45 000 Fussballunfälle sind zu viel – Suva und SFV verstärken Anreize für die Fairplay-Trophy
Der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die Suva verstärken die Zusammenarbeit: Neu werden im Rahmen der Fairplay-Trophy die fairsten Vereine bereits in den Regionalverbänden mit attraktiven Preisgeldern belohnt. Die Suva und der SFV setzen sich mit der Fairplay-Trophy gemeinsam für weniger Unfälle beim Fussball ein.
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Jeder Dritte der 45 000 Fussballunfälle geschieht durch ein Foul. Eine veränderte Gewinnerstruktur bei der Fairplay-Trophy schafft neue Anreize und soll dem entgegenwirken.
Vorprämierung auf regionaler Ebene
Im Rahmen der Fairplay-Trophy wurde bis anhin auf nationaler Ebene rangiert. Neu prämieren die Suva und der SFV zusätzlich die Regionalspiele der Amateurklubs mit attraktiven Preisen: Pro Regionalverband werden für den 1. Rang: 2000 Franken, 2. Rang: 1000 Franken und 3. Rang: 500 Franken ausbezahlt. Die fairsten Klubs erhalten insgesamt Preisgelder in Form von Gutscheinen im Wert von 50 000 Franken.
Positives Mindset wird belohnt
Beim Fussball geraten Fouls als negative Beispiele in den Fokus. Mit der Fairplay-Trophy setzt die Suva und der SFV nun bewusst aufs Positive. Dies mit dem Wissen und Bewusstsein, dass beim Fussball der Kopf mitspielt. «Eine positive Haltung, den Gegner nicht willentlich zu verletzen, hilft Fouls zu vermeiden», weiss Raphael Ammann, Freizeitsicherheitsexperte der Suva. «Mit der Fairplay-Trophy, insbesondere mit der geänderten Gewinnerstruktur können wir noch mehr Vereine für ihr faires Verhalten auszeichnen. Damit erhoffen wir uns, dass sich noch mehr Vereine und Teams mit dem Thema Fairplay auseinandersetzen», erklärt Raphael Kern, Ressortleiter Breitenfussball beim SFV.
Klubs mit Frauenteams erhöhen die Gewinnchancen
Die Statistik vergangener Jahre zeigen: Klubs mit Frauenteams schneiden in der Bewertung tendenziell besser ab. Die Frauenteams spielen fairer und erhalten weniger Strafpunkte. Bei der Fairplay-Trophy können alle dem SFV angehörigen Vereine mitmachen, die während der ganzen Saison mit mindestens einem Team (Aktive Männer, - Frauen, Junioren, Senioren) am Spielbetrieb und bis Ende der Spielsaison an mindestens 100 Spielen teilnehmen.
Fairplay-Kultur stärken
Seit zehn Jahren setzt sich die Suva gemeinsam mit dem SFV für Fairness im Fussball ein. Mit den 5 Fairplay-Regeln soll diese auf und neben dem Fussballplatz erhöht werden.
Die 5 Fairplay-Regeln:
- Ich handle vorbildlich.
- Ich akzeptiere Entscheide.
- Ich spiele verantwortungsvoll.
- Ich bleibe cool.
Ich denke und handle positiv.
Mehr Informationen zu den Fairplay Regeln auf dem Fussballplatz unter www.suva.ch/fussball
Mehr Informationen zur Fairplay-Trophy und der Zusammenarbeit SFV und Suva unter www.football.ch/fairplay
Medienkontakt
Natascha Obermayr
Mediensprecherin Freizeitsicherheit
Über die Suva
Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion knapp 4700 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie über 135 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.