Forst, Holzstaub, Wald

Ausbildung für Arbeiten mit besonderen Gefahren

  • Arbeiten mit besonderen Gefahren erfordern eine Ausbildung.
  • Die Ausbildung für Arbeiten mit besonderen Gefahren erfolgt je nach Art der Tätigkeit in einer Ausbildungsstätte oder innerbetrieblich.
  • Hier finden Sie Informationen über die Ausbildungen für Arbeiten mit besonderen Gefahren sowie mögliche Ausbildungsstätten.

Arbeitgeber dürfen Arbeiten mit besonderen Gefahren nur Mitarbeitenden übertragen, die dafür ausgebildet sind. Dies verlangt die Verordnung über die Unfallverhütung (VUV) in Artikel 8. Führt eine Person eine solche Arbeit allein aus, so muss der Arbeitgeber sie dabei überwachen lassen.

Was sind Arbeiten mit besonderen Gefahren?

Eine Arbeit mit besonderen Gefahren liegt in den folgenden Fällen vor:

  • Die Erfahrung aus dem Unfall- oder dem Berufskrankheitsgeschehen zeigt, dass es sich um eine Arbeit mit besonderen Gefahren handelt.
  • Das Schadensausmass bei einem Unfall ist sehr hoch und die Ausbildung trägt entscheidend zur Minimierung der Risiken bei.
  • Die Tätigkeit ist mit hohen Unfall- oder Berufskrankheitsrisiken verbunden und das Risiko lässt sich nach Ausschöpfung der technischen Schutzmassnahmen weiter signifikant reduzieren.
  • Die Arbeit setzt das Bewusstsein für erhöhte Gefährdungen voraus und die Fähigkeit, sich vor diesen zu schützen.
Ausbildungsmodell A:

An Ausbildungsstätte mit anerkannten Ausbildungs- und Prüfungsunterlagen

Nur Ausbildungsstätten mit anerkannten Ausbildungs- und Prüfungsunterlagen dürfen die Ausbildung anbieten und durchführen. Notwendig ist die Anerkennung durch eine vom Bundesrat bezeichnete Institution. Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung erhalten die ausgebildeten Personen einen Ausbildungsnachweis, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Eine ergänzende Instruktion über die spezifische Situation im Betrieb ist immer notwendig.

Ausbildungsmodell B:

An Ausbildungsstätte mit Eigendeklaration

Ausbildungsstätten oder Ausbildner können selbst deklarieren, dass sie mit ihrer Ausbildung den Stand der Technik erfüllen. Die Ausbildungsstätten überprüfen nach der Ausbildung, ob die erforderlichen Kompetenzen erworben wurden. Wer die Voraussetzungen erfüllt, erhält einen Ausbildungsnachweis der Ausbildungsstätte.

Eine ergänzende Instruktion über die spezifische Situation im Betrieb ist immer notwendig.

Ausbildungsmodell C:

Betriebsintern durch fachkundige Person

Eine fachkundige Person bildet die Mitarbeitenden im eigenen Betrieb aus. Sie muss dafür über eine entsprechende Praxiserfahrung und pädagogische Fähigkeiten verfügen. Dauer und Inhalt der Ausbildung richten sich nach den branchenüblichen Anforderungen. Die fachkundige Person überprüft nach der Ausbildung, ob die Ausgebildeten über die erforderlichen Kompetenzen verfügen. Wenn ja, stellt der Betrieb einen Ausbildungsnachweis aus. Darauf müssen die vermittelten Kompetenzen festgehalten sein. Eine betriebsinterne Ausbildung gilt nur in dem Betrieb, in dem sie vermittelt wurde. 

Grundsätzlich kann jede Ausbildung, die im Modell B zulässig ist, auch nach dem Modell C absolviert werden.

Dafür braucht es eine Ausbildung

Hier finden Sie eine nach Themenbereichen geordnete Liste von Arbeiten mit besonderen Gefahren, für die eine Ausbildung notwendig ist. Auf den weiterführenden Seiten sind die Ausbildungen im Einzelnen beschrieben und Sie erfahren, wo Sie sich oder Ihre Mitarbeitenden ausbilden lassen können.

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