Situationen, in denen gut instruierte Baufachleute sofort wissen: Hier ist Asbest vorhanden. Aber oft kann man asbesthaltiges Material von blossem Auge nicht erkennen. In solchen Fällen schafft eine Materialprobe Klarheit. Damit keine Gefahr für die Gesundheit besteht, müssen jedoch selbst bei der Entnahme kleiner Proben die Schutzvorkehrungen eingehalten werden.

Auf der Seite des Forums Asbest Schweiz (FACH) finden Sie eine Liste mit Laboren 

, die solche Analysen durchführen. Werden bei einem Umbau oder einer Renovation umfassendere Abklärungen notwendig, wenden Sie sich an eine Firma für Gebäudediagnostik 
.

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