Prämienbemessung Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung

  • Die Suva setzt risikogerechte Prämien fest. Diese stellen das finanzielle Gleichgewicht und die Akzeptanz der Prämien sicher.
  • Die Betriebe werden je nach Tätigkeit in verschiedene, möglichst homogene Klassen und Unterklassen zugewiesen.
  • Aufgrund der Betriebsgrösse werden verschiedene Prämienmodelle angewendet (Basissatz, Bonus-Malus-System, Erfahrungstarifierung).

Unser System sorgt für risikogerechte Prämien

Hinter der Berechnung der Versicherungsprämien steckt ein System aus jahrelangen Erfahrungswerten. Vereinfacht ausgedrückt gilt Folgendes:

  • Gibt es weniger gravierende Unfälle mit teuren Folgekosten, sinken die Heilkosten, Taggelder und Renten.
  • Mit Unfallprävention ist es möglich, die eigenen Prämien zu senken – auch bei steigenden Gesundheitskosten.
  • Die Suva arbeitet selbsttragend und bezieht keine öffentliche Gelder.
  • Überschüsse gibt sie in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück.
Auf der Baustelle diskutieren der Bauführer und der Vorarbeiter einen Bauplan. Im Hintergrund die Baustelle.

Zu den Hauptaufgaben der Prämienbemessung gehören die laufende Überprüfung und Neustrukturierung der Risikogemeinschaften, die Kalkulation des Prämienbedarfs sowie die Pflege und Weiterentwicklung der Prämiensysteme. Weitere Informationen finden Sie hier: Prämienbemessung 

 

Auf der Baustelle diskutieren der Suva Aussendienstmitarbeiter und der Inhaber der Baufirma die aktuelle Prämienentwicklung.
Knapp drei Viertel aller bei der Suva versicherten Unternehmen sind zum Basissatz versichert. Die Betriebe sind dabei in Gruppen (Kollektive) mit gleichartigen Unternehmen eingeteilt. Jeder Betrieb bezahlt somit den für seine Branche errechneten Prämiensatz. Passieren in dieser Branche weniger Unfälle – zum Beispiel durch erfolgreiche Prävention oder technischen Fortschritt – profitieren alle Unternehmen dieser Branche davon. Dies, weil dank weniger Unfällen und tieferen Kosten der Basissatz über die Jahre gesehen sinkt. Ihren Basissatz finden Sie hier: Prämientarif 
Ein Angestellter, scheinbar eben erst mit dem Fahrrad im Betrieb angekommen, nimmt seine Arbeitskleidung aus dem Spind.
Grössere Betriebe (rund ein Viertel aller Betriebe) sind im Bonus-Malus-System versichert. Auch hier sind die Firmen in verschiedene Kollektive eingeteilt. Weist ein einzelnes Unternehmen weniger Unfallkosten (Heilkosten, Taggelder, Renten) auf als der Durchschnitt seiner Branche, wird es mit einem Bonus – einem Prämienrabatt – belohnt. Im Gegenzug wird ein Zuschlag, ein sogenannter Malus, zur Prämie hinzugerechnet, wenn die Kosten höher sind als im Durchschnitt der Branche.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre: Bonus-Malus-System 
Blick in eine Giesserei.
Für Grossbetriebe kommt bei der Suva die Erfahrungstarifierung zum Zug. Dabei werden in jedem einzelnen Betrieb die Heilkosten, Taggelder, Rentenkapitalwerte sowie verschiedene Rückstellungen der letzten 15 Jahre berücksichtigt. Aus diesen Kosten der Vergangenheit werden danach die individuellen Versicherungsprämien für das folgende Jahr festgelegt. Dieses Modell gilt für rund 1 Prozent aller bei der Suva versicherten Betriebe. Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre: Erfahrungstarifierung 
Die Suva baut nicht benötigte Ausgleichsreserven  ab und gibt diese den versicherten Betrieben in Form von tieferen Prämien zurück.
Ein Angestellter vermisst einen neu gebauten Strassenabschnitt.

Handeln

Betriebsbeschreibung ausfüllen

Zwei Angestellte beim Ausfüllen einer Betriebsbeschreibung.

Die Betriebsbeschreibung gibt Auskunft über Tätigkeiten, Personalbestand und Lohnsumme eines Unternehmens und ist die Grundlage für eine risikogerechte Prämienbemessung.
Anhand der Betriebsbeschreibung  weist die Suva ein Unternehmen der entsprechenden Risikogemeinschaft (Klasse) zu und bestimmt danach die Stufe im Prämientarif.

In welcher Klasse oder Unterklasse Ihr Betrieb eingereiht ist, erfahren Sie hier:

Link zur zu-Broschüre über die technische Zuweisung 

Eine neue Betriebsbeschreibung brauchen Sie bei jeder Veränderung Ihres Tätigkeitsfeldes.

Für Auskünfte wenden Sie sich an die für Ihren Betrieb zuständige Agentur:

Agenturen und Adressen
Eine verunfallte Person liegt im Spitalbett

Material

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