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«Ein fataler Sturz am späteren Nachmittag von einer Plattform in die Tiefe hat meinen rechten Arm zertrümmert. Zum Glück waren die Rettungskräfte kurz nach dem Unfall vor Ort. Im Spital schlief ich gleich ein und erst nach der ersten Notoperation wusste ich, dass es ein langer Weg sein wird, wieder einmal auf der Baustelle arbeiten zu können.

Rückkehr dank viel Unterstützung

Ich wusste, dass ich es schaffen kann und die Unterstützung von meinem Arbeitgeber und Arbeitskollegen haben mich sehr zuversichtlich gemacht, obwohl es einige Rückschläge im Genesungsprozess gab. Als ich mitteilte, dass es bald zu einer Rückkehr kommen könnte, musste ich zum dritten Mal operiert werden. Damals war ich nicht mehr sicher, ob ich meinen rechten Arm je wieder bewegen werden könnte. Auch meine Familie war in diesem Moment ratlos und sah eine Wiederaufnahme meiner Arbeit auf dem Bau als aussichtslos. Meine kleine Tochter sagte: «Papa, jetzt bist du invalid und kannst nichts mehr machen».

Radio-Wunschkonzert für Verunfallte und Erkrankte

Kennen Sie jemanden, der einen Unfall hatte und aktuell nicht seiner Arbeit nachgehen kann? Zeigen Sie Ihrem Arbeitskollegen oder Ihrer Mitarbeiterin, dass Sie an ihn oder sie denken. Widmen Sie noch bis am 13. Dezember einen Song mit persönlicher Grussbotschaft im Suva Radio-Wunschkonzert  .
Denn: Je mehr Unterstützung ein Verunfallter von seinem Umfeld erhält, desto grösser sind seine Chancen auf Heilung und Wiedereingliederung.

Eine Beförderung begünstigt den Weg zurück

«Doch dann wusste ich, dass ich es schaffen kann, wenn ich konsequent neben der Physiotherapie auch noch weitertrainiere, um den geretteten Oberarm wieder in fast gewohnter Weise benützen zu können. An drei Tagen pro Wochen baute ich die Beweglichkeit wieder auf und konnte somit auch mit meinem Arbeitgeber beginnen eine Zukunft zu planen. Ich konnte es nicht fassen, dass die Firma mir eine neue Tätigkeit anbieten konnte, nachdem ich 18 Monate lang abwesend war. Ein Traum wurde war: Als Teamleiter statt Kranführer durfte ich mit meinem geschätzten Vorgesetzten Ivan wieder zusammenarbeiten.

Die Tochter spornte an

Dass die Wiedereingliederung in den Berufsalltag für mich mit einer Beförderung verbunden war, konnte ich mir während der schwierigen Genesungszeit nicht vorstellen. Ich bin sehr dankbar, dass mein Arbeitgeber meine Freude am Beruf und meine Fähigkeiten, andere dafür zu begeistern, als eine Chance gesehen hat, um mir eine neue Perspektive zu geben. Meiner achtjährigen Tochter muss ich immer wieder Fotos von der Baustelle machen, damit sie sieht, dass die Gebäude unter meiner Anleitung gebaut werden und ich jeden Tag froh bin, wenn meine Arbeitskollegen in einem möglichst sicheren Arbeitsumfeld arbeiten können. Dafür setzte ich mich ein und übernehme Verantwortung.»

Das Verhalten des Arbeitgebers bestimmt massgeblich, ob die Wiedereingliederung positiv verläuft. Hier finden Sie Tipps:

Wiedereingliederung
«benefit» 1_20 Rubrik «vor Ort» Roberto Lascala, Baustelle, Kranführer, Helm, Unfall, Wiedereingliederung, Christina Pagani, Arbeitgeber

«Es war meine erste Wiedereingliederung eines schwer verunfallten Arbeitnehmers. Dank seiner klaren Kommunikation und seinem Willen so rasch wie möglich an die Arbeit zurückzukehren, haben wir diese Opportunität geprüft.  Aufgrund seiner Fähigkeiten konnten wir ihm eine Führungsfunktion  anbieten, wo organisatorisches Geschick statt Muskelkraft notwendig war. Die Lösung lag somit auf der Hand: Roberto Lascala ist seit November 2018 Baustellenleiter. Diese Wiedereingliederung hat das ganze Unternehmen weitergebracht.»
Christina Pagani-Boiani, CSC Bauunternehmung AG