VL_SHT_SUVA_3802005.jpg

Stolpern und Stürzen beim Gehen wird unterschätzt

Viele achten beim Gehen und Treppensteigen nicht auf die Stolpergefahr. Deshalb ist ein Unfall durch Ausrutschen oder Stolpern so schnell passiert. Stolpern und Stürzen ist dann auch die häufigste Unfallursache. Unsere einfach umzusetzenden Präventionsangebote helfen Ihnen dabei, Ihre Mitarbeitenden zu sensibilisieren.

Inhalt

Kurz und bündig

Für die meisten ist das Gehen ein so automatischer Bewegungsablauf, dass es völlig ungefährlich erscheint. Doch das täuscht. Stolpern und Stürzen ist in der Schweiz die Unfallursache Nummer eins.

Pro Jahr erleiden rund 64 000 Menschen während der Arbeit einen Stolper- oder Sturzunfall. Das ist ein Viertel aller Berufsunfälle. Zählt man die Unfälle im Alltag (Freizeit ohne Sportunfälle) hinzu, steigt die Zahl sogar auf rund 135 000 Personen.

Präventionsaktivitäten rund um das Thema «Stolpern und Stürzen» haben nachweislich einen positiven Einfluss auf das Verhalten der Menschen. Doch Verhaltensänderungen geschehen nicht von heute auf morgen. Erwarten Sie deshalb keine «schnellen Gewinne». Setzen Sie vielmehr auf eine wiederkehrende und somit nachhaltige Sensibilisierung.

Stolperunfälle bei Arbeit und Freizeit kosten 1.4 Mia. CHF pro Jahr

Ein Drittel aller Unfälle passieren durch Stolpern oder Ausrutschen. 54000 Unfälle pro Jahr passieren auf Treppen, 17000 auf Eis und Schnee, je 12000 beim Tragen, auf Strassen und Wegen sowie über Einrichtung. Die Infografik zeigt entsprechende Unfallbeispiele von Menschen, die in solchen Situationen stolpern. Quelle: SSUV, Berufs- und Freizeitunfälle der Arbeitnehmenden der Schweiz (2015–2019)
Stolperunfälle: 200 000 Menschen pro Jahr verletzen sich. Die Infografik zeigt, welche Verletzungen wie häufig passieren: Bei 42% der Unfälle gibt es Verrenkungen, Verstauchungen, Zerrungen etc. Bei 29% kommt es zu Prellungen und Schürfungen, bei 14% zu Frakturen, bei 5% zu offenen Wunden, bei 2% zu Gehirn-, Nerven- und Rückenmarksverletzungen sowie bei 8% zu sonstigen Verletzungen. Quelle: SSUV, Berufs- und Freizeitunfälle der Arbeitnehmenden der Schweiz (2015–2019)
Auf Treppen sicher unterwegs: Darauf kommt es an. Die Infografik zeigt eine Frau, die die Treppe hochsteigt. Um sie herum sind verschiedene Tipps angeordnet: Sich fit halten, den Handlauf benutzen, aufmerksam sein: kein Blick aufs Handy, sich Zeit nehmen, keine Hindernisse wie Blumentöpfe auf die Treppe stellen, die Treppe rutschfest, sauber, eis- und schneefrei halten sowie kritische Stellen wie die obersten und untersten Stufen markieren oder beleuchten. Quelle: Suva

Ein kleiner Stolperer kann unangenehme Folgen haben

Die Folgen eines Sturzes können selbst einfache Dinge wie Einkaufen unmöglich machen. Seien Sie vorsichtig.

liv_20100503_spot stolpern auto_de.tif

Im Winter lohnt sich Vorsicht doppelt

Im Winter ist die Sturzgefahr am grössten. Zwar müssen sich Passantinnen und Passanten an die Verhältnisse anpassen und vorsichtig sein. Doch grundsätzlich sind Grundstücksbesitzer und die Werkdienste der Gemeinden bei Schnee und Eis dafür verantwortlich, dass die Gehwege frei und sicher begehbar sind. Ob bei einem Unfall Hausdienst-Verantwortliche haften, muss im Einzelfall dann oft vor Gericht geklärt werden.

Der Artikel «Winterdienst und Stürze: Wer ist haftbar?» informiert über die rechtlichen Grundlagen und gibt nützliche Tipps, wie ein gut geplanter und organisierter Hausdienst Sturz- und Ausrutschunfälle im Winter verhindern kann.

Winterdienst und Stürze: Wer ist haftbar?

Downloads und Bestellungen

Suche

Finden Sie diese Seite hilfreich?

Weiterführende Themen

No results available