Radio-Wunschkonzert der Suva für Verunfallte
Radio-Wunschkonzert der Suva
Zeigen Sie Ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen oder Ihren Mitarbeitenden, dass Sie an sie denken: Widmen Sie einen Song mit einer persönlichen Grussbotschaft in unserem Radio-Wunschkonzert.

Wunschkonzert

Die Wiedereingliederung ist eines unserer wichtigsten Anliegen. So betreuen wir verunfallte Personen mit einer Vielzahl von Angeboten und begleiten sie Schritt für Schritt zurück ins Leben. Dabei beziehen wir das persönliche und das berufliche Umfeld mit ein – wir geben Tipps, bieten Hilfe und schaffen ausserdem Anreize für betriebliche Wiedereingliederungen.

 

Wiedereingliederung_Erfolgsgeschichte

Wichtigste Tipps für Familie, Freunde und Arbeitskollegen «Heute geht es mir sehr gut. Ich bin praktisch schmerzfrei und kann wieder arbeiten.»

  1. Nehmen Sie mit Verunfallten Kontakt auf.
  2. Bleiben Sie in Kontakt – mindestens einmal pro Woche.
  3. Sprechen Sie die Besuchszeiten mit anderen Angehörigen, Freunden oder Arbeitskollegen ab.
  4. Teilen Sie Betroffenen mit, dass sie für Sie wichtig sind.
  5. Machen Sie ihnen Mut für die Zukunft.
  6. Unterstützen Sie verunfallte Personen beim Wiedereinstieg in den Alltag.
  7. Schaffen Sie regelmässige Rituale wie ein gemeinsames Essen.
  8. Seien Sie geduldig.
  9. Informieren Sie sich über die Unfallfolgen.
  10. Motivieren Sie Betroffene zu kleinen Aktivitäten.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre Wiedereingliederung von Verunfallten  

 

Wiedereingliederung

Wichtigste Tipps für Arbeitgeber Das Verhalten des Arbeitgebers bestimmt massgeblich, ob die Wiedereingliederung positiv beeinflusst wird.

  1. Nehmen Sie so rasch als möglich mit dem Verunfallten persönlich Kontakt auf.
  2. Melden Sie den Unfall so bald es geht der Suva.
  3. Besuchen Sie den Verunfallten und führen Sie frühzeitig das Rückkehrgespräch.
  4. Legen Sie zusammen mit dem Betroffenen die möglichen Etappen der Wiedereingliederung fest.
  5. Lassen Sie dabei das persönliche Umfeld des Betroffenen nicht ausser Acht.
  6. Bieten Sie Teilzeitarbeit im angestammten Bereich oder Schonarbeitsplätze an, die dem Gesundheitszustand Rechnung tragen.
  7. Die Anwesenheit des Betroffenen im Unternehmen ist wichtig.
  8. Besprechen Sie die Wiedereingliederungsmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen.
  9. Erstellen Sie ein Job-Profil, das Sie dem behandelnden Arzt abgeben können.
  10. Suchen Sie – mit dem Einverständnis des Betroffenen – den Kontakt zum behandelnden Arzt.
  11. Vermitteln Sie dem Arzt ein Bild über die Belastungen des Betroffenen am Arbeitsplatz.
  12. Informieren Sie den Arzt über Schonarbeitsplätze und andere Wiedereinstiegsmöglichkeiten.
  13. Besprechen Sie die Möglichkeiten der Wiedereingliederung mit der Suva.
  14. Nehmen Sie mit Ihrer Suva-Agentur Kontakt auf.
  15. Wählen Sie den Tag der Rückkehr bewusst – Donnerstag oder Freitag sind häufig sinnvoller.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre «Wiedereingliederung von Verunfallten  ».

Offrez une chanson aux personnes accidentées

Jetzt mithelfen und Song wünschen

Ihre Geste zählt

Kennen Sie jemanden, der etwas Aufmunterung gebrauchen könnte? Zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn denken: Widmen Sie im Radio-Wunschkonzert der Suva einen Song mit persönlicher Grussbotschaft.

Tipps zur weiteren Unterstützung von Verunfallten 

Franziska Bodul, Care, Wiedereingliederung
Unterstützen Sie als Familie, Freunde oder Arbeitskollegen
"benefit" 4_19 Rubrik "vor Ort", Stephan Strebel, Unfall, Absturz, Ringkeller, ringen, Koma, Schädel-Hirn-Trauma
Unterstützen Sie als Arbeitgeber
Roberto Lascala_teaser_42795.jpg
Mit Hilfe der Tochter zurück an den Arbeitsplatz

Bitte weitersagen!

Erzählen Sie Ihren Bekannten und Verwandten, Arbeitskollegen und Mitarbeitenden von unserem Radio-Wunschkonzert und unseren Wiedereingliederungstipps. Denn: Je mehr Unterstützung Verunfallte von ihrem Umfeld erhalten, desto grösser sind ihre Chancen, dass sie gesund werden und in den Alltag zurückkehren können.

 

Mit Hilfe der Tochter zurück an den Arbeitsplatz «Ich wusste, dass ich es schaffen kann und die Unterstützung von meinem Arbeitgeber und Arbeitskollegen haben mich sehr zuversichtlich gemacht».

Roberto Lascala (47) verunfallte im April 2017 schwer. Bei einem Sturz zertrümmerte er seinen Arm. Durch intensive Physiotherapie konnte er seinen Arm regenerieren. Heute arbeitet er wieder bei seinem Arbeitgeber.

«Ein fataler Sturz am späteren Nachmittag von einer Plattform in die Tiefe hat meinen rechten Arm zertrümmert. Zum Glück waren die Rettungskräfte kurz nach dem Unfall vor Ort. Im Spital schlief ich gleich ein und erst nach der ersten Notoperation wusste ich, dass es ein langer Weg sein wird, wieder einmal auf der Baustelle arbeiten zu können.

Rückkehr dank viel Unterstützung

Ich wusste, dass ich es schaffen kann und die Unterstützung von meinem Arbeitgeber und Arbeitskollegen haben mich sehr zuversichtlich gemacht, obwohl es einige Rückschläge im Genesungsprozess gab. Als ich mitteilte, dass es bald zu einer Rückkehr kommen könnte, musste ich zum dritten Mal operiert werden. Damals war ich nicht mehr sicher, ob ich meinen rechten Arm je wieder bewegen werden könnte. Auch meine Familie war in diesem Moment ratlos und sah eine Wiederaufnahme meiner Arbeit auf dem Bau als aussichtslos. Meine kleine Tochter sagte: «Papa, jetzt bist du invalid und kannst nichts mehr machen».

Eine Beförderung begünstigt den Weg zurück

«Doch dann wusste ich, dass ich es schaffen kann, wenn ich konsequent neben der Physiotherapie auch noch weitertrainiere, um den geretteten Oberarm wieder in fast gewohnter Weise benützen zu können. An drei Tagen pro Wochen baute ich die Beweglichkeit wieder auf und konnte somit auch mit meinem Arbeitgeber beginnen eine Zukunft zu planen. Ich konnte es nicht fassen, dass die Firma mir eine neue Tätigkeit anbieten konnte, nachdem ich 18 Monate lang abwesend war. Ein Traum wurde war: Als Teamleiter statt Kranführer durfte ich mit meinem geschätzten Vorgesetzten Ivan wieder zusammenarbeiten.

Die Tochter spornte an

Dass die Wiedereingliederung in den Berufsalltag für mich mit einer Beförderung verbunden war, konnte ich mir während der schwierigen Genesungszeit nicht vorstellen. Ich bin sehr dankbar, dass mein Arbeitgeber meine Freude am Beruf und meine Fähigkeiten, andere dafür zu begeistern, als eine Chance gesehen hat, um mir eine neue Perspektive zu geben. Meiner achtjährigen Tochter muss ich immer wieder Fotos von der Baustelle machen, damit sie sieht, dass die Gebäude unter meiner Anleitung gebaut werden und ich jeden Tag froh bin, wenn meine Arbeitskollegen in einem möglichst sicheren Arbeitsumfeld arbeiten können. Dafür setzte ich mich ein und übernehme Verantwortung.»

Das Verhalten des Arbeitgebers bestimmt massgeblich, ob die Wiedereingliederung positiv verläuft. Hier finden Sie Tipps: Wiedereingliederung  

Christina Pagani-Boiani, CSC Bauunternehmung AG

«Es war meine erste Wiedereingliederung eines schwer verunfallten Arbeitnehmers. Dank seiner klaren Kommunikation und seinem Willen so rasch wie möglich an die Arbeit zurückzukehren, haben wir diese Opportunität geprüft. Aufgrund seiner Fähigkeiten konnten wir ihm eine Führungsfunktion anbieten, wo organisatorisches Geschick statt Muskelkraft notwendig war. Die Lösung lag somit auf der Hand: Roberto Lascala ist seit November 2018 Baustellenleiter. Diese Wiedereingliederung hat das ganze Unternehmen weitergebracht.»